FWSC Gipfelsturm 3.0 – zwischen Gewitter und Sonnenaufgang

Vom 17. bis 19. Juli war es so weit, ein legendäres Wochenende mit dem FWSC und Frei.Wild in den Südtiroler Bergen startete mit einem Auftakt in Brixen. Der Startschuss für ein unvergessliches Kapitel Vereinsgeschichte fiel am Donnerstag in der Queens & Kings Bar in Brixen. Ein zünftiges Weißwurstfrühstück versorgte die ersten anreisenden Fans mit ausreichend Energie für alles, was darauffolgte. Schon hier wurde klar, was dieses Wochenende prägen sollte: Umarmungen, Wiedersehensfreude und vor allem Zeit mit alten Freunden. Trotz der für die meisten langen Anreise lag auf jedem einzelnen Gesicht ein unübersehbares Strahlen.

Nachdem alle gestärkt und gesättigt waren ging es weiter über die malerische Strecke durch idyllische Südtiroler Städtchen, umzäunt von majestätischen Berggipfeln mit dem Ziel der Talstation im wunderschönen Sarntal. Bei strahlendem Kaiserwetter wurde man vor Ort herzlich empfangen. Die Organisationsmaschinerie lief wie am Schnürchen. Giveaways, Festivalbändchen und Gondeltickets wurden zügig verteilt. Dank der tatkräftigen Hilfe der Bergbahnmitarbeiter war das Ein- und Ausladen des Gepäcks sowie zahlloser Bollerwagen absolut gar kein Problem.

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Der Campingplatz, Akkordeon-Klänge und die Feuertaufe im Unwetter

Auf dem Berg angekommen, konnte man bei herrlichem Sonnenschein den Blick über das Tal genießen, bevor man gemütlich zur Pfnatschalm wanderte, um die Zelte aufzuschlagen. Dort wurden auch direkt die ersten Kaltgetränk gezischt. Mit dem Anblick des atemberaubenden Alpenpanoramas war klar, dass der Abend legendär werden würde. Mit einem zünftigen Abendessen, untermalt von stimmungsvoller Akkordeonmusik, konnte der gemütliche Teil beginnen – oder auch nicht. Denn die Berge haben ihre eigenen Gesetze. Während des geselligen Beisammenseins zog das angekündigte Unwetter auf. Hagel, starker Regen, Sturm und krachende Gewitter fegten über den Zeltplatz. Nicht jeder schaffte es trocken bis ins Zelt, aber für echte FWSC’ler gilt: Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur die falsche Einstellung. Der Stimmung tat der Naturgewalten-Einsatz nicht den geringsten Abbruch.

Der magische Marsch zum Gipfelkreuz

Der Schlaf war kurz, doch effektiv, denn am frühen Samstagmorgen um 3:30 Uhr dröhnten drei laute Böllerschläge durch das Tal, welche die gesamte Truppe weckten und vom unverkennbaren Weckruf „Guten Morgen Sonnenschein“ untermalt wurde. Keiner zögerte, die Reißverschlüsse der Zelte flogen auf, die Wanderkleidung wurde übergestreift und alle versammelten sich hochmotiviert beim Bergführer. Nach einer kurzen Einweisung ging es steil hinauf Richtung Gipfel. Was für die einheimischen Südtiroler wohl eher ein entspannter Spaziergang ist, stellte sich für so manchen Flachland-Tiroler als eine echte physische Herausforderung dar. Doch in der Dunkelheit entstand ein Bild für die Ewigkeit: Eine gefühlt endlose Kette aus Stirnlampen und Lichterpunkten schlängelte sich den Serpentinenweg hinauf bis zum Gipfelkreuz. Die morgendliche Anstrengung sollte sich lohnen, denn auf dem Gipfel erwartete einen ein wundervoller Ausblick und ein Konzert der Extraklasse. Man sah erschöpfte, aber überglückliche Gesichter und in Sekundenschnelle wandelte sich die Anstrengung in pures Staunen, Stolz und riesige Vorfreude.

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Frei.Wild live am Gipfel: Ein Konzert für die Ewigkeit

Anschließend folgte, worauf alle gewartet hatten. Frei.Wild betrat die Naturbühne. Ein Akustik- und Rockkonzert in solch einer Kulisse erzeugt eine Atmosphäre, wie man sie nur ganz selten im Leben erfährt. Während die ersten Töne über die Gipfel schallten, brach langsam das Tageslicht an. Die Bergketten ringsum wurden sichtbar, Bengalos brannten und rote Rauchschwaden stiegen auf. Es wurde gelacht, gefühlt, geklatscht und aus vollem Hals mitgesungen. Jeder im Publikum saugte diese magischen Augenblicke auf.

