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WarnSinn: Deutschrock aus der Lüneburger Heide

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Unter dem Bandnamen Unit, ab dem Jahr 2006, tingelten der Gründungsvater der Band und heutiger frisch gebackener Familienvater, Bormaschinenservicetechniker und Bassist Tobias, sowie der 2,07 m lange Schichtleiter in der Lebensmittelindustrie, Sänger Thorsten, mit 2 weiteren Musikern bis 2010 als Coverband um Walsrode herum. Da die Jungs aber den Ehrgeiz hatten, mehr zu erreichen, gründete man sich 2010 zu WarnSinn neu. Von nun an war das Ziel, eigene Texte zu schreiben und Songs zu komponieren. Jetzt wollte die Band abliefern. 

Ein Album, eine EP, zwei Bandmemberwechsel und 10 Jahre  

2012 brachten WarnSinn, und so nennen Sie es selber, ihr Demoalbum, EINSTEIGER auf den Markt. Tobias erzählt: “Wir haben das zwar mit einem Produzenten aufgenommen, der mischt aber eher als Hobby und macht das nebenbei auf semiprofessionelle Art. EINSTEIGER haben wir mit ihm bei uns im Proberaum aufgenommen. So klingt das dann halt auch. Aber wir denken für ein Debütdemoalbum ist das das gar nicht so schlecht geworden. Erst 2016, mit der EP ROCKSTARLADY, haben wir uns dann mit dem Produzenten Thomas Staedler dran gemacht, das Ganze anständiger anzugehen. Ein top Typ. Ehrlich, sachlich und auch nicht immer einfach. Der stand vor uns und sagte, er könne uns das abmischen, aber eines müssten ihr wissen: Ein Mischpult ist wie eine Klärgrube. Wenn Scheiße reinkommt, kommt auch Scheiße wieder raus.”

Zu diesem Zeitpunkt war der Vertriebsmitarbeiter Basti schon seit mehr als 6 Jahren der Neue an der Gitarre und Flo besetzte noch das Schlagzeug. Im Gegensatz zu EINSTEIGER merkt man deutlich den Unterschied in der Produktion. Knackiger, Pogo tauglicher Deutschrock mit zügigen Gitarren, die von den Drums massiv unterstützt werden, eine eingehende, angeraute Stimme und drückendem Bass. Ja, es ist Deutschrock, jedoch merkt man irgendwie, dass die Jungs vom Lande sind. Die 6 Songs haben einen wunderbaren und dabei nicht übertriebenen Touch von Country, von hart bis sanft, inklusive einer lieblichen Frauenstimme. Während dieser Zeit absolvierte die Band, etliche Auftritte in Ihrer Heimat und versuchte Ihr “normales Leben” mit dem der, der Band in Einklang zu bringen. 

Jetzt reinhören:

 Bandprobetag und überschaubares Bandbudget  

“Wir alle arbeiten Vollzeit. Zum Teil in drei Schichten, auf Montage und haben Familie. Sicher haben wir eine Band, aber Familie und Arbeit gehen vor und so haben wir uns den Sonntag als Bandprobetag fest eingeplant. Hinzu kamen dann Liveauftritte, für die auch geprobt werden musste und so blieb relativ wenig Zeit, an neuen Sachen zu arbeiten oder eben ein neues oder mehrere Alben aufzunehmen. Natürlich spielt auch das Finanzielle eine Rolle. Beide Veröffentlichungen haben wir finanziell, selbst gestemmt.” 

Die vorerst letzte Änderung in der Bandzusammenstellung war im Jahr 2019. Aufblende und Auftritt vom Medienkaufmann und neuem Nesthäkchen, Julian. Der jüngste im Bunde löste Flo an den Kesseln ab und brachte gleichzeitig sein Talent zum Texten mit ein. So meinte Basti ganz beiläufig: “Also bei den Texten, die jetzt von ihm sind und die wir mit Julian zusammen gemacht haben, geht mir schon mal voll einer ab.” 

