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Totalausfall im Interview

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VRR: Habt ihr musikalische Idole? 

Totalausfall: Grundsätzlich wollen wir unseren ganz eigenen Stil entwickeln. Frei nach dem Motto: „Wer stets anderen hinterherläuft, hinterlässt keine Spuren im Sand“. Allerdings lässt man sich natürlich inspirieren durch die Musik, die man selbst hört und da fallen unsere Idole doch ganz klar auf die KrawallBrüder und Goitzsche Front.  

VRR: Was sind eure persönlichen weiteren Ziele? Welche Bühnen der Nation wollt ihr noch erobern?  

Totalausfall: Momentan arbeiten wir an den Aufnahmen unseres ersten Albums. 4 Songs haben wir ja bereits in Form einer Demo CD herausgebracht, wollen nun aber sehen, dass wir das ganze bis Ende des Jahres über die Bühne bekommen. Des Weiteren sind 2 Musikvideos in Planung. Wir denken mit diesen Projekten werden wir bis Ende des Jahres gut zu tun haben. Unser größtes Ziel ist es natürlich auf der G.O.N.D. zu spielen! Aber im Allgemeinen haben wir natürlich Bock auf jede Bühne wo wir unsere Musik zum Besten geben können.  

Texte aus dem Leben

VRR: Warum habt ihr euch für Deutschrock entschieden?  

Totalausfall: Da wurden wir relativ früh geprägt. Wir haben einen Jugendclub bei uns im Ort und dort liefen dauerhaft Onkelz etc. Dadurch kamen wir alle schon recht früh mit Deutschrock in Berührung. Und ja, was sollen wir sagen, dabei ist es geblieben.  

VRR: Was motiviert bzw. inspiriert euch beim Texten?  

Totalausfall: Unsere Texte sind direkt aus dem Leben gegriffen. Im Endeffekt verpacken wir persönliche Erlebnisse und/oder Gefühle in unsere Texte. Wer uns schon einmal live gesehen hat, dem ist sicher in den Ansagen aufgefallen, dass es zu jedem Song eine eigene Geschichte gibt. Und so schreiben wir mit unseren Liedern unsere ganz eigene Geschichte. Genau darum geht es, finden wir.  

VRR: Kennt ihr 4 euch erst seit Beginn der Band oder schon vorher? Wie habt ihr zusammengefunden?  

Totalausfall: Da wir alle aus dem gleichen Dorf kommen, kennen wir uns alle schon eine halbe Ewigkeit. Robert und Stocki zum Beispiel kennen sich seit annähernd 20 Jahren. Mit der Musik sieht es da etwas anders aus. Robert kam durch Stocki 2009 zur Musik und von da an spielten die beiden gemeinsam in einer Band. 2019 wollte man dann neue Wege und einen anderen Stil einschlagen und die Band Totalausfall wurde gegründet. Nach einigen personellen Umstrukturierungen, (David besetzte das Schlagzeug ab Anfang 2020 und zuletzt stieß Julian am Bass zu uns) befinden wir uns nun in hoffentlich finaler Besetzung.  

Die letzten Gäste an der Bar

VRR: Gibt es eine unvergessliche Story aus Bandzeiten, die ihr unseren Lesern eventuell mitteilen wollt?  

Totalausfall: Also generell muss man sagen, dass es bei uns eigentlich ständig recht lustig zugeht. Was uns allerdings immer direkt auf diese Frage einfällt, ist ein Auftritt in unserem Stamm-Pub im letzten Sommer. Nach dem Gig haben wir uns da ordentlich die Dachrinne verzinkt und sind dann morgens um 5 Uhr als letzte Gäste an der Bar munter geworden – 20 km vom heimischen Bett entfernt und ohne Taxi. Also bot uns Timmi, der Koch des Lokals, sein Sofa an. Dort angekommen, fielen wir alle sofort wie die Fliegen um und schliefen erst einmal. Als David – inklusive Filmriss — munter wurde und Timmi durch den Raum laufen sah, wusste er nicht so recht was geschehen war und fragte ganz perplex, was denn die Belegschaft unserer Stammkneipe bei uns im Hotelzimmer machen würde. Nachdem wir sofort in lautes Gelächter ausbrachen, wurde ihm dann auch klar, dass wir zu keiner Zeit ein Hotelzimmer gebucht hatten. Das sind so Sachen, die prägen sich ein.  

VRR: Ihr habt euch 2019 erst gegründet und 2020 war dann Corona, Lockdown und keine Konzerte. Wie war das für euch, fielen viele Konzerte aus? Wie war es dann plötzlich auf so einem großen Festival wie dem WWH spielen zu dürfen?  

Totalausfall: Tatsächlich fielen auch bei uns einige Konzerte aus. Teils den Coronaverordnungen auf Veranstaltungen geschuldet, was es für viele Veranstalter einfach zu unlukrativ machte, andererseits da sich unser Proberaum in einem öffentlichen Gebäude befindet und dieses coronabedingt geschlossen war. So haben wir natürlich viel Zeit verloren, waren dann aber natürlich umso motivierter, als alles wieder im Anlaufen war und wir wieder Gas geben konnten. Die Möglichkeit, auf dem WWH zu spielen, hat uns völlig umgehauen. Wir hätten im Traum nicht daran gedacht, dass uns so viele Leute unterstützen und das ganze tatsächlich klappt. Nicht zuletzt auch, weil die Veranstalter eine Lösung für den Punktegleichstand mit Hauke dem OiFriesen gefunden haben. Umso größer war dann natürlich die Freude! Und mal ehrlich, welche Band träumt nicht davon, auf einem großen Festival zu spielen, mit allem Drum und Dran. Wenn man dann da hochgeht auf diese riesen Bühne mit dieser fetten Anlage und die Leute stehen vor einem, da ist man schon erst einmal kurz sprachlos. Aber dann haut man in die Saiten und es fühlt sich einfach nur geil an. Für uns war es eine super Erfahrung und wir haben auf jeden Fall Bock auf mehr!  

Melissa Müller
Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.
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