Rockwasser im Studio: GEBOREN FÜR DIE EWIGKEIT
Mit GEBOREN FÜR DIE EWIGKEIT kündigt Rockwasser ihr siebtes Studioalbum an. Die Veröffentlichung ist für den 13. November 2026 geplant, der Vorverkauf startete bereits am 01. März 2026. Elf abwechslungsreiche Tracks finden sich auf der neuen Platte, voller Herzblut und Leidenschaft. Inhaltlich geht es zurück in die eigene Sturm-und-Drang-Zeit. Gleichzeitig greifen die Songs Themen auf, die jeder kennt: die kleinen und großen Probleme des Lebens. Und weil Rockwasser eben Rockwasser ist, darf auch das nicht fehlen, was mittlerweile fast schon Pflichtprogramm ist, eine Ode an die Theke. Die Band bringt es selbst auf den Punkt. Ehrlich. Laut. Direkt. Grund genug also, einmal genauer nachzufragen. Im folgenden Interview haben wir Rockwasser nicht nur zum neuen Album GEBOREN FÜR DIE EWIGKEIT ausgequetscht, sondern auch darüber gesprochen, wie Studioaufnahmen bei den Jungs eigentlich ablaufen und was hinter der Entstehung der neuen Songs steckt.

Rockwasser über ihr neues Album
VRR: Viele Hörer interessiert, wie so ein Studioalltag wirklich aussieht. Wie läuft ein typischer Aufnahmetag bei euch ab? Eher straffer Zeitplan oder kreative Nachtsession?
Matze: Vor jedem Studiobesuch werden sogenannte Vorproduktionen der einzelnen Songs erstellt, womit der gesamte Song bereits feststeht. Das heißt, im Studio selber werden nur noch Kleinigkeiten daran angepasst, wodurch es eher ein Abarbeiten ist, um die bestmögliche Aufnahme zu erzielen. Die kreativen Nachtsessions werden daher meistens schon vorher in die Vorproduktionen gesteckt. Hier gehen wirklich viele Stunden und Nächte drauf. Im Studio selber wäre das einfach schlicht zu teuer.
VRR: Gerade bei neuen Songs steckt viel Herzblut in den Texten. Gibt es ein Thema oder eine Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch die neuen Stücke zieht?
Matze: Die Texte sind sehr unterschiedlich und behandeln viele verschiedene Themen. Was bei uns eigentlich immer vorhanden ist, ist ein positiver Vibe und das Vermitteln von Lebensfreude. Wir haben diesmal wieder ein Trinklied dabei, aber auch Themen wie unsere Jugend ohne Internet, den Neustart nach einer schwierigen Phase, die nicht erwiderte Liebe oder einfach das schöne Gefühl des Sommerurlaubs verarbeitet.

