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Fräulein Tonspur – Interview

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Fräulein Tonspur veröffentlichen am 8.2.2019 ihr Debütalbum “Wir sind hier”. Im Interview erzählen sie über ihr Album, die schwierige Findungsphase der jetzigen Bandbesetzung und ihre Pläne für 2019.

VRR: Was dürfen eure Hörer von eurem Debütalbum “Wir sind hier” erwarten?

Fräulein Tonspur: Unsere Hörer dürfen einiges erwarten bei unserem Debütalbum. Texte über alltägliche Themen, die jeden betreffen und die mit Sicherheit jeder von uns kennt. Natürlich verfeinern wir das Ganze mit etwas Humor und Satire. Um es auf den Punkt zu bringen, es ist einfach ehrlicher “Auf-die-Fresse-Rock‘n‘Roll”.

VRR: Wenn ihr euren Musikstil jemandem beschreiben solltet, der euch noch nicht kennt, wie würde das klingen?

Fräulein Tonspur: Unser Musikstil lässt sich eigentlich ganz einfach erklären, jedoch läuft man als Band immer Gefahr in eine Schublade gesteckt zu werden. Die Problematik dabei ist, dass einem die Schublade bzw. das Genre entweder prinzipiell gefällt oder eben nicht. Wir finden, Genre sind Schubladen und Schubladen finden wir ehrlich gesagt irgendwie… scheiße. Wir machen einfach deutschsprachigen Rock´n´Roll. Laut, schnell, rotzig, frech – Fräulein Tonspur eben. In welches Genre der ein oder andere uns stecken möchte, überlassen wir jedem selbst.

VRR: Warum sollten unsere Leser unbedingt euer Album hören bzw. kaufen?

Fräulein Tonspur: Das ist einfach – weil es geil ist. Nein Spaß bei Seite! Wir haben viel Zeit und Herzblut investiert und sind uns sicher, dass wir ein mega Debütalbum produziert haben. Es wird für jeden was dabei sein und allein deswegen lohnt es sich.

VRR: Welche Songs der Platte dürfen künftig auf eurer Setlist nicht fehlen und warum?

Fräulein Tonspur: Alle, weil wir natürlich noch nicht so ein riesiges Songrepertoire haben.    Wir haben natürlich nicht nur die Songs in petto, welche jetzt auch auf unserer Platte sind, doch es sind einfach unsere besten. Das wird sich natürlich ab dem zweiten Album ändern und es wird sich mit der Zeit herausstellen, welche Songs live am besten ankommen. Wir glauben allerdings, dass “Immer Vollgas” bereits unsere heimliche Hymne ist.

VRR: Wie nervenaufreibend ist die Zeit vor dem Release eures Debütalbums? Überwiegt Vorfreude oder Nervosität?

Fräulein Tonspur: Alles was wir bis jetzt gemeinsam als Band gemacht oder erreicht haben war aufregend und darauf sind wir sehr stolz. Der Release unseres Debütalbums  – wer hätte das am Anfang geglaubt – ist einfach unbeschreiblich. Wir sind nervös, aufgedreht und vor allem stolz, dass wir es soweit geschafft haben und wir quasi die nächste Etappe auf dem Weg zum Gipfel nehmen.

VRR: Wird es eine Tour zum Album geben?

Fräulein Tonspur: Für eine eigene Tour sind wir noch zu klein. Wir warten einfach erst einmal ab, wie unser Album ankommt und versuchen natürlich so viele Gigs wie möglich zu spielen, aber eine klassische Tour, wie man sie kennt, wird es nicht geben, noch nicht.

VRR: Bis zu eurer aktuellen Besetzung war es ein weiter Weg. Wie haben gerade die Gründungsmitglieder die Zeit der Orientierungsphase erlebt?

Fräulein Tonspur: Die Zeit bis zur aktuellen Besetzung war schön, aber auch anstrengend. Anstrengend deshalb, weil man ständig auf der Suche ist bzw. man mit verschiedenen Charakteren zusammenarbeitet, es aber einfach nicht so richtig passen will. Das war zeitweise sehr niederschmetternd, da wir doch eigentlich nur mit Freunden Musik machen wollten. Jedoch haben wir alle Entscheidungen der früheren Musiker akzeptiert und weiter gemacht. Wie so oft im Leben war aller Anfang schwer und es hat einfach seine Zeit gedauert, bis wir in unserer aktuellen Besetzung waren. Wir sind froh, dass dies so ist, denn wir sind nicht nur Freunde, sondern auch irgendwie Familie. Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, arbeiten zusammen und nicht gegeneinander. Wir haben uns gesucht und gefunden. Natürlich gibt es auch mal Knatsch, aber das ist meistens nach einem kühlen Blonden vergessen. Wir hoffen, dass wir viele Jahre in dieser Besetzung Musik machen werden und noch Vieles erreichen.

