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Das war das Wellenbrecher Open Air 2021

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Zweimal blinzeln und schon ist das Wochenende wieder vorbei! Zwischendrin gab es jede Menge Party, Bier, Pogo und Live-Musik. Da sich im Osten der Republik schon sowas Ähnliches wie „Normalität in der Veranstaltungsbranche“ eingeschlichen hat, zieht es immer mehr Bands und Veranstalter in die Gegend. So auch Unantastbar mit dem Wellenbrecher Open Air. Als tatkräftige Unterstützung auf der Bühne holten sie sich AMPEX, Willkuer, VIVA und The Ape Escape mit ins Boot. 

Von Stau und Maisfeldern 

Nachdem wir uns durch Stau, Baustellen und noch mehr Stau auf der Autobahn gequält hatten, erreichten wir über eine Holperstrecke das lang ersehnte Festivalgelände. Obwohl der Freitag nicht ausverkauft war, wirkte der Campingplatz bereits gut gefüllt. Einziger Wermutstropfen war schon zu Beginn an die schwierige Dixi-Situation auf dem Campingplatz, was die meisten Besucher dazu zwang, das angrenzende Maisfeld für kleine und große Geschäfte zu missbrauchen.  

Startschuss 

Bei angenehmen Temperaturen pilgerten die ersten pünktlich zum ersten Act des Abends vor die Bühne. AMPEX präsentierten beim inzwischen vierten Live-Auftritt ihrer Bandgeschichte die Songs ihres Debütalbums EINZELKÄMPFER. Inzwischen haben sie ihren zweiten Langspieler ALLES WAS DU BRAUCHST angekündigt. Aufgrund der wenigen Bühnenerfahrung fiel die Performance noch etwas zurückhaltend aus, was aber dem Publikum herzlich egal war. Die Leute hatten Bock zu feiern, sangen mit und wärmten sich für die kommende Band auf. 

Die vier Franken von VIVA haben sich ebenfalls auf den Weg in den Osten gemacht und heizten mit alten und neuen Songs ein. Wer bei VIVA in die erste Reihe schaut, findet meist die üblichen Verdächtigen. Auch an diesem Abend unterstützen die langjährigen Begleiter und frisch dazu gekommenen Fans lautstark ihre Jungs. 

Fan-Chöre und Lichtermeer 

Nach kurzem Umbau läutete das Intro den langersehnten Auftritt von Unantastbar ein. Dabei könnte ich nicht einmal beurteilen, ob sich die Fans mehr über Unantastbar oder Unantastbar über ihre Fans gefreut haben. Immer wieder betonte die Band, wie schön es ist, endlich wieder auf der Bühne zu stehen. Als Dankeschön für das süße Liebesgeflüster bekamen sie hallende Fan-Chöre und ein wunderschönes Lichtermeer, das sich nach Gänsehaut anfühlte. Den ein oder anderen Text-Hänger von Sänger Joggl schieben wir an dieser Stelle auf die ewig lange Live-Abstinenz. Viel zu schnell verging der erste Abend. 

Weiter geht‘s 

Nachdem sich der ein oder andere im Laufe des Vor- und Nachmittags bereits Sonnenbrand vom feinsten abgeholt hatte und sich einen stabilen Pegel angetrunken hatte, startete der Abend mit The Ape Escape. Sichtlich mehr Besucher als am Vortag fanden sich auf dem Gelände ein, was daran lag, dass der Samstag komplett ausverkauft war. 

Zu Willkuer war die Stimmung bereits am Kochen. Die Rookies-Newcomer feuerten aus allen Rohren und zeigten mit ihrer Performance, dass sie definitiv eine mitreißende Live-Band sind. 

Zustände wie auf dem Spreewald Rock 

Auch am Samstag erwarteten die Besucher sehnsüchtig den Hauptact des Abends. Unantastbar performten am Samstag die gleichen Songs wie am Tag zuvor, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Zu „Das Stadion brennt“ herrschen Zustände, die wir sonst nur vom Spreewald Rock Festival kennen. Hell erleuchtet von bengalischen Fackeln, umhüllten rotes Licht und Nebel die knapp 1000 Fans auf dem Gelände. Ein unfassbarer Anblick, den gefühlt jeder Zweite auf dem Platz lieber durch sein Handy beobachte, als es einfach auf sich wirken zu lassen. 

Wer sich bereits gewundert hat, seit wann Joggl auf der Bühne wüst mit Begriffen wie „Ihr Narren“ oder „Hurensohn“ um sich wirft, den können wir an dieser Stelle aufklären. Während der Fahrt zum Wellenbrecher Open Air hat er offensichtlich Geschmack an den Comedy-Einlagen von Stand-up Comedian und ehemaligen Poetry Slammer, Felix Lobrecht, gefunden und sorgte damit für einige Schmunzler. 

Fackel im Sturm 

Zum Abschluss des Wochenendes gab es ein letztes Bengalo- und Händemeer zu „Fackel im Sturm“. Die letzten Minuten des Abends sogen wir wie ein Schwamm auf, bevor es uns für einen letzten Absacker auf das Campinggelände verschlug. Überraschenderweise war zügig Feierabend bei den meisten Festivalbesuchern und statt Party wurde friedlich geschlummert. Freunde, das müssen wir noch üben! 

Hier gibt’s was auf die Augen:

Wellenbrecher Open Air 2021 – Galerie

 

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 28 Jahre alt, lebe, liebe und atme Musik - ganz egal ob Punk-, Deutschrock, Oi oder Metal. Wenn ich nicht gerade für Vollgas den Bürostuhl platt sitze, stolpert man mir regelmäßig auf diversen Konzerten und Festivals in ganz Deutschland über die Füße. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich.
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