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Delitzsch Rockt am Wasserturm – Nachbericht

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Sommer, Sonne und Open-Air-Konzerte – was haben wir darauf gewartet. Rückschlag am Zapfen, MutHardrock mit seltsamen Konfetti und Tanzen im Regen. Das war das Delitzsch Rockt.

Zwischen Abkühlung und Einheizen

Quelle: Melissa Müller / VRR

Zum Einlass nahmen die Jungs von Rückschlag erst einmal den Zapfhahn in die Hand und schenkten fleißig kaltes Gold für die durstigen Gäste aus. Später durften MutHardrock den Abend einläuten. Was den Gästen einheizen sollte, machte der Regen aber zunichte. Ihr Album CANDY wird nun schon 3 Jahre alt, doch die langanhaltende Coronapause und damit einhergehende Konzertpause brachten viel Stille um die Vier aus Wurzen. Diese Tatsachen waren den eingefleischten MutHardrock Fans völlig egal, man feierte als wäre das Album gerade herausgebracht wurden. Genauso wie das ganze Album, war auch der allseits beliebte „Wild Ficken“-Song ein Highlight des Abends. Man scheute sich nicht, all die Konfettikanonen passend zum Lied einzupacken und so regnet es nicht nur nass von oben, sondern auch bunte Konfetti und kleine Rosa Stäbchen.

Rückschlag

Quelle: Melissa Müller / VRR

Nach einer kurzen Umbauphase begannen dann auch die Gastgeber den Abend musikalisch zu untermalen. Der Open Air Bereich vor dem zur Bühne genutzten LKW-Auflieger war zwar kaum gefüllter als zur Vorband, doch die Leute feierten weiter als wären doppelt so viele da. Trotz einiger technischer Probleme, die sich schnell beheben ließen, war die Stimmung sehr ausgelassen. Kürzere Umbauphasen wurden mit kleinen Gesangseinlagen der Fans gefeiert. Nach dem man sich schließlich mit „Heute sind wir mal vernünftig“ verabschiedete, musste man zum Glück noch nicht die Heimreise antreten.

Kevins Abschied

Rückschlag gaben noch eine besondere Zugabe und verabschiedeten so ihren Schlagzeuger Kevin samt Fans mit einer richtig fetten Cover-Show. Die Drei heizten richtig ein und auch der Regen ließ endlich komplett nach. Man schloss zwar ein ‘Buch der Erinnerungen’, doch für alle Rückschlag Fans, die nicht vor Ort sein konnten, habt keine Sorge, Kevin wird nicht ganz aus dem Banduniversum ausscheiden. Hier und da wird er sicherlich noch einmal anzutreffen sein.

Fazit

Keine Ahnung wann ich das letzte Mal so ausgelassen im Regen getanzt habe und gefühlt 300 Stäbchen Konfetti auf dem Rücken kleben hatte, aber ich möchte nie wieder 2 Jahre auf solche Momente warten. Auch wenn es mit Kevins Abschied irgendwie ein trauriger Moment war, so war es trotz allem ein super gemütlicher Abend. Beide Bands haben mit einer grandiosen Show geglänzt. Preis-Leistung waren einmalig unschlagbar und dazu kam das schöne schlichte Ambiente samt kostenlosem Regenbogen am Wasserturm.

Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.

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