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Schandmaul – ARTUS – VÖ 03.05.19

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Endlich ist es soweit, ich bin mir sicher, dass alle eingefleischten Schandmaul-Fans es ebenso wenig erwarten konnten, wie ich. Doch jetzt wird unsere Ausdauer mit dem neuen Album belohnt!

Vorweg sei zu sagen, dass ich dieses Schandmaul-Album mit den bisherigen Meisterwerken im Vergleich bewerten werde, weil es einfach nur ein Kritisieren auf hohem Niveau wird. Ich bin absolut begeistert vom neuen Album und kann es euch nur empfehlen. Wenn ihr es tatsächlich noch nicht vorbestellt habt, tut es jetzt noch schnell! Die hohe Qualität, die die Band immer wieder aufs Neue abliefert, könnte auch mitunter dem Fakt geschuldet sein, dass Schandmaul eine der wenigen Bands ist, die noch immer mit vier von sechs Gründungsmitgliedern spielen. Dadurch harmoniert alles unglaublich gut.

Mit drei der neuen Album-Tracks wurden wir bereits im Vorfeld geködert und sie haben nicht zu viel versprochen. Mit “Froschkönig” wurde der Anfang gemacht und es ging sofort märchenhaft und mit ordentlich Dampf los.

An dieser Stelle fragten sich vermutlich einige Fans, was der Froschkönig mit König Artus zu tun hat?

Nicht besonders viel, aber das ist auch nicht die Absicht der Band. Wie uns Lasterbalk, Schlagzeuger von Saltatio Mortis, bereits verraten hat. Er beruhigte alle Gegner von Themenalben und sagte, dass es dies, wie gewohnt, nicht sei. Es gäbe mehrere Lieder, die sich um die Geschichten von König Artus drehen, doch auch viele andere Themen behandelt werden. Nicht alle von uns sind allerdings so bewandert auf dem Gebiet der Sagenwelt und so fragt ihr euch vielleicht:

Wer war König Artus und wieso gibt es so viele Geschichten über ihn?

Artus war, der Legende nach, ein König, der England gegen die Sachsen verteidigte, seinen Anspruch auf den Thron durch das Herausziehen des Schwertes Excalibur aus einem Stein bewies, die schöne Guinevere zur Frau nahm und die Ritter der Tafelrunde gründete. In soviel stimmen die Sagen überein, alles darüber hinaus unterscheidet sich sehr stark in den jeweiligen Versionen. So auch thematisiert im Song “Die Tafelrunde” mit den Worten “Entriss dem Stein das eine Schwert, hat wild den Sachsen abgewehrt.”. Im folgenden Song “Der Gral” geht es dann um die Suche nach dem Heiligen Gral.

Themen

Wie bereits vorhin erwähnt behandelt das Album verschiedene Themen. Diese reichen von begabten Langfingern “Der Meisterdieb” über Ausheber von Gräbern “Der Totengräber”, die das eine oder andere Mal etwas nachhelfen müssen bis hin zum Abschiednehmen von geschätzten Autoritätspersonen “Kapitän”.

Es wird deutlich, dass Sänger und Songtexter Thomas definitiv seine Berufung gefunden hat und er seinen Platz in dieser preisgekrönten Band mehr als nur verdient hat. Ebenso allerdings auch die Musiker, die durch Können und Vielfalt an den Instrumenten glänzen. So ist es wenig verwunderlich, dass auch diese Scheibe eine musikalische Glanzleistung ist.

Die drei Favoriten

Meine persönlichen Favoriten des Albums sind die fetzige Rocknummer “Oboe”, die mich musikalisch an das Album ANDERSWELT denken lässt, die Ballade “Kapitän”, die in emotionaler Hinsicht an das Lied “Euch zum Geleit” aus UNENDLICH heranreicht und die sowohl märchenhafte als auch humorvolle Nummer “Der Froschkönig “, die rhythmisch an das “Hexeneinmaleins” aus TRAUMTÄNZER erinnert.

So machen sich die Schandmäuler ihre bisherigen Alben und damit verbundenen Erfahrungen zunutze, ohne sich dabei zu wiederholen oder gar zu kopieren.

Fazit

ARTUS ist ein rundum gelungenes Werk, was es sich zu kaufen lohnt. Verglichen mit den bisherigen Schandmaul-Alben ist es aus meiner Sicht ziemlich weit vorne mit dabei. Lediglich ein Lied reißt mich nicht so richtig mit, was aber keinesfalls mangelnder Qualität zu Schulden ist, sondern subjektivem Geschmack. Trotz mittelalterlichen Texten gelingt es Schandmaul immer wieder den Bezug zur heutigen Zeit in historischer Gewandung herzustellen, somit regt es den Hörer zum Nachdenken und Hinterfragen der tieferen Bedeutung der Texte an. Das Album bekommt von mir 4,5 Sterne, denn ich denke, dass die Band trotz dieser großartigen Leistung noch mehr liefern kann, denn besser gehts eigentlich immer! In diesem Sinne: Abschließend ein Dankeschön an die Band für kontinuierlich gute Musik und diese neuen Klänge.

Salome Blum
Salome Blum
Ich bin 23 Jahre alt und eine vertrauensvolle Zuhörerin mit leicht ironischen Tendenzen. Schon mit 4 Jahren habe ich Rockmusik total gefeiert und seit 2009 geh ich regelmäßig auf Festivals und Konzerte. Ich schreibe für mein Leben gern und spiele in meiner Freizeit verschiedene Instrumente (Drums, Gitarre, Keyboard). Hauptberuflich bin ich im pädagogischen Bereich tätig und mein Motto lautet: "Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!"
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