ASENBLUT – URGEWALT – VÖ 18.09.2026
Wenn der Boden unter den Füßen zu beben scheint, Gitarren wie ein aufziehendes Gewitter über einen hereinbrechen und die ersten Growls erklingen, dann weiß man, ASENBLUT ist zurück. Mit URGEWALT entfesselt die Band ihr mittlerweile sechstes Studioalbum am 18.09.2026 und der Titel verspricht nicht zu viel. Mit brachialen Riffs, epischen Melodien und einer ordentlichen Portion nordischer Wucht meldet sich die Band eindrucksvoll zurück und beweist einmal mehr, warum sie längst zu den festen Größen des deutschen Viking- und Melodic-Death-Metal gehört.

Tracklist:
- Urgewalt
- Asgards Ruf
- Der Druide
- Das Ende der Pflicht
- Barbaren und Legionen
- Tavernenrausch
- Drei Flüche
- Blut für den Blutgott
- Bruderschaft
- Loki
Wenn die URGEWALT hereinbricht
Der erste Song des neuen Albums ist direkt der Titeltrack „Urgewalt“. Nachdem die Vibes des Intros vorüber sind, gibt es nur eine Richtung: Vollgas brüllt euch Tetzel gegen die Wand wie eine Urgewalt. Somit weiß auch direkt jeder, dass der Name hier Programm ist. Musikalisch ist es ein Brett, das euch einfach umreißt. Eine Stimmgewalt pflanzt ganz nebenbei eine Gänsehaut auf die Pelle. Genau so muss es sein.
Schwungvoll und energiegeladen folgen wir als Nächstes „Asgards Ruf“ in die Schlacht. Das Reich der Götter zieht einen in den Bann und lullt ein. Der Text ist mega einprägsam, festigt sich als Ohrwurm in den Gehörgengängen und macht es sich dort gemütlich. Mal von dem absolut melodischen Part ganz abgesehen. Ein Meisterwerk der nordischen Mythologie.
Das gewisse Etwas
Features haben immer etwas ganz Besonderes. Auf URGEWALT bekommen wir direkt drei dergleichen. In dem Song „Der Druide“ treffen wir auf Haldruhir von Sagenbringer. Und ganz ehrlich, es hätte keinen besseren dafür geben können. So traut euch in sein Reich und werfet die Runen, lernet von dem Meister und nehmet euer Schicksal an. Die Single könnt ihr euch im Übrigen auch schon reinziehen. In „Barbaren und Legionen“, einem Feature mit Victorius trifft Dunkelheit auf Helligkeit. Die Kombination aus beiden so extrem unterschiedlichen Gesängen ist unsagbar erfrischend, dass es fast nicht zu glauben ist. So ganz anders ist dann aber „Tavernenrausch“. Ein Trinklied begleitet von Mittel Alta und ein absoluter Banger. Ein unbestreitbarer Dauerbrenner. Man hat das Gefühl dieses Lied schon seit Ewigkeiten zu kennen (VÖ: 19.06.26) und würde es jederzeit überall durchwinken. Gut, vielleicht läuft diese Single einfach auch viel zu oft durch meine persönliche Playlist.

Dass einige Songs miteinander kombinierbar sind, macht ASENBLUT aus. In der „Bruderschaft“ wird einem schnell klar, dass die ASENBLUT-Familie eine besondere ist. Für „Loki“ muss man jetzt auch nicht so viel erklären. Dies ist übrigens ein geiles Werk, um richtig schön den Kopf frei zu bekommen und den Haaren etwas Volumen zu schenken. Und für die absolute Nerd-Power packen die Jungs dann noch „Das Ende der Pflicht“ und „Blut für den Blutgott“ auf das Sahnehäubchen.
Fazit: Ein grandioses Gesamtpaket
Ich persönlich liebe es ja, wenn ein Album nicht einfach nur aus einer Sammlung guter Songs besteht, sondern als Ganzes funktioniert. Genau das schafft URGEWALT. Jeder Titel trägt seinen Teil zur Geschichte bei, ohne sich aufzudrängen. Gemeinsam entsteht ein Werk, das von vorne bis hinten stimmig wirkt. ASENBLUT schafft den Spagat zwischen brachialer Härte, epischen Melodien und eingängigen Refrains, ohne dabei auch nur einen Moment ihre eigene Identität aus den Augen zu verlieren. Für mich ist URGEWALT ein Album, das mit jedem Durchlauf noch ein Stück wächst. Man entdeckt immer wieder neue Details, neue Melodien oder kleine musikalische Kniffe, die einem beim ersten Hören vielleicht noch entgangen sind. Genau das macht für mich ein wirklich gutes Album aus.

Wer ASENBLUT bereits liebt, wird an URGEWALT kaum vorbeikommen. Und wer die Band bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, bekommt hier den perfekten Einstieg in ihre Welt aus nordischer Mythologie, ehrlichen Botschaften und einer gehörigen Portion Wucht. Für mich kristallisieren sich vor allem die Songs „Asgards Ruf“, „Der Druide“ und „Tavernenrausch“ heraus, die es mir sehr angetan haben. Tatsächlich gibt es keinen Song, der mir gar nicht gefällt. Maximal könnte man sagen, dass einen der eine oder andere vielleicht einfach nur nicht so extrem interessiert. Gut finde ich sie alle. Und daher gibt es von mir auch 4 von 5 Sternen.
Wenn ihr Bock habt die Tour zu besuchen, findet ihr hier noch die Tourdaten:
17.09.2026 – Bochum – Rockpalast
18.09.2026 – Hamburg – Logo
19.09.2026 – Leipzig – Hellraiser
20.09.2026 – Erfurt – From Hell
21.09.2026 – Weiher – Live Music Hall
22.09.2026 – München – Backstage
23.09.2026 – Wien (A) – Viper Room
24.09.2026 – Hamberg – Grüner Wald
25.09.2026 – Lenzburg (CH) – Metbar
26.09.2026 – Selb – Rockclub
27.09.2026 – Göttingen – Exil
Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Redaktion
Als Kind der 90er bin ich vor allem mit Rock aufgewachsen. In meiner Jugend wurde ich dann mit Hilfe von Mittelalter-, Goth- und Metaleinflüssen zu dem Menschen geformt, der ich heute bin - und auf eben genau diesen Menschen bin ich heute verdammt stolz!
Ich nehme jede Erinnerung mit, die ich kriegen kann… Wann ist nochmal das nächste Konzert?






