Brothers of Metal im ausverkauften Hirsch in Nürnberg mit ihrer Tour… Another!
Eine Mischung aus Vorfreude, Pathos und der Energie, die entsteht, wenn sich Gleichgesinnte für einen Abend voller Hymnen versammeln. Dies herrschte am Mittwochabend in Nürnberg. Im Hirsch machte die Tour… Another! von Brothers of Metal Halt und brachte nordische Mythen, epische Chöre und jede Menge Spielfreude mit. Unterstützt wurde sie dabei von Moonlight Haze, die den perfekten Einstieg in den Abend lieferte.
Melodischer Einstieg mit Moonlight Haze
Moonlight Haze eröffnete den Abend mit einem Mix aus symphonischer Eleganz und kraftvollem Metal. Die Band verstand es, mit eingängigen Melodien und einer klaren, ausdrucksstarken Stimme sofort Aufmerksamkeit zu erzeugen und zog das Publikum problemlos in ihren Bann. Trotz früher Spielzeit sprang der Funke schnell über und der Hirsch füllte sich zunehmend mit spürbarer Vorfreude.

Jedes Mal, wenn die Frontfrau mit „Nürnberg“ persönlich ansprach, hatten die Fans den Auftrag zu explodieren – dies funktionierte nahezu einwandfrei. Spätestens bei ihrem Song „The Rabbit of the Moon“ war jegliches Eis gebrochen. Vor der Bühne standen plötzlich hunderte Menschen, die ihre Hände wie ein Hase vor sich hielten und hüpften. Ein absolutes Bild für die Götter. Es war ein gelungener Auftakt, der die Stimmung langsam, aber sicher nach oben schraubte.
Epik, Energie und ein Hauch Ragnarök
Platz frei für Brothers of Metal. Als diese Band schließlich die Bühne betrat, war es vorbei mit Zurückhaltung. Vom ersten Moment an wurde gefeiert, mitgesungen und die Fäuste in die Luft gereckt. Die Band brachte ihre ganz eigene Mischung aus Power Metal und nordischer Mythologie auf die Bühne mit einer absoluten Leichtigkeit, die ansteckend war.

Die Wechsel zwischen den Vocals sorgten für Dynamik, während die Songs selbst wie gemacht waren für große Chöre aus dem Publikum. Drei Stimmen haben gewaltig Kraft und so kommt auch genug Abwechslung an Ohren und Augen. Dabei überzeugten die Schweden nicht nur musikalisch, sondern auch durch ihre sympathische und nahbare Art. Interaktionen mit den Fans, Faustcheck und persönliches Austeilen der Setlist sind da nur einige Dinge, die bei den Fans unsagbar gut ankamen.
Ein Abend voller Hymnen und Gemeinschaft
Mit jedem weiteren Song wuchs die Energie im Raum. Vor der Bühne zeigte man sich lautstark und textsicher. Absolute Brothers of Metal Klassiker trafen auf das noch frische Material des aktuellen Albums. „Fimbulvinter“ vs. „Prophecy of Ragnarök“ und es war einfach genial. Außerdem hatte man als Besucher noch ausreichend die Möglichkeit, sich die Seele aus dem Leib zu singen bei „Chain Breaker“, „The Other Son of Odin“, „Yggdrasil“ oder bei „Fire, Blood ans Steel“. Bei letzterem konnte man im Übrigen absolut perfekt das Publikum dreiteilen.

Brothers of Metal lieferte genau das, was man sich erhoffte: einen Abend voller Power, Emotion und unvergesslicher Momente, inklusive des Gefühls, dass man wieder einmal Teil einer großen Geschichte war. Dieses Gemeinschaftsgefühl solcher Konzerte macht einfach nur süchtig. Und acht Personen auf der Bühne sind definitiv keiner zu viel, sondern absolut auf den Punkt. Am Ende blieb ein breites Grinsen und die Gewissheit, dass die Tour… Another! in Nürnberg vor ausverkauftem Haus eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, warum diese Band live so gut funktioniert.
HIER folgen die Bildlichen Emotionen und Momente des Abends:
Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Redaktion
Als Kind der 90er bin ich vor allem mit Rock aufgewachsen. In meiner Jugend wurde ich dann mit Hilfe von Mittelalter-, Goth- und Metaleinflüssen zu dem Menschen geformt, der ich heute bin - und auf eben genau diesen Menschen bin ich heute verdammt stolz!
Ich nehme jede Erinnerung mit, die ich kriegen kann… Wann ist nochmal das nächste Konzert?