Wenn im Studio nicht alles nach Plan läuft
VRR: Im Studio geht nicht immer alles glatt. Gab es schon eine Aufnahme-Panne, einen Lachanfall oder einen Moment, der euch besonders in Erinnerung bleiben wird?
Matze: Eigentlich kommen immer wieder witzige Momente vor, in denen wir zusammen oder über jemanden lachen müssen. Sei es ein extrem schlecht gesungener Part, eine Note, die man partout nicht trifft oder völlig bekloppte Textvorschläge, wenn wir eine Änderung machen wollen.
VRR: Produzenten und Tontechniker prägen den Klang oft stark mit. Wie wichtig ist euch der Austausch mit dem Produzenten und wie sehr lasst ihr euch auf neue Ideen von außen ein?
Matze: Der ist uns sehr wichtig und wir sind immer offen für Ideen von außen. Wir haben uns diesmal mit unseren Produzenten Simon und Dennis bewusst die Zeit genommen, unseren Sound weiterzuentwickeln was man auf dem Album auch hören wird.
VRR: Im Studio zählt jedes Detail. Seid ihr eher Perfektionisten, die jeden Ton zigmal aufnehmen, oder vertraut ihr auf den ersten, ehrlichen Take?
Matze: Im Grunde sind wir alle eher die Perfektionisten. Da das aber ziemlich schnell sehr viel Zeit kostet, kann man nicht alles zigmal aufnehmen. Manchmal stellt man auch fest, nachdem man einen Take 20-mal aufgenommen hat, dass doch bereits der Erste am besten war. Man muss also irgendwann mal sagen, das passt jetzt so. Oder wie wir sagen würden: Wir nehmen den, er kann es halt nicht besser.
VRR: Viele unterschätzen den Aufwand hinter einem Album. Wie anstrengend und detailreich ist so eine Studioarbeit wirklich und was kostet euch dabei am meisten Energie?
Matze: Von der ersten Idee bis hin zu einem Album mit elf bis vierzehn Songs vergehen bei uns meistens viele Monate oder Jahre intensiver Arbeit. Wenn es ins Studio geht, ist einer der schwierigsten Teile bereits erledigt. Denn von einer Idee zu einem fertigen Song, der uns wirklich gefällt, kann es zwischendurch sehr anstrengend werden. Mal passt das nicht, mal das nicht. So vergehen viele Stunden und man steckt sehr viel Kreativität hinein, die man leider nicht immer auf Knopfdruck einschalten kann. Im Studio selber ist es dann das anstrengendste, die bestmögliche Performance abzuliefern, aufzunehmen und festzuhalten.

Zwischen Lebensfreude und echten Geschichten
VRR: Jede Aufnahme bringt neue Herausforderungen mit sich. Sind Studio-Sessions für euch jedes Mal eine komplett neue Erfahrung oder gibt es Abläufe, die sich über die Jahre eingespielt haben?
Matze: Mittlerweile sind wir darin ja schon etwas erfahrener, sodass es im Großen und Ganzen schon immer nach ähnlichem Muster abläuft. Die Vorgehensweisen unterscheiden sich hier und da je nach Produzenten ein wenig, aber das ist kein Problem.
VRR: Im Studio hat man viel Zeit, über jeden Ton und jede Zeile nachzudenken. Was macht diese Phase mental mit euch? Verdenkt man irgendwann die Songs oder hilft euch das, noch tiefer in die Musik einzutauchen?
Matze: Da man jede Zeile sehr häufig durchgeht, kommt es ab und an vor, dass zum Beispiel während der Aufnahmen auffällt, dass textlich etwas nicht passt oder besser sein könnte. Die Zeit im Studio ist aber begrenzt, sodass man immer schnell eine Lösung finden muss, wenn etwas plötzlich doch nicht mehr passt oder einfach nicht funktioniert. Dann ist wirklich blitzschnell Kreativität gefragt, um den Song fertig zu bekommen. Das ist uns zum Glück gelungen und wir freuen uns jetzt auf die fertigen Mixe.
Unterm Strich steht fest: GEBOREN FÜR DIE EWIGKEIT bringt elf neue Songs, die laut Band genau das liefern sollen, was man von Rockwasser erwartet und vielleicht noch ein Stück mehr. Die Veröffentlichung des Albums ist für den 13. November 2026 geplant. Einen Tag später folgt die Rekord-Release-Show am 14. November 2026 in der Fabrik Coesfeld, bei der auch Grenzenlos und AMPEX als Special Guests mit am Start sind. Wer also auf ehrlichen und lauten Rock steht, sollte sich diesen Termin besser fett im Kalender markieren.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Crew | Redaktion
Schon als kleiner Stöpsel bin ich mit deutscher Rockmusik groß geworden. Die Böhsen Onkelz waren selbst in der fünften Klasse schon Pflichtprogramm. Eine kurze Abschweifung in ein anderes Genre hat mich trotzdem wieder sehr schnell auf die richtige Bahn gebracht.
Kurze Zeit später fanden auch Musikrichtungen wie Punkrock, Metal oder Alternativrock ihren Weg zu mir. Ich bin offen für Neues aber meiner Linie werde ich auf ewig treu bleiben.







