Rockwasser – GEBOREN FÜR DIE EWIGKEIT – VO: 13.11.20226
Elf Songs, eine Band, eine Botschaft, ein neues Album. GEBOREN FÜR DIE EWIGKEIT erscheint am 13.11.2026 und bringt energetische Sounds, fette Melodien und geilen Gesang auf den Plan. Seit 2004 gibt es Rockwasser. Das ist eine verdammt lange Zeit. Aber hat die Band mit ihrem mittlerweile siebten Album noch immer eine Daseinsberechtigung? Oder ist irgendwann einfach die Luft raus? Wir haben reingehört. Hart, aber fair.
Texte, Musik und Essenz
Mit den bereits veröffentlichten Singles „Unbesiegbar“, „Bittersüßer Schmerz“, „Tanz auf dem Vulkan“, „Verloren in der Nacht“ und „Wie Dynamit“ wird relativ schnell klar, wohin die Reise geht. Es steht Rockwasser drauf, es ist Rockwasser drin. Nicht weniger, aber mitunter deutlich mehr. Soundtechnisch gibt es hier die ein oder andere Überraschung. Rockwasser hält die Messlatte hoch, liefert drückende Sound, fette Riffs und bleibt dem markanten Gesang von Matze treu.
Warum ich den Gesang überhaupt erwähne? Weil eine Stimme eben auch einfach mal eine Stimme bleiben darf. Gerade in der heutigen Zeit neigen Musiker gerne zu Experimenten und legen teilweise so viele Effekte auf ihre Stimmen, dass vom eigentlichen Sänger am Ende nicht mehr viel übrigbleibt. Neues Klangbild, neue Technik, alles schön und gut, aber manchmal ist weniger eben mehr. Bei Rockwasser funktioniert das anders. Der Gesang bleibt erkennbar und passt genau dahin, wo er hingehört, nämlich in die Songs.
Hebt die Gläser hoch und Prost
Inhaltlich sind wir bei der neuen Schöpfung von Rockwasser zum Glück weit weg von Politik. Nicht falsch verstehen, ich bin durchaus der Meinung, dass Politik in Musik und auch auf eine Bühne gehört. Aber erstens haben wir davon aktuell einfach genug und zweitens sehe ich Rockwasser nicht als Missionare, die irgendwelche politischen Parolen zum Besten geben müssen. Die Band spricht hier eine klare Sprache und bleibt dabei weit weg von irgendwelchen Extremen. Umso schöner ist es, dass bei Songs wie „Alles auf null“ ein anderer Wind weht. Ska-Einflüsse, Trompete und ein Song, der einfach mal von Sorgenfreiheit lebt. Hier geht es um Freiheit, Glück und diesen einen Moment, den man am liebsten niemals wieder hergeben möchte. Für mich ist das einer dieser Songs, die nach Sommer, Bier und einem Abend mit Freunden klingen. Einfach einmal alles auf null setzen und den Rest für einen Moment vergessen.

Ein Gedeck auf der Tafel des Lebens
„Wir bleiben.“ ist ein Zitat aus dem gleichnamigen Song und meiner Meinung nach gleichzeitig die treffendste Aussage und der stärkste Song auf diesem Album. Der Song sagt eigentlich alles über Rockwasser aus. Die Band ist gekommen, um zu bleiben. Und ehrlich gesagt, sehe ich das genauso. Rockwasser hat sich in all den Jahren ihrer Bandgeschichte nur in eine Richtung bewegt, weiter nach vorne. Die Musik wurde Stück für Stück weiterentwickelt und auf ein neues Level gehoben. Genau das hört man GEBOREN FÜR DIE EWIGKEIT auch an. Natürlich erfindet Rockwasser das Rad nicht komplett neu. Das muss sie aber auch nicht. Warum sollte man etwas verändern, das funktioniert? Viel wichtiger ist doch, dass eine Band nach über 20 Jahren noch immer nach sich selbst klingt und dabei nicht stehen bleibt. Und genau das schafft Rockwasser. Sie sind kein kurzer Hype, keine Fahne im Wind und auch keine Band, die heute so und morgen komplett anders klingt, nur weil gerade irgendein Trend angesagt ist. Rockwasser ist Rockwasser, das seit 2004. Und mit GEBOREN FÜR DIE EWIGKEIT zeigt sie ziemlich deutlich, dass sie auch 2026 noch lange nicht fertig ist. Außerdem finde ich es geil, dass wir hier keine Ballade dabei haben. Dafür gibt es am Ende auch die 5/5
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Mitglied im Bundesverband deutscher Pressefotografen (bdp)
Gründete 2017 das Magazin und begann eine ganz neue, "musikalische" Reise durch die rauen Landschaften von Musik, Veranstaltungen und Print- und Online-Medien.