Die Bandchemie stimmt  

Seit 2020 arbeiten die Jungs voll motiviert daran, neue Songs zu schreiben und erste Rohfassungen aufzunehmen. Hier darf jeder seinen Senf dazugeben. Oft bringt Basti schon erste musikalische Ergüsse mit und präsentiert diese. Und schon schlägt Sänger Thorsten die Hände über dem Kopf zusammen. “Der Basti, wenn der Songs schreibt, dieser Virtuose, dann kann ich mich auf was gefasst machen…! Aber alle anderen auch, denn seine Texte mussten wir erstmal in die Musik reingepackt bekommen.” Thematisch werden WarnSinn in ihren Texten alles abliefern, was der Deutschrockjunkie so braucht. Alkohol, Party, Herzschmerz, Lügen. Eben alles, was wir so lieben oder auch hassen. Da alle zu den Songs etwas beitragen, wird es der neuen Platte guttun, dass die Musikgeschmäcker der Member recht unterschiedlich sind.

Tobias ist der Klassiker. Bei ihm laufen Böhse Onkelz und Frei.Wild. Sänger Thorsten hört gerne die klassischen Heavy Metal Sachen und wenn es um Gesang geht, schwört er auf Kings of Leon. “Das zieh ich mir, wegen dem Gesang, sooo gerne rein”, erzählte er. Gitarrist Basti läuft eher bei Klassik Rock, wie Led Zeppelin, Black Sabbath oder Guns `N` Roses zur Höchstform auf. Und der Jüngste im Bunde, Julian, wirkt etwas aufgeregt, wenn er von seinen musikalischen Vorbildern spricht. Da fällt als erstes Mal der Name Lars Ulrich und dann kommen Local Bastards, ArtefucktKärbholz und BRDIGUNG. Aber auch Nickelback feiert er. 

Wie beim Militär. Die 2 Bier Regel. 

Im Laufe Ihrer Liveauftritte sind schon so einige lustige, verrückte und peinliche Momente von Seiten der Band abgeliefert worden. Tobias, eigentlich derjenige in der Band, der alle anderen antreibt, hatte es bei einem, bzw. vor einem Auftritt mit Jim Beam und Bier etwas übertrieben. Die Jungs waren froh, dass er auf der Bühne noch seinen Bass halten und in letzter Sekunde des Intros, noch den Stecker seines Basses in den Verstärker stecken konnte. Mit Kippe im Mund, trotz Rauchverbot, pöbelte er kurzerhand auch noch das Publikum an. “Was ´n´ los hier, na ihre alten Säcke! Wir sind hier doch nicht auf ´nem Altennachmittag?” Jedoch entpuppte sich dieser Auftritt als großer Erfolg. Die Meute vor der Bühne ging richtig ab und Merch und CDs waren ausverkauft. Trotz allem, galt dann ab sofort die Regelung: “Nur noch zwei Bier vor dem Auftritt und für Tobias kein Jim Beam mehr.” Wer mehr solche Geschichten hören möchte, der darf sich gerne die Frage-Antwortstunde der Jungs mal ansehen und anhören.

Teil zwei wird mit Sicherheit folgen. Die Idee dazu lieferte Schlagzeuger Julian. Geboren eigentlich aus einer Schnapsidee, weil auch Corona und dadurch die Abstinenz zu den Fans da war, machte die Band einen Aufruf im Social Media: Ihr stellt Fragen, egal welche, egal wie blöd, doof oder irrsinnig, sie beantworten die Fragen.  “Wir wollten einfach mal wieder mehr im Social Media aktiv werden. Und da wir ja so langsam an einem neuen Album arbeiten, hielten wir das für eine gute Idee, wie sich gezeigt hat.” 

Der Plan steht 

Es wird definitiv ein neues und mit sehr viel Herzblut produziertes Album geben. Die Motivation dazu merkte ich auch beim Videointerview mit allen Bandmitgliedern. Thorsten, Basti, Tobias und Julian waren mit enormem Engagement, Leidenschaft und Spaß am Start. Wie oben erwähnt, ist Zeit bei den Bandmitgliedern rar gesät. Aber sie sind optimistisch, dass bis spätestens Herbst 2022 ein neuer Silberling vorliegt. Die Jungs wollen puren Deutschrock auf ihre Art und Weise abliefern.  

Das Schlusswort der Band 

“Danke für das Interview. Besucht uns mal auf den allseits bekannten Social Mediakanälen. Wir geben regelmäßig was zum Besten. Rock On! Freut Euch, wir geben Gas um unser neues Album so schnell wie möglich an den Mann und die Frau zu bringen. Behaltet uns auf dem Schirm! Vielen Dank sagen Thorsten, Tobias, Basti und Julian von WarnSinn. 

Jörg Hentzgen
Jörg Hentzgen
Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen.Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal á la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: “Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.
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