Angus McSix entfesselt den Hirsch in Nürnberg
Der Hirsch in Nürnberg wurde am Montagabend zum Schauplatz einer musikalischen Reise durch die Welten, getragen von Power Metal, Pathos und jeder Menge Spielfreude. Im Rahmen der TOUR OF THE ALL-SEEING ASTRAL EYE 2026 trafen mit Brainstorm, Bloodbound und schließlich Angus McSix drei Bands aufeinander, die jede für sich bereits für coole Live-Shows bekannt ist. Gemeinsam formten sie einen Abend, der von der ersten bis zur letzten Minute auf Energie ausgelegt war: laut, episch und maximal mitreißend.

Hymnen, die sofort zündeten
Den Anfang machte Brainstorm, die ohne Umschweife zeigte, warum sie seit Jahren eine feste Größe im deutschen Power Metal ist. Mit einer souveränen Bühnenpräsenz legte sie ein Fundament, das von Beginn an für Bewegung sorgte, auch wenn die Meute vor der Bühne in den ersten drei Minuten noch recht lahmarschig war. Glücklicherweise änderte sich das recht fix. Die erste Antwort des Publikums war noch etwas murrend, es war ja schließlich Montag. Schnell sprang der Funke aber über, erste Fäuste reckten sich in die Luft und der Hirsch begann, sich aufzuwärmen. Brainstorm lieferte genau das, was man sich von einem Opener wünscht: einen starken, druckvollen Einstieg, der den Abend ins Rollen brachte. Mal ganz offen gesprochen: diese Band hätte auch ganz solide den Headliner mimen können.

Mit Bloodbound wurde es noch hymnischer und gleichzeitig noch intensiver. Die Schweden verstanden es mühelos, das Publikum mit ihren eingängigen Refrains und energiegeladenen Songs mitzureißen – gelernt ist einfach gelernt. Mitsingparts wurden lautstark angenommen und die Stimmung kippte endgültig in Richtung Eskalation. Ihre Mischung aus melodischem Power Metal und direkter Ansprache machte ihren Auftritt zu einem echten Highlight und setzte die Messlatte ordentlich nach oben. Vorprogramm? Man kam sich leicht wie bei einer verkehrten Welt vor. Es gab hervorragende Stimmung, sowohl vor als auch auf der Bühne.
Wenn das all-seeing Astral Eye erwacht
Mit einem gelungenen Einstieg zog Angus McSix das Publikum in ihre eigene, überzeichnete Fantasy-Welt hinein. Die Songs wirkten wie die Kapitel einer überdrehten Saga: episch, eingängig und mit einem riesengroßen Augenzwinkern inszeniert. Dabei überzeugte die Band nicht nur musikalisch, sondern auch durch ihre visuelle Präsenz und das klare Konzept, das sich durch die gesamte Show zog. Inklusive special dance moves von Adam McSix und Schwertern auf und vor der Bühne.
Die Band nahm sich nie zu ernst und genau das machte den Charme der Show aus. Das Publikum ließ sich bereitwillig mitreißen, sang lautstark mit und feierte jede noch so überzeichnete Pose. Der Hirsch verwandelte sich dabei in eine Einheit, in der Band und Fans gemeinsam eine Geschichte erzählten – irgendwo zwischen Power Metal, Fantasy und ausgelassener Party. Ob nun der König aus dem Publikum für Jassy – verzeiht, ich meine für den Dwarf – während „Eternal Warrior“ ein Bier holen musste, oder der mittlerweile völlig vertraute T-Rex bei „Laser-Shooting Dinosaur“ die Bühne eroberte, war auch schon egal. Schließlich versuchte ja auch der Goblin „Sixcalibur“ zu stehlen.

Ein Abend voller Energie und Unterhaltung
Mit Brainstorm als gigantischem Opener und Bloodbound als hymnischem Antreiber war es für Angus McSix tatsächlich eine Mammutaufgabe, da mitzuhalten. Zugegeben, mit beiden Vorbands, die wesentlich größer sind als man selbst, war es für sie recht schwer. Einige Stimmen äußerten, dass man die Reihenfolge hätte drehen müssen. Dennoch war es ein Konzert, das sowohl durch musikalische Qualität überzeugte als auch durch seine Energie, seinen Humor und seine Fähigkeit, das Publikum komplett mitzunehmen. Nürnberg wurde Zeuge eines Abends, der dem Namen TOUR OF THE ALL-SEEING ASTRAL EYE 2026 gerecht wurde. Man bekam einen Abend, der zeigte, wie viel Spaß Power Metal live machen kann, wenn man ihn einfach feiern lässt. Genau dafür war es die Tour von Angus McSix. Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so. Wir persönlich fanden den Konzertabend genau so wie er war, trotzdem super gut und hatten viel Spaß.
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Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Redaktion
Als Kind der 90er bin ich vor allem mit Rock aufgewachsen. In meiner Jugend wurde ich dann mit Hilfe von Mittelalter-, Goth- und Metaleinflüssen zu dem Menschen geformt, der ich heute bin - und auf eben genau diesen Menschen bin ich heute verdammt stolz!
Ich nehme jede Erinnerung mit, die ich kriegen kann… Wann ist nochmal das nächste Konzert?





