WILLKUER Heimspiel 2026 – Sommerhitze, schwäbischer Charme und multialkoholische Getränke
Wenn die Schwäbische Alb bebt, der Flugplatz zum lauten und familiären Festivalgelände wird, dann war es wieder Zeit für das WILLKUER Heimspiel. Am vergangenen Wochenende, vom 13. bis 15. August 2026, reisten rund 5.000 Fans nach Hülben, um das beschauliche Dörfchen zum Eskalieren zu bringen. Und das ist ihnen auch gelungen. Bei schönstem Sommerwetter wurde drei Tage lang gefeiert, gesungen, gepogt. Unter anderem waren Bands wie Rocksucht, Turn, Elli Berlin, Unantastbar, ALARM, Herbst und natürlich die Lokalmatadore von WILLKUER dabei.
Der Startschuss fiel am Donnerstagmittag, als der Campingplatz für die Supporters öffnete. Eine besondere Premiere gab es in diesem Jahr obendrauf. Auch die Mitglieder von Unantastbar United durften diesen besonderen Abend in angenehm familiärer Atmosphäre miterleben. Pünktlich zur Begrüßung durch die Vorstandschaft und dem Fassanstich der sympathischen Schwaben füllte sich das Infield. Überall wurde sich freudig begrüßt, gemeinsam angestoßen und auf die ersten musikalischen Töne gewartet. Als Rocksucht dann die Bühne betrat, stieg die Stimmung stetig an. Mit ihrer mitreißenden Covershow lieferte die Band eine feine Auswahl an All-Time-Klassikern bis hin zu bester Deutschrock Power. Damit war das Publikum bestens auf Betriebstemperatur und bereit für den ersten großen Höhepunkt mit WILLKUER. Und genau hier zeigte sich einmal mehr die besondere Magie des Heimspiels. Es braucht keine riesige Menschenmasse, um eine gewaltige Atmosphäre zu erzeugen. Ein paar hundert Supporter, eine Bühne und jede Menge Leidenschaft reichen völlig aus, um ein wundervolles Flair entstehen zu lassen.

Der letzte Akt in deutschen Gefilden
Einen Festivalmorgen beginnt man am besten mit einem guten Frühstück. Egal ob auf dem Campinggelände, in der Warteschlange oder bei dem leckeren Frühstücksangebot vor Ort. Denn eines wird hier im Dorf noch ganz großgeschrieben: Zusammenhalt. So wurde bewusst mit den örtlichen und regionalen Lieferanten für Speis und Trank zusammengearbeitet. Außerdem bestand der Großteil der Crew aus Freunden, Familie und Gönnern, die unendlich viel Herzblut und Leidenschaft in dieses Event steckten, um allen Anwesenden ein großartiges Wochenende zu ermöglichen. Man spürte förmlich die Dorfgemeinschaft, die diesem Heimspiel immer seinen ganz eigenen Charakter verleiht.
Nun aber zurück zum Wesentlichen, der Musik. Und hier gab es für jeden etwas. Mit Turn gab es europäischen Melodic Hard Rock, der erst eine Woche zuvor im alten Probenraum von WILLKUER eingespielt wurde. ÆRBE gab uns einen Hauch Metal und Mystik, Ohrenfeindt brachte Rock ’n’ Roll auf Hamburger Art in den Süden. Elli Berlin legte mit ihrer Stimmgewalt, untermalt von fetten Gitarrenriffs und einer ordentlichen Portion Metal, noch einmal eine Schippe drauf. Dann wurde es emotional. Die Südtiroler Jungs von Unantastbar fanden dieses Jahr auch den Weg nach Hülben und absolvierten dort ihren letzten Auftritt auf deutschem Boden. Dies wurde in größter Intensivität gefeiert, immer wieder erhellten Bengalos die Nacht, die Menge sang aus voller Kehle, es wurde gepogt und gefeiert. Dazu schallten immer wieder frenetische „Oh, wie ist das schön“-Chöre über Platz. Es waren einfach Bilder für die Ewigkeit.

