Genre und ihre Hymnen – Teil 1

Genres sind manchmal praktisch, aber meistens viel zu klein. Kaum sagt jemand „Metal“, kommt direkt die nächste Frage: „Ja, aber welcher? Heavy Metal, Thrash Metal, Power Metal, Punkrock oder doch Hard Rock?“ Die Liste ist lang und die Diskussionen darüber noch länger. Trotzdem gibt es Songs, die ein Genre fast sofort erklären. Ein Riff, ein Refrain, ein bestimmtes Gefühl und schon weiß man, in welcher Ecke der Rock- und Metalwelt man gelandet ist. Unsere Auswahl ist natürlich nicht in Stein gemeißelt. Sie soll diskutiert, ergänzt und gerne auch lautstark angezweifelt werden. In dieser Reihe schauen wir auf Genres und Songs, die für ihren Sound, ihre Haltung oder ihren Spirit stehen. Hier kommen die ersten fünf Hymnen.

1. Heavy Metal – Iron Maiden: The Number of the Beast

Wenn man klassischen Heavy Metal erklären müsste, könnte man einfach Iron Maiden laufen lassen. „The Number of the Beast“ hat alles: treibende Gitarren, große Melodien, dramatischen Gesang und diese besondere Mischung aus Theater, Tempo und erhobenen Fäusten. Natürlich könnte man hier auch Black Sabbath oder Judas Priest nennen. Aber dieser Song bringt das große Heavy Metal-Gefühl verdammt gut auf den Punkt.

2. Hard Rock – AC/DC: Highway to Hell

Hard Rock braucht nicht immer komplizierte Songstrukturen. Manchmal reichen ein Riff, ein Groove und eine Stimme, die nach Straße, Bühne und kaltem Bier klingt. „Highway to Hell“ ist genau das. AC/DC zeigt hier, warum Einfachheit manchmal härter trifft als jedes technische Kunststück. Der Song fährt los, bleibt hängen und macht keine Umwege.

3. Punkrock – die ärzte: Schrei nach Liebe

Punkrock lebt von Haltung, klarer Ansage und dem Mut, unbequem zu sein. „Schrei nach Liebe“ von die ärzte ist dafür ein perfektes Beispiel. Eingängig genug für ganze Hallen, aber direkt genug, um niemanden im Unklaren zu lassen. Der Song ist Statement, Mittelfinger und Mitsinghymne in einem. Laut, klar und leider bis heute erschreckend aktuell.

4. Thrash Metal – Metallica: Master of Puppets

Wenn Heavy Metal der große Bruder ist, dann ist Thrash Metal der wütende Cousin, der die Tür eintritt. „Master of Puppets“ ist schnell, präzise, aggressiv und trotzdem unfassbar eingängig. Das Riff gehört zu den bekanntesten der Metalgeschichte. Natürlich rufen jetzt einige Slayer oder Megadeth. Völlig berechtigt, aber Metallica hat hier einen Song geschaffen, der auch außerhalb der Thrash-Blase funktioniert.

5. Power Metal – Sabaton: Primo Victoria

Power Metal braucht große Melodien, mächtige Refrains und dieses Gefühl, als würde gleich eine ganze Armee über die Bühne marschieren. Sabaton liefert mit „Primo Victoria“ genau das. Der Song ist wuchtig, sofort erhttps://www.youtube.com/watch?v=qVHyl0P_P-M&list=RDqVHyl0P_P-M&start_radio=1kennbar und live ein sicherer Abriss. „Primo Victoria“ ist Power Metal mit Panzerketten unter den Stiefeln.

Im zweiten Teil wird es moderner, düsterer und alternativer. Dann geht es um Metalcore, Mittelalter-Rock, Neue Deutsche Härte, Gothic Rock und Grunge. Welche Hymnen fehlen euch schon jetzt? Schreibt es uns in die Kommentare. Diese Diskussion darf laut werden.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Crew | Fotograf

Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.

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