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KrawallBrüder provozieren Fangemeinde

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Screenshot des Beitrags vom 03.05.2020

Mit einem Post zu einer Petition gegen Zwangsimpfungen überraschten uns die KrawallBrüder gestern Abend. Innerhalb weniger Minuten kochten die Gemüter in den Kommentarspalten. Während die einen den Brüdern lobend beipflichteten, drohten die anderen damit, die Band aufgrund ihrer Meinung zu boykottieren. Die sonst eingeschworene Fangemeinde spaltete sich in gegensätzliche Lager. Inzwischen ist der Post, der zu schäumenden Hassbotschaften führte, nicht mehr online. Stattdessen klärten die KrawallBrüder auf, was sie eigentlich mit ihrer provokanten Aktion zeigen wollten:

Wir gehen mal davon aus, dass wesentlich weniger Leute sich die Mühe machen werden, diesen Beitrag hier zu lesen, als den plakativen Post von gestern Abend mit Schaum vor dem Mund zu kommentieren und zu agieren. 

Wir wollten euch verdeutlichen, dass es in dieser Zeit umso wichtiger ist:
1. Zusammenhänge zu sehen (Der Beitrag hatte nichts mit Corona, Bill Gates oder Ähnlichem zu tun).
2. Nicht immer wild darauf los zu diskutieren und sich gegenseitig fertig zu machen. Es kamen viele gute, fundierte, zweifelnde Kommentare, aber auch einige völlig neben der Spur. Wir dachten auch, dass noch mehr Leute unsere Seite entliken würden. Merkt euch eins: Loyalität, vor allem untereinander, nicht nur KB Fans, sondern Menschen/Gesellschaft ist eines der wichtigsten Güter.
3. Das große Ganze zu sehen. Selbst in der Band sind die Meinungen über diese verhältnismäßig harmlose Masernimpfung gespalten, dennoch, das Wort “Zwang” ist nicht das, was wir für uns, unsere Kids und unser Leben wollen. 

So kam es zum Post. Sorry für die Aktion gestern, es ging nicht darum euch vorzuführen, sondern darum in der Zeit, in der man von allen Seiten andere Infos bekommt, selbst klar zu bleiben und nicht zu vergessen, was das Wichtigste ist:
Die Familie – Freundschaft – Loyalität …und ein bisschen Gehirn.
Pascal – Flo – Swen – T.O.M.” 

Mit ihrer Aktion halten die KrawallBrüder uns allen den Spiegel vor und beweisen, wie leichtfertig unsere Gesellschaft mit den digitalen Medien umgeht. Schnell bekommt ein eigentlich harmloser Beitrag zu einer Petition einen verdammt bitteren Beigeschmack. 

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 26 Jahre alt, habe Punk-, Deutschrock und Metal quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Frühzeitig von meinen Schwestern mit "Die Toten Hosen" beschallt, hat mich das Fieber endgültig auf meinem ersten "Die Ärzte" Konzert 2007 erwischt. Heute stolpert man mir regelmäßig auf diversen Konzerten und Festivals über die Füße. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich. Mein Motto? "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"
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