Lokale Überraschungsgäste und volle Leidenschaft
Der zweite Tag sollte uns ein genauso abwechslungsreiches Programm bieten. Angefangen beim Frühschoppen mit der Hülbener Karrensteigle Band, die auch zahlreiche Einheimische anlockte. Danach wurde der Stecker wieder eingestöpselt. Jagster eröffnete den Festivalbetrieb mit feinstem Indie gepaart mit Hardrock, bevor ALARM mit bestem Deutschrock sich durch die Mittagshitze kämpfte. Anschließend hoffte man auf eine kleine Verschnaufpause während der Autogrammstunde von WILLKUER, doch weit gefehlt. Es gab noch eine kleine Überraschung. Die Engstinger Albra Gugga statteten einen Besuch ab und lieferten eine perfekte Mischung aus Party-Fasnets-Songs und natürlich grandioser Rockpower. Und die kam wirklich sehr gut an. Wir hoffen, dass ihr auch nächstes wieder dabei seid. Vielleicht sogar als offizieller Act.
Nachdem alle Autogrammwünsche erfüllt wurden, ging es mit VIVA aus Franken weiter. Den vier Musikern merkte man an, dass sie sich nach ihrem Comeback 2025 auf den Bühnen dieser Republik wieder pudelwohl fühlen. Somit war das Publikum bereit für die authentische und ehrliche Musik der Berliner Band Herbst. Die markant melodische Stimme von Frontmann Oli ließ den Flugplatz erbeben, bevor zum krönenden Abschluss von den fünf Schwaben alles in Schutt und Asche gelegt wurde. WILLKUER gab ihre zweite Performance ab und ließ sich förmlich von der Menge tragen. Als besonderer Dank für ihre treuen Fans gab es on top noch großartige Neuigkeiten. Die Band kündigte für das Heimspiel 2027 den Release ihres vierten Albums an. Wenn das mal nicht die Vorfreude steigen lässt. Mit diesen großartigen News beendete sie ihren fulminanten Auftritt, welcher von einem tollen Feuerwerk abgeschlossen wurde. Wobei Schlusspunkt beim Heimspiel natürlich immer relativ ist. Denn wenn auf der Bühne Schluss ist, geht die Party auf dem Gelände erst richtig weiter. Bei den täglichen After-Show-Partys sorgten unter anderem DJ Voxy, DJ Kiedi und Niveau ist keine Hautcreme dafür, dass die feierwütige Meute noch lange nicht ans Schlafen dachte.

Ein Heimspiel unter Freunden
Was bleibt, ist ein mehr als gelungenes Wochenende voller Erinnerungen, neuer Freundschaften, alter Bekannter, gemeinsamer Kaltgetränke und jeder Menge Herzensmomente. Ein riesiges Danke an WILLKUER, dass ihr uns bereits zum sechsten Mal eingeladen habt. Danke an die Security, an die Sanitäter und die örtliche Feuerwehr für euren unermüdlichen Einsatz. Danke an jeden Helfer für die hervorragende Verköstigung und jegliche Organisation, die man als Besucher oft gar nicht so bemerkt. Und natürlich danke an jeden einzelnen Musiker, der diesen Flugplatz zum Leben erweckt hat. Das WILLKUER Heimspiel ist eben ein Wochenende unter Freunden. Ein bisschen schwäbische Gemütlichkeit, gepaart mit ordentlich Rock ’n’ Roll und jeder Menge Herzblut.
Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr, wenn die Tore des Hülbener Flugplatz vom 13.–14.08.2027 wieder geöffnet werden. Bis dahin heißt es: Erinnerungen konservieren, Stimmbänder regenerieren und den Pegel langsam wieder auf Normalbetrieb bringen.
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Ich komme aus dem Herzen Württembergs, Reutlingen und bin Herzblut-Grafikerin, sodass ich das VRR Team hauptsächlich im Hintergrund seit Ende 2018 unterstütze. Doch ab und zu haue ich eben doch in die Tasten und bin ebenfalls auf einigen Festivals/Konzerten regelmäßig anzutreffen. Meine erste große Band-Liebe gilt zwar nach wie vor Linkin Park, doch seit ich 2010 von Frei.Wild mit dem Deutschrockvirus infiziert worden bin, wächst die Zahl der Bands, die mein Herz höher schlagen lassen.







