Anzeige

Notschrei – Aus dem Nichts

-

-

Notschrei aus Freiburg im Breisgau gründeten sich 2018. Markus, Gil, Daniel, Klaus und Tilman veröffentlichten am 10.07.2020 ihre erste EP AUS DEM NICHTS. Die Fünf bestechen mit ihren klassischen Postcore-Songs, bei denen sich die core-lastigen Riffs und Shouts mit melodischen Parts und klarem Gesang abwechseln. 

Tracklist: 

  1. Aus dem Nichts
  2. Dunkle Tage
  3. Lass los
  4. Was bleibt

Aus dem Nichts, Dunkle Tage 

Die Jungs bestechen mit harter, brachialer Postcore-Musik. In dem Song „Aus dem Nichts“ behandelt man das Fallen und das Wiederaufstehen aus dem Nebel. Auch wenn einmal die Nebelwand einem im Wege steht, lichtet sich diese irgendwann und man steht wieder auf. Der Song ist eine der härteren Chargen auf der EP. Bei „Dunkle Tage“ denkt man die ersten 40 Sekunden an einen ruhigen Song, doch in Sekunde 45 beginnt Sänger Markus seine Stimme zu erheben. Dieses Lied ist auch eher für die ruhigeren, einsameren Tage, quasi die Zeit in der der Lockdown war und wir teilweise niemanden treffen durften. Doch zum Glück sind diese dunklen Tage vorbei. 

Lass los, was bleibt 

Bei „Lass los“ dringen direkt die Gitarren in die Ohren des Hörers. Hier geht es eher um den “loslassen”-Effekt. Wie oft sitzt man vor der Entscheidung: Ziehen lassen oder stehen bleiben. Meist ist es besser etwas aufzugeben und schmerzfreier durchs Leben zu gehen. Bleibt stark und wenn ihr zweifelt, ist die anfangs schmerzhaftere Variante meist die, die am Ende weniger weh tut. „Was bleibt“ ist der letzte Song auf dieser EP. Auch hier beginnt man mit klassischen, melodischen Gitarrenriffs. Die Kernaussage des Songs ist hier: Bitte denkt eigenständig und hinterfragt auch mal Dinge. Denn „Was bleibt“, wenn wir alle blind folgen? Vermutlich weniger Chaos, aber sich selbst in seiner besten Version zu verkörpern ist doch viel besser, als einer von vielen zu sein.  

Fazit  

Bei dem letzten Song der EP erinnerte ich bei den Gesangsparts kurz an alte Zeiten. Warum? Die Stimme von Markus klingt in „Was bleibt“ fast genauso, wie die von Sänger Matthias Brawig (ehemals Down Below), dass überraschte doch sehr.  

Insgesamt ist die EP ein super Start in eine erfolgversprechende Bandzukunft. Man lässt musikalisch noch Luft nach oben, doch macht der gute Mix aus klarem Gesang und den Shouts die Songs definitiv hörbar. Wenn du selbst auf Postcore, Progressive Rock oder Psychedelic Rock stehst, könnte diese Band was für dich sein. Absolute Hörempfehlung von mir! Seid offen für was Neues, das lohnt sich. 

Melissa Müller
Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.
19,003FansGefällt mir
4,301FollowersFolgen

Könnte dich auch interessieren