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Ghetto Royal: Deutscher Rock mit 90’s Vibes

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VRR: Der Name Ghetto Royal“ läuft mir erstmals über den Weg. Stellt euch doch mal den genauso Unwissenden vor.

Michael Ammon: GHETTO ROYAL gibt es offiziell seit 2018. An ersten Songs habe ich aber schon 2, 3 Jahre zuvor im Studio gearbeitet. Das lief alles neben meinem Soloprojekt und ging schon in eine deutlich härtere Richtung. Irgendwann kamen wir dann an einen Punkt, wo klar wurde: Das Kind braucht einen eigenen Namen und muss raus in die Welt!

In welche Schublade dürfen wir euch musikalisch stecken?

Michael Ammon: Nachgesagt wird uns, dass wir “deutschen Rock mit 90’s Vibes, aber irgendwie fresh & anders” machen. Das ist der Grundtenor nach Konzerten oder Veröffentlichungen. Da fielen auch öfters mal Vergleiche von Nirvana, Muse, Madsen, Onkelz, Hosen, Distillers, Frank Carter & the Rattlesnakes bis hin zu Marilyn Manson… Ich persönlich finde, dass wir einen ganz eigenen Style haben, aber womit man letztlich assoziiert wird, lässt sich sowieso nicht steuern. Zumindest wollen wir das auch gar nicht erst versuchen. Aber wir haben definitiv kein Problem, mit solchen Hausnummern verglichen zu werden. (lacht)

Ihr plant für 2020 euer Debütalbum. Was können wir erwarten?

Michael Ammon: Es wird auf alle Fälle rockig, dreckig & pompös. (lacht) Das Material ist breit gefächert und kam auf den Konzerten extrem gut an. Da ist von großen Hooks, fuzzigen Mitsing-Refrains, bis rotzigen Punkrock eigentlich alles dabei, was das Herz begehrt. Wir sind auf alle Fälle schon gespannt, wie es ankommen wird.

Erste Singles habt ihr bereits veröffentlicht. Produziert ihr die Songs und die Videos dazu alle selbst?

Michael Ammon: Größtenteils. Wir haben an den Songs für unser Debütalbum jetzt über vier Jahre in mehreren Studios gearbeitet. Da steckt also gallonenweise Herzblut und eine Menge Kohle drin! Beim nächsten Album werden wir da auf alle Fälle schneller sein! Wir haben bereits unglaublich viel an neuem Songmaterial, welches bereits in Vorproduktion ist und vielleicht auch schon nächstes Jahr erscheint.

Habt ihr Unterstützung von einem Label in Aussicht? 

Michael Ammon: Das würde natürlich einiges erleichtern! (lacht) Wir sind derzeit noch bei keinem Label unter Vertrag, aber in Kontakt mit motivierten Menschen, die mit uns arbeiten wollen. Wir suchen derzeit ja auch ganz speziell nach dem richtigen Team, das uns fühlt und auch die nötigen Mittel & Kapazitäten hat.

Worauf legt ihr bei euren Songs besonderen Wert?

Michael Ammon:  Dass sie authentisch sind, einem was abverlangen und Leute erreichen. In welcher Form auch immer. Ich lege beim Schreiben von Songs in gleichem Maß Wert auf Text und Melodie. Wenn einer der beiden Faktoren Schwächen aufweist, funktioniert ein Song für mich nicht. Zumindest nicht auf Album-Niveau und live könnte ich ihn auch nicht selbstbewusst performen. Vermutlich eine Art natürliche Auslese. (lacht) Wir haben hierbei das Glück von Anfang an im Studio arbeiten zu können. Diese Herangehensweise hat sich für uns auch als extrem produktiv herausgestellt. Da wird dann eben dran gearbeitet, arrangiert und rumgetüftelt. Aber wenn ein Song nicht relativ flott catcht, kommt er in die Tonne!

Auch eine Tour steht im Raum. Für wie realistisch haltet ihr das Vorhaben nach den aktuellen Ereignissen?

Michael Ammon: Wir müssen natürlich auch alle Termine verschieben und hoffen, auf allen Festivals dann nächstes Jahr spielen zu können. Natürlich freut man sich drauf, live zu spielen und es ist einfach auch eine der wenigen Möglichkeiten, heutzutage als Künstler noch Einnahmen zu generieren. Aber das ist jetzt einfach höhere Gewalt – ohne Wenn und Aber. Da hilft kein Jammern, sondern Weitermachen.

Mit vorherigen Bandprojekten standet ihr bereits mit Bands wie Revolverheld oder Schandmaul auf der Bühne. Wer kommt als Nächstes?

Michael Ammon: Da schwirren einem jetzt natürlich die ganz großen Namen durch den Kopf.  Und da gibt es auch durchaus noch ein paar Artists, die bei der Support-Auswahl ein Wörtchen mitreden und andere Bands damit pushen wollen. Wir sind definitiv für alle Schandtaten bereit!

Als Newcomer in der Szene Fuß zu fassen, ist nicht einfach. Was wünscht ihr euch für eure Zukunft als Band und wie können unsere Leser euch dabei unterstützen?

Michael Ammon: Wir wünschen uns, dass wir so viele Leute wie möglich erreichen! Sowohl musikalisch, als inhaltlich! Dazu kann natürlich jeder beitragen, indem er uns seinen Freunden weiterempfiehlt. Von den geilsten Songs & Bands habe ich meistens durch simple Mund-zu-Mund-Propaganda erfahren. Ich bin mir auch sicher, dass es Menschen en masse gibt, die mit Cloudrap & Co. absolut nichts anfangen können und die immer auf der Suche nach neuer, geiler, harter Mukke sind. Jung wie alt. Hoffentlich ist da bald auch wieder seitens Labels und Redaktionen mehr Mut zur Vielfalt! Es gibt aber natürlich auch immer noch tolle Redaktionen wie eure, die Rockmusik nach wie vor supporten und für ihre Hörer und Leser immer einen Geheimtipp auf Lager haben! Das finde ich ultra stark und wichtig – Danke dafür!

Danke für eure Zeit und wir wünschen schon jetzt viel Erfolg bei euren Projekten.

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 26 Jahre alt, habe Punk-, Deutschrock und Metal quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Frühzeitig von meinen Schwestern mit "Die Toten Hosen" beschallt, hat mich das Fieber endgültig auf meinem ersten "Die Ärzte" Konzert 2007 erwischt. Heute stolpert man mir regelmäßig auf diversen Konzerten und Festivals über die Füße. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich. Mein Motto? "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"
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