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Willkuer – Das Debütalbum WILLKUER – VÖ: 07.05.2021

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Am 07.05.2021 schmettern euch die Newcomer von Willkuer ihr Debütalbum um die Ohren. Genau wie die erste Single trägt auch das Album den Bandnamen WILLKUER. Das Cover ist definitiv ein Hingucker und wird durch die frischen Farben und die stark auffallende Symbolik so manches CD-Regal aufwerten.

Der erste Song dürfte bereits allen bekannt sein, die sich mit der Band Willkuer auseinandergesetzt haben. Die Platte startet mit ihrer ersten Single – ein richtiger Gassenhauer mit Ohrwurmgarantie. „Wir treffen euch hart mit purer Willkuer“ – mit dieser Textzeile aus dem Refrain stellen sich die fünf Schwaben erst einmal ordentlich vor. Kräftige Gitarrensounds, raue Drumfills und eine unglaublich präsente Stimme bohren sich förmlich in die Ohren der Zuhörer. Kein Wunder also, dass sich die Band im Songtext mit Naturgewalten vergleicht.

Der nächste Song, welcher auch zugleich die zweite Singleauskopplung ist, nimmt nun deutlich an Fahrt auf. „Wir sind, wer wir sind“ ist eine schnellere Nummer und zieht auch den letzten Tanzmuffel auf das Parkett. Freundschaft, Zusammenhalt, tolle aber auch schwere Momente bilden die Kernaussage des Songs und lassen ihn sehr authentisch und bodenständig wirken. Die eingängige und fröhliche Gitarrenmelodie macht Lust auf mehr, zaubert auch in schweren und traurigen Zeiten ein Lächeln auf das Gesicht.

Provokante Aussagen und ein abgestimmtes textliches Bildermeer

Nein, bei Song Nummer drei haben wir uns nicht in einem Westernfilm verirrt, auch wenn das Pfeifen und die Klänge sehr daran erinnern. Der schnellste Song auf der Platte wird definitiv für Pogostimmung vor der Bühne sorgen. Auch die leichten Ska-Einlagen im Vers werten den Song „Scheissegal“ nochmal auf und zeigen, dass sich die Jungs mit allen Musikstilen beschäftigen und in jedem Fall für Abwechslung auf ihrem Debüt-Album sorgen. Wortwörtlich ist es Willkuer scheißegal, was andere über sie denken und schreiben. Meiner Meinung nach haben sie das in dieser Nummer perfekt umgesetzt. Provokante Aussagen und ein abgestimmtes textliches Bildermeer gepaart mit einer gewissen Leichtigkeit, lassen den Zuhörer in die Stimmungswelt von Willkuer eintauchen.

„Für immer ist ‘ne lange Zeit“ ist definitiv einer meiner Favoriten (wenn es hier überhaupt möglich ist, sich festzulegen). Ein Liebeslied der etwas anderen Art. Der Gute-Laune-Hit wird den einen oder anderen sicherlich auch in schwierigen Zeiten zum Lächeln bringen. Liebeskummer und Selbstmitleid ade! Die Message kommt ganz klar an: Lebt im Hier und jetzt und krallt euch nicht zu früh an etwas fest. Durch die eingebauten Mitmachparts und der generellen Feierstimmung wird dieser Song auf jeden Fall für Party sorgen!

„Alles in der Hand“ ist dann auch schon der nächste Powersong. „Nimm dein Leben selbst in die Hand und stelle dich den Konsequenzen“. Ohne viel Schnickschnack geht dieser Song auf direktem Weg mit Vollgas nach vorne. Der treibende Schlagzeugbeat und eine energiegeladene Stimme laden zum Mitgrölen ein und halten die Stimmung bis zum Schlussakkord.

Nach fünf Vollgasnummern braucht auch der härteste Deutschrockfan mal eine Pause. Mit dem Titel „Gib dich nicht auf“ beweist Willkuer, dass sie auch emotionale Balladen schreiben können. Ein echter Mutmacher der für Gänsehautmomente sorgt. Der Text greift tiefgehende Gefühle in außerordentlich schwierigen Zeiten auf. Auch hier arbeiten die Jungs wieder mit starken Bildern im Vers und helfen im Refrain dem ein oder anderen aus einer schwierigen Phase heraus.

Geht ins Ohr, bleibt im Kopf!

„Jedem das Seine“ zündet ab den ersten Takten sofort durch und beginnt mit eingängigen „Wohoo – Hymnen“. Im Vers erzählt er uns aus der Vergangenheit der Band. Die Band stand jahrelang im Schatten der Großen und jetzt ist endlich ihre Zeit gekommen die Deutschrockszene auf den Kopf zu stellen. Dabei lassen sie sich auch nicht von Negativpresse oder „Hatern“ aufhalten. Wie ein Nervengift oder gar ein chronischer Virus wollen Sie den Verstand der Zuhörerschaft befallen – gar nicht mal so abwegig, wenn man sich die Refrains der fünf Schwaben anhört. Geht ins Ohr, bleibt im Kopf. „Jedem das Seine“ zeigt mit einem Augenzwinkern ganz klar, wohin die Reise gehen soll. Ein richtiger Powersong, auf den ihr euch live freuen dürft. Schon beim Rock dein Leben 2019 etablierte sich die Nummer als absoluter Livehammer und riss das Publikum ab dem ersten Akkord mit.

