Suizidprävention und Musik: Diese Playlist soll Kraft geben und Hoffnung schenken

Viele Menschen kämpfen. Viele Menschen halten sich mit unterschiedlichen Dingen über Wasser. Für viele von euch da draußen ist es die Musik. Und genau das ist sie auch für mich.

Lass dein Leben niemals los.

Es gibt Tage, da fühlt sich das eigene Leben nicht mehr wie ein Leben an. Eher wie ein verdammt schwerer Rucksack, den man seit Monaten auf den Schultern trägt. Jeder Schritt kostet Kraft. Jeder neue Morgen fühlt sich wie eine Zumutung an. Und irgendwann kommt dieser Gedanke: Vielleicht wäre es einfacher, wenn ich einfach nicht mehr da wäre.

Wenn du gerade an diesem Punkt bist, wird dir hier niemand erzählen, dass morgen automatisch alles besser wird. Das wäre Bullshit. Aber eines solltest du wissen: Dieser Moment ist nicht dein ganzes Leben. Du musst heute nicht dein komplettes Leben auf die Reihe bekommen. Du musst keine Antworten auf alles haben. Du musst auch nicht stark sein.

Du musst nur den nächsten Schritt schaffen.

Manchmal bedeutet dieser nächste Schritt schlicht: jemandem sagen, dass es gerade nicht geht. Anrufen. Schreiben. Sich zu jemandem setzen. Hilfe annehmen. Es ist keine Schwäche, wenn du nicht mehr kannst. Es bedeutet, dass du gerade verdammt viel getragen hast. Also bleib. Nicht für die Erwartungen anderer. Erst einmal nur für dich. Denn deine Geschichte ist noch nicht zu Ende.

Der gemeinsame Kampf im Musikkosmos

Viele von uns – auch ich, der diesen Artikel hier schreibt – nutzen Musik als Ventil. Oft passiert das völlig automatisch. Man hört jahrelang Bands und Songs, die einem Kraft geben. Songs, die einen durch beschissene Tage begleiten. Songs, die genau dann laufen, wenn man selbst keine Worte mehr findet. Musik kann keine professionelle Hilfe ersetzen. Aber sie kann begleiten, auffangen und manchmal genau den Moment überbrücken, in dem man einfach jemanden oder etwas braucht, das einem Halt gibt. Genau deshalb haben wir für euch eine Playlist zur Suizidprävention zusammengestellt. Songs, die Kraft geben, Hoffnung vermitteln und daran erinnern sollen, dass es sich lohnt, den nächsten Schritt zu gehen.

Suizid in Zahlen

2025 starben in Deutschland 11.334 Menschen durch Suizid. 69,2 Prozent davon waren Männer. Damit bleibt Suizid ein Thema, über das wir sprechen müssen – offen, ehrlich und ohne Tabus. Weltweit sterben laut WHO jedes Jahr mehr als 720.000 Menschen durch Suizid. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Eine Geschichte. Menschen, die zurückbleiben. Genau deshalb müssen wir darüber reden. Musik kann bleiben, wenn Worte fehlen

Vielleicht kennst du das: Du sitzt irgendwo, Kopfhörer auf, und plötzlich läuft genau dieser eine Song. Der Song, den du schon hundertmal gehört hast. Und trotzdem trifft er dich heute anders. Vielleicht ist Musik nicht die Lösung für alles.

Aber vielleicht ist sie manchmal der Grund, noch einen weiteren Tag zu bleiben.

Deshalb gibt es unsere Playlist. Für die beschissenen Tage. Für die stillen Nächte. Für alle, die gerade kämpfen. Und für alle, die jemanden kennen, der kämpft. Hör rein. Teile sie. Und vor allem: Bleib.

UNSERE PLAYLIST ZUR SUIZIDPRÄVENTION

Vielleicht ist genau dieser eine Song dabei, der heute den Unterschied macht.

Du brauchst Hilfe? Du bist nicht allein.
112 – Notruf
Bei akuter Gefahr oder wenn du befürchtest, dir selbst etwas anzutun: sofort 112 wählen.

TelefonSeelsorge – 116 123
Kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar. Alternativ: 0800 1110111 oder 0800 1110222.

116 117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Für dringende medizinische Hilfe außerhalb der regulären Sprechzeiten.

116 111 – Nummer gegen Kummer
Für Kinder und Jugendliche – anonym und kostenlos.

Du musst nicht erst völlig am Ende sein, um Hilfe zu suchen. Ein Anruf reicht. Ein Gespräch kann der erste Schritt sein.

 

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Fotograf | Redaktion | Administration | Inhaber
Mitglied im Bundesverband deutscher Pressefotografen (bdp)

Gründete 2017 das Magazin und begann eine ganz neue, "musikalische" Reise durch die rauen Landschaften von Musik, Veranstaltungen und Print- und Online-Medien.

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