Nach dem epischen Konzert gab es noch ein Gruppenbild mit der Band und anschließend es ein klares Ziel vor Augen: Frühstück. Kaffee und Tee zum Aufwärmen sowie eine hervorragende Frühstücksauswahl inklusive Prosecco und kühlem Bier wurden direkt am Fuße des Gipfelkreuzes serviert. Ein Festmahl bei der weiterhin atemberaubenden Kulisse. Gestärkt machten sich die Band und die Gipfelstürmer gemeinsam auf den Rückweg zur Pichelberghütte, wo bereits der wohlverdiente Aperitivo wartete. Als Überraschung empfing uns dort die Jugendblaskapelle mit einem fantastischen Ständchen.

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Die Wege teilten sich am Nachmittag: Die ersten nutzten die Zeit, um am Zeltplatz die kleinen Unwetterschäden der Nacht zu beseitigen, zu duschen oder eine Mütze voll Schlaf nachzuholen. Andere blieben direkt auf der Hütte hängen. Gegen Mittag starteten dort die Partyspiele – ein Riesenspaß mit unendlich viel Gelächter. Großer Respekt an alle, die dafür noch Kraft in den Beinen hatten.

Exklusive Weltpremiere und Hüttenmagie

Ab 19:00 Uhr startete das offizielle Abendprogramm. Ein ausgiebiger Grillabend, mitreißende Live-Musik und die absolute Riesenüberraschung des Wochenendes: die exklusive Vorab-Premiere des neuen Frei.Wild Tourvideos. Da immer wieder kleine Regenschauer durchzogen, wurde das geplante Lagerfeuerkonzert kurzerhand spontan nach innen verlegt. Das erwies sich als echter Glücksfall, da die Band und Fans hautnah beieinander auf engstem Raum waren. Die Hütte bebte, jeder strahlte, die Energie war greifbar. Nach dem Gig wurde bis tief in die Nacht gemeinsam mit der Band, Freunden und Familie ausgelassen gefeiert.

Am Sonntag gegen 07:00 Uhr morgens ertönte bereits Geklapper der ersten Zelte, die abgebaut wurden. Überall wurden Erinnerungen ausgetauscht, Fotos gezeigt und angepackt. Ganz nach dem Motto Einheit und Rückhalt, half jeder jedem, packte beim Zeltzusammenlegen an oder trug Taschen. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück startete der finale Abstieg zurück zur Gondel. Von dort aus ging es mit der Gondel zur Talstation, zurück zum Parkplatz und schließlich auf den Heimweg.

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Fazit und Danksagung

Alles in allem war der Gipfelsturm 2026 ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Zusammenhalt und Rückhalt sind in diesem Club nicht nur hohle Phrasen, sondern sie werden gelebt. Das hat jeder einzelne Teilnehmer an diesem Wochenende eindrucksvoll bewiesen. Mit wunderschönen Erinnerungen, unvergesslichen Eindrücken und ganz viel Freude im Herzen ging es auf die Heimreise.

An dieser Stelle bleibt nur noch eines zu sagen: Danke! Danke an Daniel, Micha und Andy für diese hervorragende Organisation. Es war vom ersten bis zum letzten Moment ein absolutes innerliches Blumenpflücken. Danke an die Bergführer, die uns sicher nach oben gebracht haben. Danke an das Gondelpersonal und das Team der Berghütten für die großartige Gastfreundschaft und Bewirtung. Danke an alle Beteiligten, die uns dieses unvergessliche Erlebnis ermöglicht haben. Manchmal braucht es eben kein Festival wie ein Orkan, sondern es reichen kleine besondere Momente und Begegnungen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf den nächsten Gipfelsturm. Wobei, ein Beachflair wäre zur Abwechslung auch mal wieder wünschenswert.

Gastautorin: Monika Marilla 

Hier haben wir einige Bilder für euch:

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

Crew | Grafik | Redaktion

Ich komme aus dem Herzen Württembergs, Reutlingen und bin Herzblut-Grafikerin, sodass ich das VRR Team hauptsächlich im Hintergrund seit Ende 2018 unterstütze. Doch ab und zu haue ich eben doch in die Tasten und bin ebenfalls auf einigen Festivals/Konzerten regelmäßig anzutreffen. Meine erste große Band-Liebe gilt zwar nach wie vor Linkin Park, doch seit ich 2010 von Frei.Wild mit dem Deutschrockvirus infiziert worden bin, wächst die Zahl der Bands, die mein Herz höher schlagen lassen.

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