Magie in Moll – Teil 4 – Die Hogwarts-Häuser der Rock- und Metal-Szene
Was wäre, wenn der sprechende Hut nicht in Hogwarts stehen würde, sondern am Einlass eines Festivals? Zwischen Bändchenausgabe, Bierstand und Menschen, die nur kurz zum Zelt wollten und drei Stunden später am Merch hängen geblieben sind? Vermutlich würde er einmal über die Menge schauen, tief seufzen und sagen: „Schwierig. Sehr schwierig.“ Denn auch die Rock- und Metal-Szene hat ihre Häuser. Nur tragen sie keine Schuluniform, sondern Bandshirts, Kutten, Boots und Sonnenbrand. Welcher Fan-Typ seid ihr?
Erste Reihe: Gryffindor
Gryffindor steht natürlich ganz vorne. Erste Reihe, Faust oben, keine Angst vor Bierdusche, Crowdsurfern über dem Kopf oder plötzlichem Körperkontakt mit fremden Achseln. Gryffindor-Fans sind mutig, laut und spätestens beim dritten Song heiser. Sie gehen in den Pogo, obwohl der Körper sagt: „Bitte nicht.“ Heldentum sieht manchmal aus wie ein blauer Fleck am Schienbein.

Slytherin kennt sie alle
Slytherin kennt jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt. Während alle anderen noch diskutieren, wo der Eingang ist, steht der Slytherin plötzlich im Backstagebereich und sagt: „Ach, hat sich so ergeben.“ Diese Menschen finden Abkürzungen, Gästelistenplätze und die einzige saubere Toilette auf dem Gelände. Man hasst es ein bisschen, aber respektiert es sehr.

Ravenclaw weiß alles
Wirklich alles. Welche Setlist gestern gespielt wurde. Welcher Gitarrist 2009 nur für drei Shows dabei war. Warum das Demo eigentlich besser klingt als die Albumversion. Ravenclaw-Fans korrigieren dich nicht aus Bosheit, sie können einfach nicht anders. Ihr Gehirn ist eine wandelnde Musikdatenbank mit Festivalbändchen.

Das Herz der Szene: Hufflepuff
Hufflepuff hält Plätze frei, bringt Pflaster mit, erinnert dich ans Trinken von Wasser und kauft dir Pommes, wenn du zu lange vor der Bühne standest. Während andere diskutieren, wer ein echter Fan ist, sorgt Hufflepuff dafür, dass niemand verloren geht. Ohne Hufflepuff wären Festivals nur laute Parkplätze mit Kreislaufproblemen.

Welches Haus seid ihr?
Natürlich steckt in den meisten von uns ein bisschen von allem. Wir sind mutig im Pit, schlau bei Setlists, trickreich beim Hineinkommen und fürsorglich, wenn jemand sein Zelt nicht mehr findet. Vielleicht ist genau das die Magie der Szene. Am Ende sortiert uns kein Hut, sondern die Musik macht das. Sie zeigt uns, wo wir hingehören und mit wem wir den nächsten Refrain brüllen. Also, welches Haus seid ihr? Gryffindor im Wellenbrecher? Slytherin mit Gästelisten-Glück? Ravenclaw mit Setlist-Wissen? Oder Hufflepuff mit Pflaster und Pommes? Schreibt es uns in die Kommentare.
Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Redaktion
Als Kind der 90er bin ich vor allem mit Rock aufgewachsen. In meiner Jugend wurde ich dann mit Hilfe von Mittelalter-, Goth- und Metaleinflüssen zu dem Menschen geformt, der ich heute bin - und auf eben genau diesen Menschen bin ich heute verdammt stolz!
Ich nehme jede Erinnerung mit, die ich kriegen kann… Wann ist nochmal das nächste Konzert?








