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Elbkante – Newcomer im Interview

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VRR: Wann habt ihr euch gegründet und seid ihr heute immer noch gleich besetzt? Oder gab es schon Momente, wo man sich von Freunden trennen musste?

Elbkante: Unseren Anfang hatten wir 2017. Hier noch unter dem Namen Infin Dims. Wir wussten damals noch nicht so recht, was wir machen wollten und haben viel gecovert. Die Konstellation bestand damals auch aus fünf Leuten. Jannik (Gitarrist), David (Schlagzeug) und Franz (Gesang) waren schon zu dieser Zeit dabei. Wir hatten noch einen Gitarristen und einen Bassisten, die sich dann aber recht schnell anders orientierten und die Band verließen. Nach dieser Zeit begann ein Kommen und Gehen verschiedener Musiker. 2018 übernahm Franz die zweite Gitarre und damit brauchten wir nur noch einen Bassisten zu finden. Dieses passierte dann 2019, als Marc durch die Tür kam. Wir fingen mit eigenen Songs an und änderten den Bandnamen. Elbkante war geboren. 

VRR: Wer ist denn „Der Papa“, der die Schafe im Zaum hält?

Elbkante: Die Planung und Organisation, wird von unserem Sänger durchgeführt. Nach den ersten Monaten mit Elbkante hat sich Franz mehr und mehr in dieser Aufgabe zu Hause gefühlt und damit diesen Part dann schrittweise übernommen.

Die Geschichte 

VRR: In der Demo 10 Jahre besingt ihr eure letzten Jahre, korrigiert mich gerne, wenn ich das falsch Interpretiere. Habt ihr in den letzten Jahren erstmal einfach Bühnenerfahrung sammeln wollen oder habt ihr euch nicht von daheim weg getraut? Gibt ja einige Festivals, die NewcomerSlots verlosen oder größere Bands, die Supportbands suchen. Ja gut, Supportband dafür braucht man Zeit, da hängt auch gerne ein Job dran.

Elbkante: In dem Song 10 Jahre geht es weniger um die Bandgeschichte. Diese beschreiben wir in unserer Single „Hier gehör ichin10 Jahre beschreibt eigentlich die Situation, wenn man zu schnell zu viel will und macht. Es geht meistens einfach in die Hose und man hat am Ende einfach nichts erreicht und die Zeit ist weg.

Klar sammeln wir Bühnenerfahrung. Wir gehen so oft auf die Bühne, wie wir können. Nur im Proberaum zu versauern und darauf warten, dass uns etwas geschenkt wird, ist nicht unser Motto. Wir bewerben uns recht häufig für Gigs. Aber als kleine Band, die kaum jemand kennt, sind die Chancen halt sehr gering, wenn man nicht viel mitorganisiert oder es gar komplett selbst anpackt.  

(Anmerkung Redaktion: So merkt man mal wieder, wie falsch man Lieder verstehen kann. Aber es trifft ja die Tatsache, des langsamen stetigen Vorankommens. Ich hoffe sehr, dass mehr Bands, wie diese, eine Chance bekommen. Wir können uns nicht ewig auf die alten Hasen verlassen.)

VRR: Könntet ihr das beruflich vereinbaren, wenn ihr eine einmonatige Tour mitmachen könntet?

Elbkante: Wenn es nach unserer persönlichen Meinung geht, würden wir jede Bühne mitnehmen. Aber, da wir von unseren Jobs abhängig sind, bedarf dieses Thema einer langfristigen Planung. 

VRR: Denkt ihr, ihr würdet im Schatten stehen von anderen Hamburger Bands, wie z.B. Rotz und Wasser, bzw. man könnte euch mit denen vergleichen, wenn ihr bekannter werdet?

Elbkante: Unser Ziel ist es, unseren eigenen Sound zu haben. Im Schatten einer anderen Band zu stehen, verstehen wir so, dass wir einen ähnlichen Stil verfolgen. Wäre an sich aber auch nicht schlimm, solang man die Bands unterscheiden kann.

VRR: Ihr habt bisher kein Album auf den Markt gebracht. Seid jedoch fleißig am Aufnehmen, denkt ihr, wir dürfen uns bald auf eine Elbkante CD freuen?

Elbkante: Klar. Wir haben dieses Jahr 2 Singles veröffentlicht und ein Album steht für 2021 auf dem Plan. 

Die Zukunft 

VRR: Ich habe ein Herz für kleine Bands und Newcomer, bei euch muss ich ehrlich sein, ich wurde mit der Nase auf euch hingewiesen. Das heißt für mich, dass ihr eher in der Umgebung eurer Heimat spielt. Schade eigentlich. Habt ihr Wünsche und Ziele, wo ihr unbedingt mal spielen wollt? (Ein Festival, eine Stadt oder ein anderes Land)

Elbkante: Auf jeden Fall möchten wir das. Am Anfang des Jahres sollte die Bewerbungsphase eigentlich starten, und dann kam Corona. Mittlerweile gehen die Gigs wieder in kleinerem Ausmaße los und wir sind dran, die Clubs und Bands auf uns aufmerksam zu machen. Natürlich auch in anderen Städten. Es wäre so geil, mal woanders unsere Songs präsentieren zu dürfen. Unser Ziel ist bekannte Festivals zu rocken. 

VRR: Habt ihr musikalische Vorbilder, Musikstile oder Künstler, die euch geprägt haben?

Elbkante: Oh ja. Wir haben viele Einflüsse, die uns prägen und bewegen. Angefangen bei Bruce Springsteen (findet man zum Beispiel in unserem Song „Leben“ wieder) über Red Hot Chili Peppers, Guns´n Roses, Foo Fighters, Luke Holland, Die Ärzte und so weiter. Da wir wirklich sehr viel und gerne Musik hören, bleibt ein weites Spektrum nicht aus. Wir orientieren uns auch an kleineren Bands und sammeln unsere Inspiration auf regionalen Konzerten. 

Melissa Müller
Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.
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