20 Jahre Die Festung Rockt: ausverkauftes Jubiläum auf der Festung Rosenberg
20 Jahre Die Festung Rockt in Kronach wurde am 30.05.2026 gefeiert. Das kleine Ein-Tages-Festival war restlos ausverkauft. Zwischen strahlendem Sonnenschein, eiskaltem Bier und jeder Menge guter Musik wurde die Festung Rosenberg kräftig in ihren Grundfesten erschüttert. Neben dem Headliner Das Lumpenpack standen auch Emil Bulls und ZSK auf der Bühne.
Auftakt unter glühender Sonne
Die Mittagssonne brannte und um 12 Uhr öffneten sich die Tore zu Die Festung Rockt. Den Auftakt dieses bunten Tages bestritt die Horst Frenzel Band. Wir selbst kamen erst mit Aimless Death auf das Gelände und konnten noch die letzten Töne der Death-/Trashmetal-Band hören. Die einzelnen Auftritte waren kurz, zeigten jedoch das volle Potenzial aller Bands. Fallen Culture und Forced to Fly brachten noch einmal Schwung in den Moshpit und erhitzten die Knochen zusätzlich zur glühenden Sonne. Von den Metal-Momenten gelangte man mit Faintest Idea in die Welt des Ska-Punks.

Das Herz des Hardcores
Auf dem Festival Die Festung Rockt gab es auch eine Small Stage, die kleineren Bands Raum für ihre Musik bot. Bereits 2024 spielten dort Aimless Death. Diese Bühne wurde während der Umbauphasen der Mainstage genutzt und bildete nicht nur einen starken Kontrast, sondern auch eine gelungene Abwechslung. In diesem Jahr durften LÖM, Autumn Kids, Ghetto Justice und The Hirsch Effekt die Bühne für sich beanspruchen. Es war eine vielfältige Mischung, die im Großen und Ganzen den Hardcore- und Metal-Bereich abdeckte und so die härteren Seelen der Besucher in ihren Bann zog. Hier wurde die Wall of Death zum Statussymbol.
Laut gegen Rechts
Die Sonne wanderte an der Festung entlang und legte das Gelände Schritt für Schritt in Schatten. Indecent Behavior betrat die Bühne und brachte die Menge endgültig zum Schwitzen, denn ihr aktuelles Album SICK besticht mit Pop-Punk, der direkt ins Herz geht. Damit wurden vermutlich viele Gäste zurück in ihre eigene Jugend versetzt. Falls das nicht gelang, sollte es im Anschluss eine Gruppe Damen mit dem Lied „Ich und mein Pony“ richten. The Toten Crackhuren im Kofferraum stürmten anschließend die Bühne und brachten die Gäste dazu, irgendwo zwischen Pop-Punk und Electro-Punk zu tanzen. Der Tag neigte sich dem Ende zu und es wurde Zeit, der Welt draußen den musikalischen Mittelfinger vor das Gesicht zu halten.

ZSK betrat die Bühne und sorgte sofort für Begeisterung. Sie hatte ihr Album FEUER & PAPIER im Gepäck und brachte die Festung mit ihren Liedern zum Beben. Das war nicht nur ein eindeutiges Zeichen gegen Rechts, sondern vor allem ein klares Zeichen gegen eine Partei aus Kronach, die versucht hatte, die Veranstaltung zu verhindern. Die geballte Energie sollte nicht enden, denn im Anschluss betrat Emil Bulls die Bühne. Ihr Auftritt war eine Mischung aus dem aktuellen Album LOVE WILL FIX IT und älteren Liedern, die den Gästen unvergessliche Erinnerungen bescherten. Den Tag als Headliner beendete Das Lumpenpack und verlieh ihm eine besondere Prise Humor und Energie.
Ein Festival mit Haltung
Ein bunter und lebhafter Tag voller leckerer Cocktails und eiskaltem Bier. Neben Glitzer und dem Stand von Kein Bock auf Nazis stand ehrliche Musik im Mittelpunkt und bot allen, die keine Faschisten sind, ein Stück Heimat. Ein kleines, beschauliches Festival, das zu Recht seit 20 Jahren besteht und auch in den nächsten 20 Jahren weiter bestehen sollte. Es ist ein Ort, an dem der einzige Hass dem Rechtsradikalismus gilt. Jegliche andere Form von Hass findet dort keinen Platz und wird diesen auch nicht erhalten.
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Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Crew | Redaktion | Fotografin
Als Nachwende-Kind '95 geboren, bin ich im Herzen dennoch ein kleiner Ossi. Zum Deutschrock kam ich 2009 eher durch Zufall. Heute höre ich eine bunte Mischung von Punkrock bis Metalcore. Meistens trifft man mich jedoch bei den kleineren Bands. Seit 2019 schreibe ich für VRR und seit 2022 begleitet mich meine Kamera Berta. Mein Lebensmotto ist „Das Leben muss rocken!“










