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Janiz Interview

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Lesedauer
3 Minuten

Die vierer Combo aus Chemnitz um Sängerin Juli macht klassischen Rock, der schlichtweg an den Anfang der 2000er erinnert. Ihr Name, angelehnt an Rockikone Janis Lyn Joplin, gibt der Band noch einmal einen besonderen Touch. Wenn du schon immer einmal Emo/Pop-Punk Rock aus den Anfängen des Jahrhunderts in 2022er Stil hören wolltest, dann komm mit und lerne Janiz etwas besser kennen.

Janiz – die deutsche Avril Lavigne?

VRR: Musikalisch erinnert ihr sehr an guten Punk Anfang der 2000er und eure Sängerin lässt einen fast an eine zweite Avril denken. Wo seht ihr euch selbst?

Matthias: Wir versuchen uns selbst eigentlich gar nicht unbedingt irgendwo einzuordnen, wissen aber, dass wir das ein Stück weit müssen, weil die Welt in Kategorien funktioniert. Wir tun, wonach uns ist und schauen oft hinterher, was es geworden ist.

Juli: Sie hat ja auch meine Teenie-Zeit mit geprägt. Aber eine zweite Avril Lavigne würde ich da nicht erkennen. Wir freuen uns, wenn wir Reaktionen von den lieben Menschen da draußen bekommen, die sich durch unserere Musik an genau diese Zeit zurückerinnern können und nehmen es auch als großes Kompliment, sehen uns musikalisch aber doch viel mehr in 2022 als 2002.

Das dritte Studioalbum

VRR: Euer drittes Studioalbum kam am 17.6. auf den Markt. Nach drei großen Aufnahmen gibt es doch sicher eine witzige Geschichte zu erzählen, welche euch als Band ewig in Erinnerung bleibt?

Matthias: So amerikanisch, wie wir unseren Sound gern haben wollen, so deutsch sind wir im Arbeitsprozess. Wir arbeiten im Studio sehr akribisch und sind meistens sehr gut vorbereitet. Es gibt da wirklich keine wilde Peinlichkeit zu berichten.

Juli: Es gibt aber viele Gigabytes an lustigen Outtakes, wie zum Beispiel komisch gesungene Wörter. Geflucht und gelacht wird auch sehr viel. In TikTok-Zeiten sollten wir sie vielleicht noch mal aufbereiten.

VRR: Seid ihr euch bei Aufnahmen immer einig?

Juli: Beim Endprodukt ja. Natürlich wird bei der Entstehung von Songs über verschiedene Ideen genau gesprochen oder diskutiert. Bis jetzt sind wir uns immer einig geworden.

Matthias: Wir sind auch hier sehr genau. Beim Schreiben der Songs entstehen oft Demos, die man an sich schon veröffentlichen könnte. Wir haben auch schon vor Corona sehr Remote gearbeitet und unsere Ideen online gestellt, damit jeder daran basteln kann. Wenn wir ins Studio gehen, gilt es nur noch die richtige Stimmung einzufangen.

VRR: In 7 Jahren Bandgeschichte nun das dritte Album. Das ist schon eine stattliche Leistung, wenn man bedenkt, wie viele Gedanken eure Lieder im Kopf erwecken. Sind eure Lieder eher spontane Ideen oder eher lang philosophierte Geschichten aus dem Leben?

Matthias: Wir haben so gar kein Talent, uns große Geschichten auszudenken. Darum handeln unsere Songs eigentlich immer von persönlichen Erlebnissen und Standpunkten. Wir versuchen schon immer etwas Relevantes zu texten, bleiben aber in unserem Kosmos und unseren Emotionen statt einen großen Weltschmerz einzufangen. Wir können uns einfach gut über unsere Texte öffnen und so sind sie für den ein oder anderen vielleicht auch besser greifbar.

Janiz Live erleben

VRR: Nach zwei endlos stillen Jahren gibt es wieder Festivals und Konzerte. Was war euer bisheriges Highlight in 2022? Worauf freut ihr euch noch? 

Juli: Es gibt ein paar Festivals im Sommer und im Frühherbst und wir freuen uns auf alle. Die neuen Songs live zu spielen wird ein richtiges Highlight für uns sein und wir hoffen, es geht dem Publikum genau so.

Matthias: Ich freue mich abgesehen von der Stunde auf der Bühne auch wieder ein Bandleben zu haben. Im Bus sitzen, am Merch-Stand stehen, mit anderen Bands zusammen kommen und Zeit miteinander verbringen.

Quelle: Janiz Pressebilder

VRR: Wo wir einmal bei Live-Veranstaltungen sind, wo wird man euch dieses Jahr noch antreffen?

Matthias: Wir halten unsere Termine immer aktuell auf all unseren Social Media Kanälen, da kann man sich immer informieren. Da ändert sich auch immer mal spontan noch was.

Anmerkung VVR: Ihr findet die Band unter anderem auf Facebook, Instagram und TikTok.

VRR: Steht eventuell eine eigene Headlinertour oder Supporter Tour an? Wenn ja, welche Bands sind dabei?

Juli: Wir können sagen, dass wir den Tour Plan schon eine Weile in der Schublade haben. Aktuell soll die Tour im November und Dezember stattfinden. Ob es dazu kommt, wird wohl wieder die Lage rund um die Corona-Zahlen entscheiden. Wir arbeiten daran, als würde sie auf jeden Fall stattfinden und hoffen, dass das auch so sein wird.

VRR: Frühaufsteher oder Langschläfer? Stellt euch vor, ihr dürft auf eurem Lieblingsfestival spielen und euch die Spielzeit aussuchen. Würdet ihr lieber um 16 Uhr die Hauptbühne eröffnen oder um 2 Uhr nachts eine Nebenbühne rocken?

Juli: Bei mir ist es der Frühaufsteher, bei den Jungs bestimmt gerade andersrum.

Matthias: Ich würde trotz der Uhrzeit mit der Hauptbühne gehen.

Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.

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