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Das war das Borna Open Air 2021

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Nach dem Festival ist vor dem Festival! Um die Wartezeit nicht zu lang werden zu lassen, blicken wir auf das vergangene Wochenende auf dem Borna Open Air zurück und lassen unser gemeinsames Erlebnis Revue passieren. Wie auch schon im letzten Jahr, haben wir uns gefragt, wie schafft man es, so eine Veranstaltung trotz der desaströsen Bedingungen um Corona so perfekt zu organisieren oder überhaupt auf die Beine zu stellen. 

Musikalische Highlights und kleine Pannen 

An dieser Stelle geht ein großes Lob und natürlich ein Dankeschön an Andre Plewnia und die gesamte Crew, dass sie uns dieses Wochenende ermöglicht haben. Gespickt mit jeder Menge musikalischen Highlights aber auch mit kleineren Pannen, kann man zusammenfassend von einem absolut gelungenen Event sprechen.  

Der Einlass am Freitag verzögerte sich leider aufgrund nicht planbarer Umstände. Zum einen, weil der Andrang an dem Testzentrum enorm hoch war und die Besucher stellenweise mehrere Stunden anstehen mussten. Ursprünglich sollte direkt neben dem Eingang zum Festgelände getestet werden, doch Standplatz des Testzeltes musste kurzfristig nochmal geändert werden, weshalb erst später als geplant überhaupt getestet werden konnte. Ein weiterer Grund war, dass kurz vor dem Einlass die geballte Security-Power auf dem Zeltplatz benötigt wurde, da es dort zu einer handfesten Auseinandersetzung kam. Leider blieb die Verzögerung im weiteren Ablauf nicht ganz ohne Konsequenzen, aber dazu später mehr.  

Local Bastards waren die Pechvögel 

Die ersten, die die Bühne rocken durften waren die Jungs von Schlussakkord, gefolgt von den EgOisten. Bis dahin lief auch alles reibungslos. Die nächste Band hingegen, Local Bastards, waren die Pechvögel, die die vorab entstandene Verzögerung ausbaden mussten. Nach der Hälfte ihrer Songs wurde ihnen kurzerhand der Saft abgedreht, was ratlose Gesichter im Publikum und eine verärgerte Band hinterließ. Der weitere Abend verlief dann ohne weitere Pannen, aber dafür mit ausgelassener Stimmung. King Kongs DeorollersWiens No. 1 und der Headliner des Abends BRDigung präsentierten dem Publikum gewohnt schweißtreibende Shows. Das immer wieder auftauchende Bengalo-Lichtermeer und die großflächige Projektion der Bands, auf die weiße Fläche über der Bühne, war Balsam für die Seele eines jeden ausgehungerten Festivalfans. Zum Abschluss gab es von Stainless Steel noch ein bisschen Onkelz auf die Ohren. 

Blinder Passagier 

Der Samstag startete in kleinem, familiären Rahmen auf der Campstage. Von 12.00 – 15.40 Uhr heizten Jean Luc, Letzte WarnungBrandalarm und Leidbild ordentlich ein. Schon beim ersten Act des Tages schälten sich eine beachtliche Menge Schnapsleichen aus den Zelten, vor die Bühne und folgten der Empfehlung von Jean.Luc: “Wir trinken weiter!” Leidbild bekamen kostümierte Verstärkung auf der Bühne. Als Clown verkleidet, machte es sich ein Fan zur Aufgabe, die kuschelig kleine Stage für seine Tanzeinlage zu nutzen. Sogar ein „blinder Passagier“ konnte sich in den Umbaupausen auf die Bühne schmuggeln und seine selbst komponierten Werke zum Besten geben. Hauke, der Oifriese griff beherzt zur Akustikgitarre und ließ sich selbst von einer gerissenen Saite nicht abhalten.  

Tränen flossen 

Pünktlich 16.00 Uhr ging es dann auf Mainstage los. Zu Formlos hatten es aber noch nicht alle von der Campstage an die Hauptbühne geschafft, weil die Spielzeiten zu eng getaktet waren. Bei Herzlos war der Platz dann wieder ordentlich gefüllt und die Leute in bester Tanzlaune. “Hinsetzen” forderte Sänger Marvin und die Crowd folgte brav, nur um beim Drop in “Die Nacht ist mein Grabstein” Becher, Dreck, Frauen und Kinder fliegen lassen zu können. Ich blickte in ausnahmslos strahlende Gesichter bei den Zuschauern. Weiter ging es mit Eizbrand. Der wohl emotionalste Auftritt des Tages. Während der Show konnte man immer wieder sehen, dass solche Momente wirklich niemanden kaltlassen. Sowohl bei der Band, als auch im Publikum, sah man Tränen fließen, denn es war Marcos letzter gemeinsamer Auftritt mit Eizbrand. Aber ich denke, dass ihm kein schönerer Abschied geschenkt werden konnte.  

We are Haymaker, who the fuck are you? 

Die Rocker aus Berlin betraten danach die Bretter, die die Welt bedeuten. Berserker standen mit ihrer unglaublichen Bühnenpräsenz vor den Zuschauern und boten eine grandiose Show. Genauso die Franken von VIVA. Die Fans ließen Luftballons steigen und Flo stand mit einem bengalischen Feuer auf dem Dach der Bühne. Mit Haymaker ging es weiter. „We are Haymaker, who the fuck are you?“ Obwohl diese Band nicht ganz meinen persönlichen Musikgeschmack trifft, muss ich zugeben, dass die gebotene Liveshow absolut mitreißend war. Die Fans zeigten, dass sie trotz Corona-Zwangspause keineswegs verlernt haben, wie man pogt. Über den Headliner des Samstags muss man nicht viele Worte verlieren. Artefuckt, spielten eine geniale Show und machten einfach nur Spaß.  Eine gute Mischung aus ihren 3 Alben machte den Auftritt perfekt. Auch an diesem Abend wurden wir mit Liedern der Böhsen Onkelz verabschiedet, nur dieses Mal von den Glorreichen Halunken. 

Bis nächstes Jahr 

Wir saugen in der Zwischenzeit die Konfettireste aus sämtlichen Ritzen, pflegen unseren Sonnenbrand und die blauen Flecken und freuen uns schon auf das kommende Jahr und die nächste fette Party in Borna! 

Die komplette Bildergalerie zum Borna Open Air 2021 findet ihr hier:

Borna Open Air 2021 – Galerie

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