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Loz Tinitoz – Schmetterlingseffekt

VÖ 20.11.2020

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Loz Tinitoz sind zurück, nach ihrem 2018 erschienen Album KAMIKAZEKATZE, kommt nun der SCHMETTERLINGSEFFEKT. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als Punkrock, doch was steckt hinter diesem Album? Erfüllt man hier den SCHMETTERLINGSEFFEKT, werden kleine Änderungen im Vergleich zum ersten Album unvorhergesehen, den Stil ändern oder wählt man diesen Titel nur, weil er gut klingt?

Tracklist:

  • Mit Grizzlies und Flamingos
  • Diese Zeit
  • Perfekt
  • Blunts auf Hawaii
  • Für immer Freak
  • Kein Bock
  • Schmetterling
  • Eskalieren
  • Japan
  • Leuchtturm
  • Kein Pornofilm (Bonustrack)

Die Party

Von einfachen Synthesizer-Rhythmen bis hin zu härteren Klängen gibt es auf dem SCHMETTERLINGSEFFEKT viel zu entdecken. Mit dem ersten Song „Grizzlies und Flamingos“ startet man direkt in die Partyrunde. Wobei ich zuerst glaubte es geht um die gruseligen Gestalten auf der Party, geht es einfach allgemein um das Feiern `mit Uschis und Flamingos`. Guter solider Einstieg, der sich auf der gesamten CD widerspiegelt und den Hintern in Bewegung lockt. Auch wenn man sensiblere Themen anspricht geht man nie aus dem Partysound raus. „Perfekt“ ist da ein gutes Beispiel man spricht zum einen das Selbstbewusstsein an, aber im gleichem Atemzug fördert man dieses einfach, weil man sich bewegen muss und es einem egal ist, was um einen herum passiert.

Die härteren Klänge

Wer in den ersten Songs nach den Gitarren sucht bzw. diese einfach nicht hört, der wird ab „Für immer Freak“ in die Realität geholt. Gemeinsam mit einem Trompetensound im Hintergrund wird hier eine Ska-Punkartige Atmosphäre erschaffen. Wer Ska-Punk kennt, der weiß das man auch dort so richtig „Eskalieren“ bzw. tanzen kann.

Fazit

Sie selbst bezeichnen ihre Musik als Punk, vermutlich kommt es hier auf die Definition und die Einstellung eines Selbst an. Ich würde das Album, so wie die Band, allgemein dem klassischen Rock-Pop mit minimalen Ska-Einflüssen einordnen. Der SCHMETTERLINGSEFFEKT lässt definitiv die Hüften kreisen und nach längerem Hören macht plötzlich Boden wischen doppelt so viel Spaß. Es wird den Fans von Loz Tinitoz sicherlich gefallen, doch den gewöhnlichen Deutschrockfan wird es vermutlich nicht vom Hocker hauen. Reinhören sollte man sicherlich, aber es wird höchstwahrscheinlich nicht jedem gefallen. Ich bin relativ enttäuscht und habe auf mehr Punk im hartem Stil gehofft.

Melissa Müller
Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.
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