Bereits bei den ersten Tönen von „Das wird groß“ war mir sofort klar: Dieser Song steht für alles, was man mit seinen Freunden erlebt. Wer kennt ihn nicht, diesen Gedanken, dass das bevorstehende Ereignis einfach richtig steil gehen wird?! Sei es der Weg zum Fußballderby oder das Vorglühen vor einer krassen Partynacht – dieser Song passt immer und überall. Und auch in dieser aktuell schweren Zeit für uns alle, kommen die schönen Tage mit den Liebsten wieder – ganz sicher. Musikalisch überzeugt „Das wird groß“ von vorne bis hinten. Den einfach gehaltenen, mehrstimmigen Refrain werdet ihr nie wieder los! Moment…singt Willkuer hier von gepackten Koffern und Dosenbier? Oh ja, das nächste Festival wird mit Sicherheit auch groß…und wer weiß, wo wir diesen Song sonst noch Live überall abfeiern dürfen.

Song Nummer neun ist nochmals etwas ruhiger gehalten, sorgt im Refrain aber dennoch für ganz großes Kino. Obwohl der Vers vom Charakter eher düster wirkt, gibt einem die Hymne des Albums spätestens im Chorus positive Gefühle mit auf den Weg. Die Strophen ruhig, der Refrain fast schon episch. Ich liebe diese Mehrstimmigkeit, mit welcher sich Willkuer, nicht nur bei „Du bist nicht allein“, von anderen Deutschrockbands ganz klar abhebt. Diese Nummer sorgt auf jeden Fall wieder für Abwechslung und zeigt sehr deutlich, was die Schwaben alles können – eben nicht nur Spätzle, Bier und Maultaschen (zwinker).

Jetzt wird es wieder etwas schneller und kritischer. Die Unterschiede und Ungerechtigkeiten in der Welt sind kein Geheimnis. In „Tausend Gründe“ greift Willkuer Themen wie Terror, Hunger und Krieg auf, die sie amtlich in einem Song verpackt haben. Er nimmt den Zuhörer zu Beginn mit in eine erdrückende Atmosphäre und spätestens zur Halftime des Zwischenteils herrscht Weltuntergangsstimmung. Den Wendepunkt nimmt der Song in seiner Kernaussage: Mach den Mund auf und schau nicht weg! Schnell, rockig und frisch sind treffende Attribute des Songs und das sind ja auch bekanntlich die besten Zutaten für einen echten Livekracher.

Ein falsches Lächeln und heimliches Lästern gibt es bei Willkuer nicht! Die Jungs sprechen das aus, was sie meinen und denken und kritisieren in „Immer schön lächeln“ all diejenigen, die genanntes nicht tun. Trotzig, frech, schnell und vor allem laut lässt der vorletzte Titel die Lautsprecher noch einmal richtig vibrieren, bevor es mit der letzten Nummer noch ein wenig ruhiger wird.

Die Deutschrockszene kann sich schon einmal warm anziehen!

Passend zum abschließenden Song bedankt sich die Band „Von ganzem Herzen“ bei all denjenigen, die sie schon seit ihrer Gründung begleitet haben. Eine ruhige Nummer, die meiner Meinung nach auch als Fußballhymne tauglich wäre! Auch hier kommt wieder die Stimmgewalt von Moritz zum Vorschein. „Ein Hoch auf uns, auf die Familie, die wir sind“ – gefühlvoll, hymnisch und kraftvoll erklingen die letzten Takte des Albums und runden das Gesamtpaket WILLKUER nochmals ab.

Fazit

Die Deutschrockszene kann sich schon einmal warm anziehen! Hier kommt definitiv was ganz Großes auf sie zu. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein solches Debüt hören durfte. Die Songs machen Lust auf mehr und erst recht darauf, die Band endlich Live zu erleben. Mit dieser Platte ebnen sich die Schwaben den Weg nach ganz oben und zeigen, dass sie musikalisch ganz schön was auf dem Kasten haben.

Nicole Scherer
Nicole Schererhttp://vollgas-richtung-rock.de
Ich bin 27 Jahre und durch meine Eltern bereits mit Rockmusik aufgewachsen. Da mein Vater als Tontechniker unterwegs war habe ich recht früh gelernt was gute Musik ausmacht und ob eine Band, vor allem Live, gut klingt. In der Teenie Phase mischte sich dann zu dem bis dato englischen Rock und Punk Genre immer mehr der Deutschrock in meine CD Sammlung und dieser Linie bin ich bis heute treu geblieben. Prinzipiell ist mir der Stil egal, Hauptsache ich höre Gitarre, Bass und Schlagzeug.„Musik ist mein Blut, was ich zum leben brauch. Der Rhythmus, mein Herzschlag spürst du ihn auch?“ – Goitzsche Front
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