Der W feiert das ausverkaufte Heimspiel in Neu-Isenburg
Neu-Isenburg, Hugenottenhalle, ausverkauft. Der W steht auf der Bühne und macht von der ersten Minute an klar: Das hier wird kein gehemmter Abend, das wird Arbeit fürs Genick, für die Stimme und für die Nerven. 21 Songs gibt Stephan Weidner mit seiner Band zum Besten.
Natürlich stehen hier jede Menge Onkelz-Fans im Raum. Überraschung? Null. Aber wer noch immer denkt, das hier wäre nur ein warmes Nebenprojekt, der liegt komplett daneben. Stephan Weidner zieht sein eigenes Ding durch und das mit einer Konsequenz, die man so auf dem deutschen Rock- und Metalmarkt nur einmal erlebt. Seit Jahren.
Der W Shows sind mehr
Keine riesigen LED-Wände, kein überproduzierter Schnickschnack. Der W braucht das nicht. Während andere Bands den Anspruch haben, ihre Bühnenshow immer auf ein neueres, noch größeres und noch technischeres Level zu bringen, leben Der W Shows von der Performance der Musiker. Mit kleinerem Besteck, aber umso mehr Energie kommt das Bühnenbild daher. Charmant, nicht aufdringlich, sondern on point.

Die Energie ist roh, direkt und ungefiltert. Das Publikum saugt jeden Ton und jede Zeile nur so auf. Und genau da liegt der Unterschied: Hier wird nichts nach Schema F runtergespult.
Auch textlich geht Weidner tiefer als viele erwarten. Weniger Parolen, mehr Kante im Kopf. Dafür war Stephan Weidner schon immer bekannt. Natürlich dürfen Gassenhauer nicht fehlen, aber nie ohne Message, nie ohne Tiefgang.
Setlist mit Wucht und ein Support, der knallt
Die Setlist ist kein Nostalgietrip, sondern ein sauber aufgebauter Spannungsbogen durch den kompletten Der W Katalog. Hinten raus wird’s dann eng im Raum, weil Band und Crowd gleichzeitig hochdrehen. Genau so muss das.
Und dann wären da noch Elm Street. Support aus Melbourne, der nicht fragt, ob er darf, sondern einfach macht. Fette Riffs, klare Ansage: Wir sind hier nicht zum Aufwärmen. Mit englischsprachigem Metal ein schwergängiger Support, aber keinesfalls erdrückend, sondern frisch. Neue Einflüsse und eine Band die ihr Handwerk versteht.
Unterm Strich bleibt: Der W ist kein Lückenfüller zwischen Onkelz-Terminen. Das ist ein eigenes Brett. Und live eine Erinnerung daran, wie sich echter Rock´n´Roll anfühlen muss.
Hier sind noch einige bildlichen Eindrücke von diesen Abend:
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Gründete 2017 das Magazin und begann eine ganz neue, "musikalische" Reise durch die rauen Landschaften von Musik, Veranstaltungen und Print- und Online-Medien.