VRR: Aus welcher Intention heraus macht ihr Musik?

Fräulein Tonspur: Wenn wir es genau nehmen, machen die meisten von uns schon sehr lange Musik. Marco hat schon über 13 Jahre Coverband auf dem Buckel. Ebenso Stefan, der ja aus der Deutschrock Szene kommt. Max ist ebenfalls in mehreren Bands tätig. Über Jochen wissen wir nicht viel, er war auf einmal da, nein Spaß! Er singt auch schon länger. Für Michi ist es die erste Band, also die erste Große Liebe und wir hoffen, es bleibt auch so. Wir machen einfach gerne und schon sehr lange Musik und wenn wir ehrlich sind, haben wir auch einiges auf dem Buckel und da war es einfach an der Zeit was Eigenes zu machen.

VRR: Ihr seid bei Wellenbrecher unter Vertrag. Wie wichtig war für euch als junge Band die Wahl eines Labels?

Fräulein Tonspur: Wir sind grundsätzlich froh, überhaupt einen Labelvertrag bekommen zu haben. Als Newcomer ist das gar nicht so einfach im “Musikgeschäft” Fuß zu fassen. Wir haben uns bei einigen Labels beworben und manchmal noch nicht mal eine offizielle Absage bekommen, aber was soll´s. Wellenbrecher gab uns eine Chance und wir konnten uns sofort mit der Philosophie identifizieren und sind mit unserer Wahl sehr zufrieden. Wir bekommen die Unterstützung, die wir brauchen, aber beim Musikmachen haben wir all unsere Freiheiten. Wir denken, das ist nicht selbstverständlich. Ebenfalls haben wir noch andere Labelbands, wie z. B. Leidbild kennengelernt und haben auf den gemeinsamen Gigs oder am Merchstand *hust* einfach wahnsinnig viel Spaß.

VRR: Ihr steht 2019 mit Größen wie Frei.Wild, Unantastbar und Doro auf einer Bühne. Habt ihr persönliche Idole, mit denen ihr gerne mal die Bühne teilen würdet?

Fräulein Tonspur: Welcher Musiker träumt denn nicht davon, mal mit seinen Idolen zusammen zu spielen? Das macht doch jeder von uns. Wir kommen alle aus unterschiedlichen    Richtungen und haben unterschiedliche Idole und Vorbilder. Jochen unser ältestes Schiff im Hafen, bevorzugt den Classic Rock wie ‪Iron Maiden oder ‪Metallica bis hin zum Hardcore wie ‪Madball oder ‪Hatebreed. Marco ist da ebenfalls von der Partie und hört gerne ‪Metallica, Tremonti, ‪Alter Bridge aber auch ‪Anthrax oder ‪Volbeat. Stefan hingegen ist unser Deutschrockjünger und fährt auf ‪Toxpack, Unantastbar und natürlich Frei.Wild ab. Michi haut da schon wieder die Classics raus, wie zum Beispiel ‪Steel Panther, ‪Metallica, oder Guns‘n‘Roses. Ihre absolute Lieblingsband ist übrigens ‪Black Sabbath. Max, ja Max unser Küken, der ist ganz krass unterwegs. Der eine würde sagen, es ist Krach, der andere würde sagen, es handelt sich ganz eindeutig um Technical Death Metal oder Deathgrind. Zu nennen sind hier die z. B. ‪Dying Fetus oder ‪Cattle Decapitation.

VRR: Was steht bei euch 2019 sonst noch auf dem Zettel?

Fräulein Tonspur: 2019… Weltherrschaft, Rock´n´Roll und Bier trinken. Ansonsten freuen wir uns, Euch auf unseren Konzerten zu sehen. Wo genau das sein wird findet ihr z. B. hier auf unserer Website.

Des weiteren steigt unsere CD Release Party ‪am 16. Februar in Weiher in der Live Music Hall zusammen mit Leidbild und den Böhsen Bengelz.
Unsere Scheibe erscheint pünktlich ‪am 08.02.2019.

Bis dahin, gesund bleiben und rocken!
Eure Tonspuren

Fräulein Tonspur – „Wir sind Hier“ – Album Review

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 25 Jahre alt, habe Punk-, Deutschrock und Metal quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Frühzeitig von meinen Schwestern mit "Die Toten Hosen" beschallt, hat mich das Fieber endgültig auf meinem ersten "Die Ärzte" Konzert 2007 erwischt. Heute findet man mich meistens lauthals mitsingend in der ersten Reihe auf diversen Konzerten und Festivals. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich. Mein Motto? "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"
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