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Weltfrauentag – Frauen und Deutschrock

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Von wegen die Frau gehört an den Herd! Während die Politik an der Frauenquote verzweifelt, infiltrieren wir Mädels den Deutschrock. In der Vollgas Richtung Rock Belegschaft haben wir schon die Oberhand gewonnen. Wir in der Redaktion verzichten auf das „gendern“ unserer Texte, um für vermeintliche Gleichberechtigung zu sorgen. Mit einem obligatorischen „innen“ in unseren Berichten, ist Frau ungefähr so viel geholfen, wie einem Blinden mit einer Brille. Mit gleicher Bezahlung im Job, statt der Kennzeichnung „(m/w/d)“ bei Stellenausschreibungen, würde Frau sich sicherlich weniger diskriminiert fühlen. Doch bevor mich jemand klischeehaft nach meinem Menstruationszyklus fragt, weswegen ich so mürrisch vor mich hin mecker, widme ich mich zur Feier des Weltfrauentages den Ladys in der Rockmusik.

Der rothaarige Blickfang Sarah von Leidbild wertet die Männertruppe nicht nur optisch auf. Vor allem ihr musikalisches Gehör sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Ihr entgeht nicht, wenn sich der Kollege an der Leadgitarre mal wieder vergriffen hat oder nicht vernünftig gestimmt wurde.

Stephie von Sündflut fragt sich „Wo sind all die Typen hin?“. Inhaltlich ist der Song eher konträr zur Frauenbewegung. 1969 verbrannten Frauen auf Demonstrationen noch ihre BHs, um für ihre persönliche Freiheit zu kämpfen. Heute wünschen sie sich scheinbar doch wieder klassische Machos. Das offizielle Video zum Song ist seit Dezember online. Ob sich die Frage nach dem Verbleib der echten Kerle inzwischen geklärt hat?

Bei Morgenrot steht seit 2002 Maria am Bass und unterstützt die Herren auch gesanglich. Wer schon seit 17 Jahren in dem Männerhaufen besteht, muss ordentlich Biss haben.

Fotoshooting 26.01.19 ©VRR

Auch bei Fräulein Tonspur ist eine Frau an der Gitarre. Auf die Frage hin, wie es für die Herren ist, eine Frau in der Band zu haben, gab es nur Positives zu berichten. Michaela ist das Organisationstalent. Nicht nur wenn die Jungs kopflos wichtige Grundversorgungen wie das Bier vergessen haben, hat Michi den Laden im Griff und ist vorbereitet.

Erst kürzlich verriet uns die Band Linie 6 im Interview, wie gut eine Frau in die Truppe passt. „Irgendjemand muss ja für Disziplin sorgen…“ und wenn das eine kann, dann Keyboarderin Caroline.

Ich würde sagen, so viel Frauenpower gehört gefeiert. Also, hoch die Tassen – auf uns Mädels!

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 25 Jahre alt, habe Punk-, Deutschrock und Metal quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Frühzeitig von meinen Schwestern mit "Die Toten Hosen" beschallt, hat mich das Fieber endgültig auf meinem ersten "Die Ärzte" Konzert 2007 erwischt. Heute findet man mich meistens lauthals mitsingend in der ersten Reihe auf diversen Konzerten und Festivals. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich. Mein Motto? "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"
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