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Rückhalt – jung, frisch, motiviert

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Lesedauer
3 Minuten

RÜCKHALT

Den Startschuss gab der ehemalige Frontmann und Bassist Florian Weiß. Er gründete 2017 im thüringischen Nordhausen die Band Rückhalt. Gleich einmal vorneweg. Der Name hat keinen Bezug auf den Schriftzug des allseits bekannten Vereins. Nach 4 Jahren Bandgeschichte sind die Herren nun dabei, ein komplettes Album aufzunehmen. Höchste Zeit die Bande und ihr Tun genauer zu hinterfragen.

Rückhalt die Spitznamencombo

Denker ist 31 Jahre und steht am Mikro. Der 26-jährige Schetti spielt die Rhythmusgitarre. Die zartbesaitete Fraktion am Bass übernimmt der 34 Jahre alte Borki. Auf dem Drum Hocker nimmt der 30-jährige Ströhli Platz und Jüngster im Bunde ist mit 22 Jahren Joni, der die Leadgitarre traktiert. Musikalisch, so spricht die Band, kann man ihre Musik auf Deutschrock/Punk runterdampfen. Sie lassen aber den Blick über verschiedene Tellerränder der Musik nicht aus. Wie bei etlichen anderen Bands auch, ist alles aus einer Bierlaune heraus entstanden.

Vitamin B und leibliches Wohl

Die Bandmember haben sich durchweg organisiert, damit die Aufgaben breit verteilt werden. Grundkonzepte und Texte für die Lieder kommen meist von Schetti und Denker – jetzt macht der Name Sinn. Bis zum finalen Song arbeiten alle am neuen Liedgut. Borki und Denker verwalten das Vitamin B. Sprich, sie kümmern sich um alle organisatorischen Belange. Schetti ist auch noch der Mann für die Social Media Abteilung. Ströhli hat den wichtigsten Job: er ist der Proberaummanager. Aufräumen, putzen, Getränke auffüllen und an Grillabenden für das leibliche Wohl sorgen. Joni ist der Mann für die Technik. Von der Bühne bis zur Webseite, alles was mehr als ein Smartphone braucht, ist sein Metier.

Manche Dinge brauchen Zeit – Musik, Texte, Video

Bis zum ersten Video der Band sind 3 Jahre ins Land gezogen. Manche Dinge brauchen eben Zeit, äußert sich Rückhalt. „Wir mussten als Band reifen und uns finden. In dieser Zeit haben wir musikalisch viel probiert und auch Erfahrungen miteinander und auch auf technischer Ebene gesammelt. Das brauchte Zeit.“ In Liedern wie „Bomben fallen“ oder „Goldener Käfig“ weisen sie auf Missstände hin, die korrigiert werden müssen. Titel wie „Die Zeit“ und „Deine Worte“ stehen für Verarbeitungshilfen für Ereignisse in ihren Leben. Zwei Videos, eine Proberaumaufnahme und ein paar Livemitschnitte stehen momentan zur Besichtigung auf den Online Portalen. Nach eigenen Worten der Band, ist das in heutiger Zeit ein doch recht kleiner Maßstab, den sie bei ihren Videos abgeliefert haben. Dennoch waren sie sehr aufgeregt und euphorisch als diese online gingen.

Konzerte und Online Präsenz

Schon so einige Liveauftritte durften Rückhalt absolvieren. Und nicht nur in ihrer unmittelbaren Umgebung. Das Bookwood-Festivel 2021 war eines der Highlights. Das Online-Festival der Villa Lampe in Bischofferode bezeichnet die Band als ungewohnt geil. „Es war das erste Mal, dass wir nur vor Kameras aufgetreten sind. Ein besonderes Erlebnis.“ Seit geraumer Zeit ist die Präsenz der Band im Online Sektor stark gestiegen. Das liegt zum einen daran, dass keine Liveauftritte möglich sind und kaum Kontakt zu anderen Menschen erlaubt ist. Somit wollten und wollen sie diese unwirkliche Zeit, mit Hilfe der Social Media kompensieren. Zum anderen befinden sich die Jungs gerade im Studio, um ihren ersten Silberling einzuspielen.

Live-Konzert Ausschnitt

Das Debütalbum und ein Trostpflaster

Hier zeigt sich die Band bedeckt – verständlicherweise. Nichts desto trotz haben wir doch einige Informationen ergattern können. Das Erstlingswerk wird in ihrer Heimat Nordhausen bei Stefan Kiel in seinem One-In-One Studio mit weiterer Hilfe von Stephan Ernst und Dave aufgenommen. Zwei Hände voll Songs erwarten Euch und erscheinen soll es noch in diesem Jahr. Den Namen erfahren wir noch nicht. Aber so viel steht fest. Das Album wird es auch in physischer Form geben. Als Trostpflaster für nur ein paar Informationen, dürfen wir uns aber darauf freuen, dass Rückhalt beim nächsten Boersma Records-Sampler 110 PROZENT DEUTSCHROCK mit vertreten ist.

Bodenständig und realistisch

In ihren letzten Worten sprechen die sympathischen Fünf klar und deutlich ihre Zukunftswünsche und Perspektiven aus: „Einschätzung unserer Chancen in der Szene? Das tun wir eigentlich nicht. Wir wissen ja nicht, was in Zukunft passiert. An erster Stelle steht erst einmal das Debütalbum. Und live wollen wir unbedingt wieder spielen. Das brennt uns mächtig unter den Nägeln. Wir sind dankbar für jeden, dem wir mit unserer Musik Freude machen können. Oder mit dem wir in Kontakt treten können. Besonders danken wir allen, die uns in den letzten Jahren unterstützt haben. Durch diese Menschen sind wir da, wo wir jetzt sind. Danke.“

Jörg Hentzgen
Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen. Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal á la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: “Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.

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