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Pitshot – AUF DIE FEYNTE – VÖ 19.08.2022

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Lesedauer
3 Minuten

Knapp zwei Jahre lang begaben sich die fünf Männer aus Niedersachsen immer wieder mit Matthias Lohmüller in sein DocmaKlang Studio in Osnabrück, um AUF DIE FEYNTE aufzunehmen. Am 19.08.2022 war es dann soweit und ihr Debüt wurde digital und in limitierter Form auf CD veröffentlicht. Vorwarnung! Guter Stoff!

Trackliste

  1. Komm mit uns
  2. Samstagnacht
  3. Vergessen
  4. Alles was bleibt
  5. Arschloch vor dem Herrn
  6. Gib nicht auf
  7. Der Grund warum ich lebe
  8. Man lebt nur einmal
  9. Wir sind da
  10. Koma
  11. Du und ich
  12. Lass es sein wie es ist
  13. Endlich wieder saufen

Quelle: Kevin Joachim

Hört ihr die Drecksmusik?

Zur Begrüßung mit „Komm mit uns“ gibt es textlich und musikalisch einen klassischen Opener. Ich mag das ja, wenn Bands in ihren Liedern ihre Zielgruppe beschreiben und musikalisch derben Rock ‘n’ Roll bieten. „Das sind Lieder für Verlorene und den sogenannten Abschaum“, heißt es da unter anderem. Das bin ich weiß Gott nicht, mag aber die Attitüde und das Gemeinschaftsgefühl, das der Titel anstrebt. Bei „Samstagnacht“ wird sich jeder vorstellen können, worum es geht. Anders als bei andern wird im ersten Viertel der CD schon Party gemacht. Ich denke, meine Meinung über Sauf- und Partylieder ist bekannt. Da ändert die Tatsache nichts daran, dass er zu den besseren gehört.

Und jetzt Butter bei die Fische

Mit „Vergessen“ sind wir komplett weg vom Trallalala. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Ein Lied über eine in die Brüche gegangene Freundschaft. Kein rum geeiere, sondern straight und klar gespielte Instrumente, die im Zusammenschluss mit dem Gesang an eine der größten Deutschrock Bands erinnert. Mit dem Thema ‘ändere dein Leben’ ist „Alles was bleibt“ in gewisser Weise als Ballade anzusehen. Dennoch ist es kraftvoll und mitsingfreundlich arrangiert und in schweren Stunden wird sich der ein oder andere eine Träne nicht verkneifen können.

Hirn einschalten

„Arschloch vor dem Herrn“ berichtet über den altbekannten Mitläufer, der sein Hirn nicht selbst einschaltet und allen anderen hinterherläuft. So wird gesungen: „Ob am Sonntag in der Kirche oder mit den Rechten auf der Straße. Ich reih mich ein und tu was sie sagen.“
Link zum Video: https://youtu.be/ANRF6ILwkbQ
Mit Vollgas geht es mit „Gib nicht auf“ weiter. Jetzt muss ich aber die Lyriks zur Hand nehmen. Zu schnell und rau brüllt Christoph ins Mikro. Ebenso gibt der Titel allen Mitspielern genügend Platz und Freiraum um anständig zur Geltung zu kommen. „Der Grund warum ich lebe“ ist keine Liebesballade. Obwohl, doch. Aber an Bier, Whisky-Cola und Schnaps. Der Song wird live fantastisch funktionieren.

Scheiß auf den Text

„Man lebt nur einmal“ und „Wir sind da“ knallen bretthart auf den Hinterkopf und lassen euren Stirnlappen aufplatzen. Link zum Video: https://youtu.be/Kfm_sfm2R1A
Hier will ich mich einfach nicht über den Text äußern. Nicht weil er schlecht ist. Hier spielt die Musik die Hauptrolle. „Koma“ macht auf selber Augenhöhe weiter und geht im Text einen Schritt weiter, aber macht euch bitte selber ein Bild davon. „Du und ich“ darf als Bandhymne angesehen werden und macht das musikalisch auch klar und deutlich. Es gibt Dinge und Geschehnisse im Leben, die man nicht ändern kann. Das wissen Pitshot auch mit „Lass es sein, wie es ist“. Der Titel ist der Beweis, dass Christoph, auch ohne Whiskykehle, eine saubere Klangfarbe hat.

Geil. Bonustrack. Ernsthaft?! Noch ein Sauflied?

Jetzt gibt es eine fette Rüge. Ich habe ja Verständnis, dass ein, auch zwei Lieder von dem Thema handeln. Aber bitte, kommt schon. Den Bonustrack für ein Thekenlied verschwenden? Auch wenn es um einen lange nicht gesehen Freund geht, spielt doch wieder der Alkohol eine tragende Rolle. Ich bin der festen Überzeugung, dass Pitshot einen besseren Song auf Lager gehabt hätten. Das haben vorherige Titel schon bewiesen. Schade.

Fazit

Im Grunde genommen haben  Pitshot mit AUF DIE FEYNTE alles richtig gemacht. Um aus der Masse von so vielen Bands herauszustechen, muss schon einiges geleistet werden. Christophs Stimme und Gesangsleistung, im Zusammenspiel mit seinen spielfreudigen und talentierten Mitstreitern Florian, Janek, René und Peter, zeigt, dass sich harte Arbeit, Geduld und Leidenschaft auszahlen. Der Silberling ist eine willkommene Abwechslung und ist in seiner Produktion ein Werk, dass sich nicht verstecken muss. Was dem Album die Minuspunkte beschert muss ich nicht mehr erwähnen. Demnach folgt nach Adam Riese, dass wir hier 10 Tracks haben, die euch gefallen werden. Und das zu 100 Prozent. Ich freue mich, die Bande mal live erleben zu dürfen. In diesem Sinne, AUF DIE FEYNTE!

Jörg Hentzgen
Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen. Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal á la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: “Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.

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