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Musik in Filmen, so wichtig wie das Salz in der Suppe 

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Was gehört zu einem guten Spielfilm? Außer einer spannenden Story, dem Thema, guten Schauspielern und einer erstklassigen Produktion? 

Ein Soundtrack. Lieder, die während des Films eingespielt werden, um die Stimmung und die Situation für den Betrachter zu steigern. 

Für unser Magazin habe ich mal in meinem Portfolio nachgeschaut, was sich so anbietet. Vielleicht wird ja der ein oder andere, so auf einen Film aufmerksam. 

Hollywood nutzt die Kraft der Rockmusik 

Vereinzelt findet man in großen und auch kleinen Blockbustern gute Rockmusikstücke. 

Zum Beispiel in Martin Scorsese´s DEPARTED – UNTER FEINDEN mit Leonardo di Caprio, Matt Damon und Jack Nicholson. Die Kamera fährt an den Gefängniszellen vorbei, zeigt die Inhaftierten und die Dropkick Murphys ballern durch die Boxen. 

Beispielsweise bei RESIDENT EVIL geben sich Killswitch Engage die Ehre, bei MORTAL KOMBAT ist es Napalm Death, bei ACE VENTURA sogar Cannibal Corps und der Klassiker natürlich Guns`N`Roses bei TERMINATOR. Und die ganz großen Produktionen krallen sich dann Metallica oder Limp Bizkit für MISSION IMPOSSIBLE. 

Bitte mehr davon 

Was aber schaut man sich an, wenn man gerne über die fast gesamte Spielzeit des Films mit guter Musik beschallt werden möchte? Zum einen kann man sich gleich Filme reinziehen, die offensichtlich Musikfilme sind. 

Ein richtiger Klassiker, ROCK´N´ROLL HIGHSCHOOL, aus dem Jahr 1979. Die Schüler interessieren sich mehr für Rock, wie für die Schule. Schallplatten werden von den Lehrern verbrannt, woraufhin die Schüler mit den Ur-Punks The Ramones zusammen die Schule besetzen. Die Ramones selbst spielen in diesem Film mit und trugen hierzu auch ihr gleichnamiges Album bei. 

Dann wäre da noch, ganz klar, WAYNE´S WORLD mit Mike Myers aus dem Jahr 1992. Eine lustige Komödie über zwei durchgeknallte Heavy Metal Fans. Hier bekommen wir Klassiker aus Rock, Hard Rock und Metal präsentiert. 

Queen, Black Sabbath, Red Hot Chili Peppers, Jimi Hendrix, Ugly Kid Joe, Alice Cooper oder Eric Clapton geben sich die Klinke in die Hand. Paaarty tiiime! 

Wer es aktueller mag und vollendeten Film und Musikgenuss vorzieht der kommt an Metallica´s METALLICA TROUGH THE NEVER und an den, mit Recht an Auszeichnungen überhäuften Film, BOHEMIAN RHAPSODY, über die Geschichte von Sänger Freddie Mercury und der Band Queen, nicht vorbei. 

4 empfehlenswerte (nicht Blockbuster) Filme und ihre Musik 

Begeben wir uns mal auf Suche, welche guten Filme auch gute Soundtracks haben. 

Empfehlen kann ich da JUDGMENT NIGHT – ZUM TÖTEN VERURTEILT. 4 Männer fahren mit einem geliehenen Wohnmobil zu einem Boxkampf. Das wollen die Männer zumindest, kommen dort aber nie an. Als sie in einen Stau geraten, wollen sie eine Abkürzung nehmen und landen in einem Ghetto. Dort werden sie Zeuge eines Verbrechens. Werden von den Tätern gesehen und werden fortan gejagt. Der Soundtrack war zur damaligen Zeit, 1993, bahnbrechend. Man könnte fast sagen, die Geburtsstunde des Crossover. Namhafte Rap und HipHopBands kooperierten mit ebenso gehandelten Metal und Hardcorebands. Kostprobe gefällig? 

Helmet mit House of Pain, Slayer mit Ice-T, Pearl Jam und Cypress Hill oder Biohazard und Onyx. Einen ähnlichen Soundtrack findet ihr bei der Comicverfilmung zu Spawn. Hier sind es Rockstars wie Marilyn Manson oder Korn, die mit dem Elektro kooperieren, ein DJ coverte sogar For whom the bell tolls. 

Weiter im Programm mit DER BLUTIGE PFAD GOTTES und den MacManus Brüdern, Connor und Murphy. Von einem Tag auf den anderen werden die Brüder durch „göttliche Fügung“ zu Helden in ihrem Viertel in Boston. Am St. Patricks Day verprügeln sie, zusammen mit ein paar Saufkumpanen, 3 Männer der russischen Mafia. Von da an läuft es so gut mit dem Verprügeln von bösen Buben, dass sie bald als Heilige verehrt werden. Was liegt da näher als Irish Folk und Rock als Soundtrack, die im Film regelmäßig auftauchen und die Stimmung der Szenen noch intensiver wirken lassen. Da bekommt man garantiert Bock auf ein Kilkenny. 

Es existieren 2 Alben, die sich auf diesen Film und seiner Fortsetzung beziehen. Einmal ein offizieller Soundtrack, THE BOONDOCK SAINTS 2: ALL SAINTS DAY und ein inoffizieller Soundtrack, der von der gleichnamigen Band The Boondock Saints stammt und den Titel RELEASE THE HOUNDS trägt. Der Bandleader ist Troy Duffy, dieser führte auch Regie und schrieb das Drehbuch für diesen Film.  

Der Titelsong beider Filme, „Blood Of Cu Chulainn“, wird gespielt von Jeff und Mychael Danna. 

Ein dramatischer Film dahingehend ist KIDS aus dem Jahr 1995. Die Haupthandlung spielt sich an einem Tag ab. Er handelt von einer Gruppe Jugendlicher in New York, insbesondere von dem Hauptprotagonisten Casper. Im Leben der „Kids“ dreht sich alles um Spaß, Party, Drogen, Sex und Skateboard fahren. Aber an eine Gefahr haben einige der Teenager nicht gedacht. AIDS. Beängstigend eindrucksvoll greift der Film die HIVProblematik auf. Abgesehen von den Beats im Film, die zum größten Teil von Folk Implosion einfließen, bietet der Soundtrack noch on Top U2, Beastie Boys und HipHop Künstler wie O.C und A Tribe Called Quest. In diesem Spielfilm harmoniert die Musik mit der Handlung unglaublich gut. 

BOMB CITY ist ein Film nach einer wahren Geschichte. Er basiert auf dem Tod von Brian Deneke. Ein Punk in einer Kleinstadt in den USA. Er und seine Freunde wollen nichts anderes als Spaß haben, Konzerte organisieren und ihr junges Leben genießen. Wären da nicht die Highschool Kids, die die Punks ständig anpöbeln und provozieren. Irgendwann platzt dann die Bombe und alles eskaliert. Es gibt Verletzte, einen Toten und eine Gerichtsverhandlung, die später in den USA, eine Debatte über die Ungerechtigkeit in der amerikanischen Justiz nach sich zieht. Der Film wurde mit wenig Budget produziert und auch nur in 17 Städten gezeigt. Wer Punk und Punkrock mag, darf sich gerne diesen Film geben. 

Jörg Hentzgen
Jörg Hentzgen
Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen.Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal á la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: “Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.
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