Fünf (+) Songs gegen Faschisten und Arschlöcher – Teil 3

Es gibt Songs, die wollen nicht nett moderieren. Sie wollen stören, nerven und genau dahin treten, wo braunes Gedankengut sich gerne bequem macht. Teil 3 unserer Rubrik wird deutschsprachig, rotzig und ziemlich eindeutig. Diesmal geht es nicht um Hochglanz-Antifa fürs Festivalshirt, sondern um Songs, die nach Proberaum, Straße, Tresen und Ansage klingen. Fünf Nummern, fünf Mittelfinger und keine Ausrede fürs Wegducken.

White Sparrows – „Keine Alternative“

White Sparrows liefert hier keinen verkopften Kommentar, sondern Punkrock mit offenem Visier. „Keine Alternative“ trifft genau diesen Punkt, an dem man keine Lust mehr hat, rechten Unsinn als normale Meinung durchzuwinken. Der Song ist direkt, angepisst und macht klar, wer Menschenfeindlichkeit verharmlost, bekommt keine Kuschelecke.

Harte Worte – „H.D.F.F.D.S.”

Der Bandname ist hier keine Deko. Harte Worte liefert mit „H.D.F.F.D.S.“ genau das, was man erwartet: keine Diplomatie, keine Ausweichbewegung, keine weichgespülte Mitte. Der Song wirkt wie ein Türsteher für die eigene Haltung. Wer Faschos relativieren will, kommt hier nicht hinein.

Zaunpfahl – „Lilo Meier“

Zaunpfahl erzählt nicht aus dem Seminarraum, sondern aus dem Alltag. „Lilo Meier“ wirkt gerade deshalb so stark, weil der Song diese hässliche Normalität greifbar macht, die man viel zu oft aus Kneipen, Familienfeiern oder Kommentarspalten kennt. Kein sauber polierter Polit-Punk, sondern ein kantiger Blick auf das, was viele lieber überhören.

Alles mit Stil – „Alerta“

„Alerta“ bringt Druck, Rhythmus und moderne Härte in diese Liste. Alles Mit Stil macht daraus keinen nostalgischen Punk-Moment, sondern einen wuchtigen Song mit klarer Warnlampe. Der Titel ist Programm. Augen auf, Maul auf und nicht erst reagieren, wenn es zu spät ist.

Swiss – „Linksradikaler Schlager“

Swiss nimmt den Schlager an die Hand, zieht ihm die Sonntagsjacke aus und stellt ihn mitten in die Demo. „Linksradikaler Schlager“ ist albern, provokant und trotzdem erstaunlich treffsicher. Genau deshalb funktioniert der Song. Er nimmt sich nicht zu ernst, aber seine Haltung schon.

Fazit: kein Platz für gemütliches Wegsehen

Teil 3 zeigt, dass antifaschistische Songs nicht alle gleich klingen müssen. Sie dürfen rotzig, wütend, erzählerisch, modern oder komplett drüber sein. Wichtig ist, dass sie nicht neutral bleiben, wenn Neutralität längst zur Ausrede geworden ist. Welche Songs gehören in den nächsten Teil? Schreibt es uns in die Kommentare. Wir sammeln weiter.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Crew | Fotograf

Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.

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