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Tri State Corner – STEREOTYPE – VÖ 10.12.2021 

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Lange haben wir auf neue Musik der Dreiländer-Band (2 Griechen, ein Pole, ein Deutscher) warten müssen. Nachdem ihre, für den Sommer vorgesehene sechste Veröffentlichung wegen Corona verschoben werden musste, ist es nun am 10. Dezember 2021 endlich soweit. Tri State Corner kommen mit neuem Bouzouki Rock/Heavy Metal Material, das in den SoundGate Studios aufgenommen wurde und auf Drakkar Entertainment erscheint. Die Band besteht aus Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos (Gesang) und Darbuka, seinem Bruder Ioannis „Janni“ Maniatopoulos. Er übernimmt die Bouzouki und ebenfalls den Gesang. Die Gitarre wird gespielt von Christoph „Brat“ Tkocz und die Felle bearbeitet rigoros Christos Efthimiadis. 

Trackliste: 

  1. Stereotype 
  2. No Empathy 
  3. Run Away 
  4. Pride Before A Fall 
  5. Green Eyed Monster 
  6. Another Man´s Life 
  7. Morbid Fascination 
  8. Deadly Sin 
  9. Hypicrisia 
  10. Wall of Lies 
  11. Panic Bying 
  12. Schemer 

Profis am Werk 

Vor 17 Jahren machten sich Tri State Corner auf, dem Alternativ Rock – ich nenne es Heavy Metal – mit Hilfe des typisch griechischen Instruments, der Bouzouki, mehr Abwechslung und Spannung zu geben. Nach 4 Alben und einer EP ist ihnen das nun auch mit (Achtung Spoiler) STEREOTYPE gelungen. Das erwartet man natürlich, wenn man 600 Live Gigs in 22 Ländern hinter sich hat und mit allen Größen des Rock und Metal Bereichs auf Konzerten spielte. 

Die Songs 

Alle Lieder beinhalten das oben erwähnte typische Instrument. Wer jetzt davon ausgeht, dass das langweilig werden würde, wird bei jedem Song eines Besseren belehrt. Ganz genau punktuell, trotzdem immer omnipräsent kommt diese außergewöhnliche Gitarre zur Geltung. „Stereotype“ als Opener ist gleichzeitig der Titeltrack des fast 45-minütigen Werkes. Mit Stereotypen scheinen die Männer nichts am Hut zu haben. Das machen sie gleich deutlich. Nicht nur textlich, auch musikalisch ist die Band kein Stereotyp. Er zeigt deutlich die Facetten ihrer Musik. 
„Run Away“ überrascht etwas. Starke Basslines und elektronische Elemente starten diesen Song. Dann kommt alles an Instrumenten zusammen und oben drauf noch diese Stimme. Ein perfekt aufgebauter Song, insbesondere wenn man weiß, gleich kommt der Refrain. Perfekt. Meine Empfehlung für den nächsten Rocky Film.

„Pride Before A Fall“ macht massiv Stimmung. Sehr kurz baut sich der Song auf, um dann hymnenartig abzugehen. Reckt die Fäuste, Zeit zum Headbangen und Pogen.
„Green Eyed Monster“ hat viel Flair von einem Stadionrocksong. Luckys kraftvolle, aber doch sehr melancholische Stimme trägt einiges zu diesem Aspekt bei. Eine energiegeladene Ballade par excellence. Es folgen „Another Man´s Life“, „Morbid Fascination“ und „Deadly Sin“. Alle drei Titel passen perfekt ins Konzept, sind sauber arrangiert, aber können mit der schon sehr hochlegten Messlatte der oben erwähnten Titel nicht mithalten. Mit Verlaub, immer noch sehr gute Songs, jedoch haben diese mich nicht so mitgenommen.
„Hypocrisia“ macht dann da weiter, wo wir aufgehört haben. Jetzt darf wieder abgegangen werden. Ein abwechslungsreicher Titel, den man als Definition für Tri State Corner verwenden könnte. Und auch der Titel, der mich am meisten begeistert hat.

„Panic Buying“, dieser Songtitel ist quasi selbsterklärend. Panikkäufe in Zeiten der Pandemie, in denen alltägliche Dinge des Lebens mit Gold aufgewogen werden. Das haben viele von uns bestimmt schon im Supermarkt erlebt, aber hoffentlich nicht praktiziert. Ein fast klassischer Heavy Metal Song für alle Kuttenträger.
„Schemer“ war die erste Singleauskopplung und schließt das Album ab. Gleich zu Beginn darf man das Tanzbein und die Arme schwingen. Denn die Bouzouki spielt im perfekten Einklang um alle anderen Instrumente. Gepaart mit einem wunderbaren Refrain will man, wenn man so etwas mag, sich einen Ouzo hinter die Binde kippen. 

Fazit 

Es ist mit Sicherheit das bis dato ausgereifteste und beste Album von Tri State Corner. Im Rückblick auf die Vorgängeralben hat die Band, speziell in Sachen Gesangsleistung, noch einmal eine ganze Schippe draufgelegt. Die Rheinländer stellen mit ihrem Stil unter Beweis, dass der Bouzouki Rock, den sie kreiert haben, nicht langweilig wird und in der oftmals so eintönigen Metalwelt für Abwechslung sorgt. Abgesehen von genannten und nicht erwähnten Titeln, die mich nicht ganz so abgeholt haben aber vielleicht andere mitnehmen, gibt es hier eine definitive Kaufempfehlung. Nobody´s perfect. Was im Ganzen gesehen perfekt ist, ist die exakte und mit Sicherheit sehr aufwändige Produktion. Die zum Teil sehr melodiöse Stimme wirkt nie übertrieben oder unpassend. Alles ist stimmig und die punktgenau gesetzten Hooklines in den Songs überzeugen auf ganzer Linie. Ein Album, das jedem Rockfan Spaß machen wird. 

Jörg Hentzgen
Jörg Hentzgen
Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen.Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal á la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: “Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.
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