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Monster Festival 2019 – Nachbericht

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Schluss, aus und vorbei: Nicht nur die Festivalsaison hat am Wochenende mit einem fetten Knall auf dem Monster Festival ihr Ende gefunden, auch 9mm Assi Rock verabschiedeten sich in eine wohlverdiente Live-Pause.

Los geht’s

Am Donnerstag standen bereits in den frühen Morgenstunden die ersten Festivalbesucher Schlange, um ihr Lager auf dem Campground aufzuschlagen. Trotz eisiger Temperaturen ließen es sich die hartgesottenen Rock-Fans nicht nehmen, stilecht ihr Zelt oder Auto als Nachtquartier zu beziehen. Unser Vollgas Richtung Rock Geheimtipp gegen Kälte: Glühwein! Den gab’s bei uns am Promostand genauso gratis, wie unser Printmagazin und einen netten Plausch. Bis kurz vor 19 Uhr vertrieben wir uns mit alten Bekannten und vielen neuen Gesichtern hier fürstlich die Zeit.

“Einlass müssen gut sein, die spielen an jedem Tag”

Als das Monster Festival 2019 endlich die Türen öffnete, füllt sich die Halle schnell. Ob das Publikum heiß auf Kaestel war oder endlich in die Wärme wollte? Vermutlich beides, denn obwohl Kaestel durch den Newcomer-Contest mit dem AGF-Radio ins Line-Up rutschte, sind die Herren längst keine Unbekannten mehr. Als Support auf der “Deines Glückes Schmieds”-Tour standen sie gemeinsam mit Goitzsche Front auf der Bühne.

Als Ersatz für den ausgefallenen Auftritt von Störte.Priester sprangen Doppelbock ein. Sänger Bruno entschuldigte sich für die Krücken auf der Bühne, denn er hatte sich wenige Tage zuvor im Pogo verletzt. Mit Akkordeon und Musik zum Biertrinken im Gepäck überzeugten sie nicht nur das Publikum, sondern auch die Veranstalter des Monster Festivals. Doppelbock sind bereits für 2020 bestätigt.

Bis zum Headliner des Abends mussten sich die Fans der harten Klänge noch etwas gedulden. Mit leichter Verspätung feuerten uns Stahlzeit Rammsteinsongs entgegen. Ähnlich wie Rammstein auf ihrer Stadiontour sparten sie sich einige Feuer- und Pyroelemente ein und arbeiteten mit Beleuchtungseffekten.

Kontrastprogramm gab es zum Abschluss des Abends mit Dirk Maron. Mit seiner Wolfgang Petry Show sorgt er regelmäßig für ekstatisches feiern. Auch beim Monster Festival sorgte der Stimmungsgarant für den finalen Abriss. Ob es überhaupt jemanden gibt der keinen Song von Wolle Petry mitsingen kann?

Der frühe Vogel trinkt das erste Bier

Nach einer zu kurzen und kalten Nacht, klingt doch nichts verlockender als ein frisches Bier zur Einstimmung und das weiß auch das Monster Festival. Noch vor dem Frühstück stand die große Bierolympiade auf der Agenda. Vollgas Richtung Rock, wäre nicht Vollgas Richtung Rock, wenn wir da nur zuschauen würden! 6 Teams traten beim Bierkrugstemmen, Bier Pong, Flunky Ball und dem Bierkistenrennen gegeneinander an. Wichtigste Regeln: Spaß haben, kein Bier verkippen und nicht kotzen – oder zumindest nicht auf das Spielfeld. Gewonnen haben wir zwar nicht, aber wir üben schon mal für 2020 – versprochen!

Düster und hart

Den Opener am Freitag machten Erdling. Die Dark Metaler gehen ab Januar mit ihrem neuen Album YGGRASIL auf Tour und sind bereits fürs Alpenflair 2020 bestätigt. Ein wenig Rockstarattitüde brachten die Bad Jokers auf die Bühne, bevor uns The O’Reillys & The Paddyhats mit ihrem Folk Punk nach Irland entführten. Wer Bock auf Pogo hatte, blieb getrost vor der Bühne stehen. Die Oi-Punk Band Pöbel & Gesocks lud zum rhythmischen Schubsen ein.

Bestens aufgewärmt stieg beim Publikum die Vorfreude auf Goitzsche Front und die zeigten uns wie gewaltig der Osten rockt. Beim darauffolgenden Act 9mm machte sich ein bisschen Wehmut breit. Auf dem Monster Festival spielten sie ihr letztes Konzert vor der geplanten Live-Pause. Zur Feier des Tages holte Sänger Volker seinen Sohn auf die Bühne für einen gemeinsamen Song. Das finale Zerschmettern der Gitarren sorgte auch noch am nächsten Tag für Gesprächsstoff auf dem Campingplatz.

Volles Programm

Auch der Samstag ließ kaum Luft um das Infield zu verlassen. Satte Neue Deutsche Härte gab es mit Maerzfeld, deren Besetzung sich teilweise mit der von Stahlzeit überschneidet. Sie präsentierten Songs ihres neuen Albums ZORN. Deutschen Metalcore feuerten uns die Rookies&Kings-Vorzeige-Durchstarter Stunde Null entgegen. Belohnt wurden sie trotz relativ früher Spielzeit mit einer ordentlich gefüllten Halle. 15-jähriges Jubiläum feiern dieses Jahr Rockwasser und dass die Jungs immer noch nicht satt sind, zeigten sie mit ihrer packenden Performance auf der Bühne.

Der heiß ersehnte Hauptact des Abends Kärbholz zog auch den letzten Festivalbesucher von draußen vor die Bühne. Bei kaum einer Band sieht man schöner, wie sich Fans lauthals mitsingend in den Armen liegen. Mit Musik, die verbindet und einer Anhängerschaft, wie eine Familie, bleibt auch der letzte Abend des Monster Festivals noch lange in Erinnerung.

Doch nach Kärbholz war noch lange nicht Feierabend. Scheinbar waren die wenigsten Festivalbesucher schon bereit die Saison ausklingen zu lassen. VIVA forderten uns allen die letzten verbliebenen Kraftreserven. Coversongs von Frei.Wild, Unantastbar, Rammstein und den Böhsen Onkelz sorgten dafür, dass die ein oder andere Stimme in der Halle verschollen blieb und nicht am nächsten Tag mit auf Heimreise ging. Aaron, Sänger von Stunde Null ließ sich eine Runde Crowdsurfen zu Rammstein nicht nehmen. Nachdem der letzte Ton verklungen war, kehrte  die Security die verbliebenen hartnäckigen Gäste aus der Halle.

Wir sagen Danke für ein fantastisches Wochenende und freuen uns schon jetzt auf 2020.

Hier geht es zur Galerie vom Monster Festival 2019:

Monster Festival 2019 Galerie

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 26 Jahre alt, habe Punk-, Deutschrock und Metal quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Frühzeitig von meinen Schwestern mit "Die Toten Hosen" beschallt, hat mich das Fieber endgültig auf meinem ersten "Die Ärzte" Konzert 2007 erwischt. Heute stolpert man mir regelmäßig auf diversen Konzerten und Festivals über die Füße. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich. Mein Motto? "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"
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