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Ost+Front: Scharfe Kritik beim “AMAZON-CHECK”

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In Zeiten des Internets zählt nicht mehr, was der Kumpel beim Bierchen über die neue Platte seiner Lieblingsbands erzählt. Amazon Rezensionen sind die neuen Meinungsmacher. Einige verteilen bloß ihre Sterne, andere schreiben beinahe eine Doktorarbeit in den Kommentaren. Wir haben uns umgeschaut und sind in den Bewertungen von DEIN HELFER IN DER NOT (Ost + Front) fündig geworden. Der liebe Dominik scheint vom neuen Album nicht ganz so begeistert zu sein:

Bei Ost+Front nichts neues
DominikB (2 von 5 Sternen) vom 31.07.2020

„Das man einen Witz niemals zweimal macht, ist im Hause Ost+Front wohl noch nicht angekommen, anders ist eine Nummer wie “Schwarzer Helmut” nicht zu erklären. Die Nummer wanzt sich überdeutlich an Rammsteins “Ausländer” ran, dass man mit “Mein Eigentum” inzwischen sich selbst kopiert (Ich liebe es) sollte einem vielleicht doch zu denken geben.

Auch ansonsten gilt: Bei Ost+Front nichts neues. Einige wirklich großartige Nummern werden zwischen ausgesuchten Peinlichkeiten versteckt. Leider hat die Band mit dem stampfenden “Ikarus” und dem hintersinnigen “Schau ins Land” ihr Pulver bereits verschossen.

“Honka, Honka” erzählt vom gleichnamigen Serienmörder, allerdings in einen platten Stampfer verpackt. Eisregen haben, zuletzt z.B. mit “Mutter schneidet” gezeigt, wie viel Potential solche Horrorgeschichten haben, wenn man auf Atmosphäre statt auf Plattitüden setzt.

Auch ansonsten ist man subtil wie eine Kettensäge, wer das für Satire, schwarzen Humor oder provokant hält, hält auch Modern Talking für eine Progressive-Metal-Band.

Was den Fremdschämfaktor angeht erklimmt man auf der Bonus-CD ungeahnte Höhen. “Viel Spaß beim Sterben” wäre wohl selbst den Böhsen Onkelz in ihren besten Tagen peinlich gewesen. Vielleicht will man sich auch nur die kostenlose Werbung in Form einer Indizierung erschleichen, die Chance dürften wohl nicht schlecht stehen.

“Roter Bau” erinnert an “Dauerwelle vs. Minipli” von Die Ärzte, nur das Ost+Front das vermutlich bitterernst meinen. Auch die enthaltenen Remixe ringen den Songs keine neuen Facetten mehr ab.

Insgesamt bieten Ost+Front business as usual, nicht was andere NDH-Bands nicht tausendmal besser könnten. Das Potential für mehr ist da, bleibt aber auch in der fünften Runde ungenutzt.“

Was haltet ihr von der Bewertung? Faire Kritik oder haltlose Behauptungen?

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 27 Jahre alt, lebe, liebe und atme Musik - ganz egal ob Punk-, Deutschrock, Oi oder Metal. Wenn ich nicht gerade für Vollgas den Bürostuhl platt sitze, stolpert man mir regelmäßig auf diversen Konzerten und Festivals in ganz Deutschland über die Füße. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich.
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