Genre und ihre Hymnen – Teil 4

Unsere Reise durch die Genres geht weiter. Nach Hair Metal, Glamrock, Nu-Metal, Death Metal und Deutschrock wird es in Teil 4 wieder schön abwechslungsreich. Diesmal treffen große Stimmen auf politische Wut, Piratenwahnsinn auf Stadionklatscher und melodische Härte auf pure Gänsehaut. Auch hier gilt wie immer, dass diese Liste keine endgültige Wahrheit ist. Sie ist ein Gesprächsöffner, ein Streitgrund und hoffentlich ein guter Anlass, mal wieder ein paar Klassiker aufzulegen.

16. Symphonic Metal – Nightwish: Nemo

Symphonic Metal lebt von großen Melodien, Bombast und diesem Gefühl, als würde gleich ein ganzer Film vor dem inneren Auge starten. Nightwish hat mit „Nemo“ genau so eine Hymne geschaffen. Der Song ist melancholisch, kraftvoll und sofort wiedererkennbar. Eine unverkennbare Stimme, die orchestrale Atmosphäre und die starken Gitarren machen „Nemo“ zu einem perfekten Einstieg in dieses Genre. Nicht zu überladen, aber groß genug, um zu zeigen, warum Symphonic Metal so viele Menschen packt.

17. Crossover – Rage Against The Machine: Killing in the Name

Crossover muss knallen. Rap, Rock, Funk, Metal, Wut und Haltung treffen hier direkt aufeinander. „Killing in the Name“ von Rage Against The Machine ist dafür wohl eines der deutlichsten Beispiele. Der Song baut sich auf, stampft nach vorne und explodiert am Ende komplett. Politisch, unbequem und bis heute erschreckend wirkungsvoll. Das ist kein Song, der im Hintergrund laufen will, das ist ein Mittelfinger mit Verstärker.

18. Pirate Metal – Alestorm: Keelhauled

Pirate Metal nimmt sich selbst nicht immer bierernst und genau das macht den Spaß aus. Alestorm hat mit „Keelhauled“ eine Hymne geschaffen, die nach Rumfass, Seemannsgarn und eskalierendem Festivalzelt klingt. Der Song ist schnell, eingängig und lebt von diesem augenzwinkernden Wahnsinn, der live sofort einschlägt. Metal darf eben auch mal Quatsch machen, solange der Refrain sitzt.

19. Classic Rock – Queen: We Will Rock You

Zwei Stampfer, ein Klatschen und die ganze Welt weiß Bescheid. „We Will Rock You“ von Queen ist vielleicht einer der einfachsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Rocksongs aller Zeiten. Der Song braucht kein kompliziertes Riff und keinen langen Aufbau. Er ist Rhythmus, Ansage und Stadionmoment in einem. Genau deshalb funktioniert er bis heute überall: im Radio, im Stadion, auf Partys und natürlich live.

20. Melodic Death Metal – In Flames: Only for the Weak

Melodic Death Metal verbindet Härte mit Melodie, Druck mit Eingängigkeit. In Flames hat mit „Only for the Weak“ einen Song geschaffen, der genau diesen Spagat perfekt trifft. Der Song hat Wucht, aber auch Gefühl. Er ist hart genug, um zu drücken und melodisch genug, um sofort hängen zu bleiben. Für viele ist genau das der Göteborg-Sound in Reinform. Nicht zu vergessen: Alle springen mit und los.

Weiter geht es in Teil 5

Teil 4 zeigt wieder, dass Genres keine trockenen Schubladen sind, sondern eigene Welten. In Teil 5 wird es punkig, schräg, sonnig und richtig direkt. Welche Hymne fehlt euch bis hierhin? Schreibt es uns in die Kommentare.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Crew | Fotograf

Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.

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