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Allstars Leipzig 03.09.2022 

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Lesedauer
2 Minuten

Nachdem die Location gewechselt wurde, um die Kosten im Rahmen zu halten, wurde auch der Beginn leicht verändert. Die Band Nightmarer musste leider ihre Tour beenden und somit auch ihren Slot auf dem Allstars aufgeben. Dies führte dazu, dass der musikalische Teil erst um 15 Uhr begann. Doch auch die neue Location überzeugte mit ihrem Charme. 

Von Core bis Punk 

Wenn man selbst mal wieder Lust hat die ganze Welt anzuschreien, dann versucht es mal mit Bands wie Welk, Bite oder Albama Hot Pocket. Diese Bands sind nichts für schwache Nerven, aber dennoch wird einem eine tolle Show geboten. Ich war ziemlich froh, Ohrstöpsel zur Hand zu haben, um die Lautstärke zu dämpfen. Die Band Park+Riot durfte ich im letzten Jahr schon kennenlernen, damals war ihre Show schon einmalig. In diesem Jahr war es noch grandioser, die kleine Location lud nicht nur dazu ein, um mit den Gästen richtig zu interagieren, nein, Park+Riot tanzten durch den kleinen Saal bzw. auf der Theke, das war Punkrock der Extraklasse. Doch auch andere Bands überzeugten mit ihrer Show, so brachten Leave ihren alternativ Rock zum Besten. Leave Sänger Martin wollte die Bühne gar nicht verlassen und blieb direkt mit seiner Gitarre für Inner Space parat. Chiefland performten nicht nur ihre aktuelle Single „Superglue“, sondern versprachen auch schon, dass ein kommendes Album in Planung sei. 

Zwei Release Partys an einem Abend 

Erst eine Woche zuvor veröffentlichten Me on Monday ihr Album FAR FROM OVER und dass das Heimspiel indirekt zur Release-Party werden würde, war den Jungs bereits klar. Schon der Beginn ihrer Show war glanzvoll mit „Hope On“ und dem Gastauftritt von Rudi Schwarzer (Shouter von Annisokay) gekrönt. Ebenso releasten vor gut einem Monat Blacktoothed ihr Album JULI. Ich fragte mich seit der Veröffentlichung des Albums, wie dies wohl live klingen würde und sie haben mich nicht enttäuscht. Aus dem eher entspannten Album wurde live ein knallhartes, tanzbares Stück gepaart mit alten Liedern vom Album SEEKER. 

Fazit 

Schmale 18 Euro für 11 Bands, da nimmt man auch den Location Wechsel vom großen Saal zum kleinen Saal dankend in Kauf. Ich hätte für dieses Spektakel auch 50 Euro bezahlt. Es waren Leipziger Bands aus den verschiedensten Bereichen des Rocks. Eine super Mischung von knallhart bis hin zum tanzbaren Punk. Wer das verpasst hat ist selber Schuld. Es waren einmalige, individuelle Shows und wie sagten Park+Riot so schön? „Ein Platz, wo sich jeder willkommen fühlt, egal woher du kommst und egal wie du dich identifizierst“. Ich freue mich auf das hoffentlich nächste Allstars. Wer sich jetzt sagt „klingt ja gar nicht verkehrt“, haltet die Augen auf und kommt im nächsten Jahr vorbei. Es lohnt sich, denn umgerechnet hat eine Band ca. 1,60 Euro gekostet.  

Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.

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