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Rockwasser Releaseparty in Coesfeld – Crewlife Tag 1

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Wir freuen uns, Carsten bei seinem Projekt “Crewlife” unterstützen zu dürfen. Als Drumtec der Band Eizbrand berichtet er von seiner Arbeit hinter den Kulissen. Sein Debüt gab er bei der Pre-Releaseshow von Rockwasser in Coesfeld:

So, da war er nun, der erste Tag eines völlig neuen Lebensabschnitts. Und ich muss zugeben, ich war aufgeregt. Nicht etwa, weil ich vor einer neuen Herausforderung stand, sondern vielmehr, weil Sascha berufsbedingt selbst erst kurz vor Einlass eintraf und ich nun für sein Drumset bei meinem ersten Aufbau komplett alleine verantwortlich war. Aber der Reihe nach.

Der frühe Vogel

Die Info, dass Sascha noch arbeiten muss, kam glücklicherweise schon lange genug vorher, sodass wir uns entsprechend darauf einstellen konnten. Er hinterließ sein Set bei der letzten Probe so, wie er es am Konzerttag brauchte und mein Arbeitstag begann auf meinen Wunsch hin schon eine halbe Stunde vor dem Rest der Crew um 9:00 Uhr morgens. Das verschaffte mir entsprechend Zeit, um mir alles genau einzuprägen, Markierungen am Set zu setzen und dann natürlich auch alles abzubauen und transportbereit zu machen.

Um 9:30 Uhr trudelten dann auch so langsam Band und Crew ein und ich fand mich in einer sehr entspannten Atmosphäre wieder, was mir alles wesentlich leichter machte. Um 10:45 Uhr war alles in LKW und Transporter verladen und ich machte mich zusammen mit Ruwen in meinem Auto auf den Weg nach Coesfeld. Von unterwegs aus haben wir dann gemeinsam meine erstes Livevideo gestartet, um die Gewinnerin von Saschas Becken bei meiner Verlosung zu ermitteln, an der geschätzt über 50 Personen teilgenommen haben (vielen Dank nochmal an der Stelle für die wahnsinnige Resonanz!)

Zwischen Brötchen, Bier und Merch

Nach etwas über einer Stunde Fahrt kamen wir an der Location in Coesfeld an und wurden dabei auch gleich von Jogi (Rockwasser) in Empfang genommen, der uns dann kurz einmal alles zeigte. Der Backstage-Bereich war wirklich wahnsinnig groß und gut ausgestattet, es mangelte uns an nichts – und schon gar nicht am Bier. Belegte Brötchen wurden kurze Zeit später serviert und so konnten wir völlig entspannt und gestärkt in den Tag starten. Als Erstes haben wir uns um den Merch gekümmert, denn Rockwasser mussten erst ihren Soundcheck absolvieren, bevor ich mit dem Aufbau beginnen konnte. Es gibt aber sicher schlechtere Arbeitsbedingungen, als zur Livemusik von Rockwasser seinem Tagewerk beim Merchaufbau nachzugehen.

Umweg nach Osnabrück und Stau

Nach dem Soundcheck von Rockwasser wurde es dann für mich ernst und ich machte mich an den Aufbau von Saschas Drumset. Zeitdruck hatte ich dabei glücklicherweise keinen, denn bereits um 15:00 Uhr konnte ich damit loslegen und die Jungs von Ampex hatten sich nach einem kleinen Umweg über Osnabrück etwas verspätet. Liebe Grüße an der Stelle! Den Soundcheck von Eizbrand betrachtete ich dann anschließend von Saschas Platz aus, denn auch der musste leider noch ohne ihn stattfinden.

Somit hatte ich tatsächlich erst ganz kurz vor Einlass, als Sascha dann nach jeder Menge Stau auf den Autobahnen eintraf und noch fix ein paar Schläge machte, die Gewissheit, alles richtig gemacht zu haben. Mit dem guten Gefühl, dass alles funktioniert und mein Drummer zufrieden war, konnte ich nun auch endlich etwas Essen und ich erfreute mich an einem reichhalten Subway-Buffet, was keine Wünsche offenließ. Grandiose Idee übrigens Subway-Sandwiches als Catering anzubieten, Chapeau!

Hey ho, let’s go

Pünktlich um 19:00 Uhr startete Ampex ihre Show und die Jungs von Eizbrand machten sich Backstage auch langsam bereit. Nach Rücksprache mit den Jungs haben wir uns entschlossen kurz vor Auftrittsbeginn nochmal live zu gehen, und so konnte ich die Band mit zwei Handys bewaffnet den ganzen Weg vom Backstage bis auf die Bühne begleiten.

45 Minuten heizten Eizbrand ordentlich ein, ehe ich dann nach dem Konzert auch ordentlich ins Schwitzen kam. Denn da Rockwasser ihr Konzert professionell aufzeichnen ließen, hatten wir nur 15 Minuten Zeit alles wieder komplett abzubauen und vor allem auch alles sachgemäß einzupacken. Aber durch die Hilfe von Tontechniker Basti, der vom Mischpult aus sofort dazu stieß, sowie Crew-Allzweckwaffe Günni und Freund der Band Batty, war tatsächlich alles nach nur sieben Minuten von der Bühne verschwunden und ich konnte mich langsam am Feierabend erfreuen, wenn man von der kurzen Einladephase durch viele helfende Hände nach Konzertende absieht.

Fazit:

Dadurch, dass ich die Männer von Eizbrand ja jetzt auch schon ein paar Jahre kenne, war es im Grunde jetzt nichts Außergewöhnliches für mich, übermäßig viel Zeit mit ihnen zu verbringen oder auch mal kurz mit anzupacken, wenn was anfällt. Was allerdings neu war, sind diese ganzen Eindrücke hinter der Bühne. Irgendwannn sitzt man dort plötzlich mit Jo von Grenzenlos, Hansi von Jean.Luc, Michael von Rockwasser und Moritz von Ampex, quatscht über alles Mögliche, und als Fan der deutschsprachigen Rockmusik, der ich ja nunmal auch bin und immer bleiben werde, ist das ganze rückblickend schon ein wenig surreal.

Vor allem weil hinter der Bühne auch alles miteinander völlig verschwimmt, sämtliche Crewmitglieder und Künstler sind sich zu jeder Zeit auf Augenhöhe begegnet und auch wenn man am Abend selbst gar nicht so darüber nachdenkt, weil im Grunde jeder einfach nur seinen Job macht, sitze ich heute am Montag danach doch ein wenig ehrfürchtig hier, während ich alles nochmal Revue passieren lasse. Ich hatte einen geilen Tag, der sich auch nach 15 Stunden, bis die letzten Kisten dann tatsächlich auch wieder im Bus waren, nicht wirklich nach Arbeit angefühlt hat. Aber da werde ich sicher auch noch irgendwann eines Besseren belehrt, da bin ich mir sicher.

Autor: Carsten Hauseur (Crewlife)

Infos zu Carstens Projekt “Crewlife” findet ihr hier:

Crewlife – Behind the Scenes of Rock’n Roll

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