Harte Hunde mit Social Distance – so frisch, die dampfen noch
Da wurden wir aber ganz schnell hellhörig, als der Algorithmus bei uns auf den Punkt zuschlug. Pünktlich zum Release der neuen Single tauchte Social Distance in unseren Social Media Kanälen auf. Grund genug uns aufzumachen, um euch Goslar-Hardcore näher zu bringen. Willkommen bei Harte Hunde und Social Distance.
Six years earlier
Pünktlich zur Corona Pandemie dachte sich Gitarriste Angelo ein Bandprojekt zu starten. Ohne feste Bandmitglieder schrieb er Songs und spielte Gitarre und Bass ein. Mit Hilfe zweier weiterer Musiker für Gesang und Schlagzeug wurden die Tracks dann final eingespielt. Veröffentlicht wurde noch im selben Jahr ihre erste EP. TRUE DISTANCE beinhaltet drei Songs. „Social Distance”, „Gods Creation“ und „Pull The Plug”. Hier knallen wir den Stempel heftig drauf. Kaum acht Minuten lang, donnert Hardcore auf uns ein, der keine Innovation ist, jedoch mächtig Druck macht und einen Mix aus unseren Helden der Szene vorweist. Und angemerkt sei, das ist keine Kritik. Nicht vorzustellen, wäre die Veröffentlichung nur zwei oder drei Jahre später gewesen, wäre die Scheibe mit Sicherheit nicht an uns vorbeigezogen. Veröffentlicht über Balkan Brutality Productions, schaffte es Social Distance dennoch mit dem Track „Pull the Plug“ in der Best of 2021-Auswahl des Punk-Portals Punkadeka. Dort stand der Song immerhin neben Veröffentlichungen von Bands wie DRAIN, Gulch und Cro-Mags.
Karma ist eine heftig harte Bitch

Bereits ein Jahr später gab es die nächste Single „Karma“. Und, Überraschung, sie ist komplett in deutscher Sprache und kommt als brutal fett-stabiles Feature daher. Sofort denken wir an Tausend Löwen unter Feinden oder Mein Herz in Flammen. Das Beste am Track ist die Abwechslung der instrumentalen Darbietung. Hier wird nicht einfach etwas Hardcore fabriziert. Hier spielt man mit Stilen. Bereits zu Beginn, ganz ohne Vorspiel, fetzen Gitarrenmelodien, die man so nicht gewohnt ist. Dann dauert es nur Millisekunden bis man sich an den deutschen Text gewöhnt hat und schon befinden wir uns wieder in internationalen Gewässern und es wird heftig drauf los geprescht.

Knapp drei Jahre wurde es dann etwas ruhiger. Keine Veröffentlichungen mehr oder Ähnliches. Angelo nahm sich eine Kreativpause. Doch dann im März 2026 schlug Social Distance in neuer Besetzung ein neues Kapitel auf. Neben Angelo an der Gitarre, waren nun noch Fronter Kevin, Schlagzeuger Lewin und Bassist Michael mit am Start. Zeit für neue Hymnen. Die erste kam schon im März 2026 mit „Insane“. Und, Freunde der Nacht, lassen wir mal alle Vergleiche beiseite. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und veröffentlichten einen Track, der den bisherigen Härtegrad verdoppelt. Keine drei Monate später dann das vermutlich momentane Highlight der Band. Das erste Video zur neuen Single „Reborn“. Social Distance macht da weiter, wo mit TRUE DISTANCE etwas beendet wurde. Der Track ist ausgereift, kompromisslos durchtrainiert und ein Ohrenschmaus, der nach Nachschlag schreit. Im Video wirken die Protagonisten noch etwas unsicher. Das macht es aber umso sympathischer und authentischer. Vollgas Richtung Rock verlangt mehr davon.
Fazit
Karma hat zugeschlagen. Diese, noch kleine, deutsche Hardcore Perle gehört supportet. Kein Schnickschnack, kein unnötiger Ballast, einfach nur Harte Hunde für eine nicht ganz so einfache Zeit.
Social Distance Band (@socialdistance.band) • Instagram-Fotos und -Videos
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Crew | Redakteur
Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen.
Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal à la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk, bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.







