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Szenespaltung – Brüste – Festivals

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Eigentlich geht es hier weniger um Brüste. Viele Menschen die “unserer” Szene beiwohnen fragen sich oftmals, was über die letzten 5 Jahre alles passiert ist.. Als ich eben auf den Post der Berliner Prollpropheten Berliner Weisse stolperte, habe ich mich doch genötigt gefühlt etwas zu dem Thema zu schreiben! – Viele sind es leid diese ständigen Lagerfeuer- und Stammtischdiskussionen über Kommerz, Rechts und Links zu führen. Aber wieso hat sich die Szene in diese Richtung gewandelt? – Oi!, Punk, Deutschrock, Ska und was es nicht alles noch gibt, all diese Genres haben sich problemlos die Bühnen geteilt!

Heute sieht man bei Facebook bei jedem Festival das irgendwelche Clowns ihre Gigs absagen, weil sie die Bühne nicht mit anderen Bands teilen möchten, weil diese vielleicht nicht genau so Links eingestellt sind wie die andere Kapelle. – Auch der Ruf ist fragwürdig. Einige erfolgreiche Bands haben früher problemlos mit den Punkigsten Punkbands (Gibt’s das Wort Punkig überhaupt) auf der gleichen Bühne gestanden. Auch dazu hat sich schonmal Serum 114 zu Wort gemeldet bezüglich eines Veranstalters und einem Dilemma mit Feine Sahne Fischfilet. Komisch oder? Dasselbe Festival Plakat seht ihr hier im Anhang. Die meisten Bands würden leugnen jemals auch nur mit Szenegrößen wie Frei.Wild auf der Bühne gestanden zu haben… wieso ging das damals und heute nichtmehr?

Auch auf dem Matapaloz Festival der Böhse Onkelz (Offiziell) kam schon vor das Bands erst zusagten und im Nachhinein doch den Schwanz einziehen? – Damals haben The Exploited auch schon auf derselben Bühne gestanden! Als wüsste man nicht im Vorfeld mit wem man sich einlässt.

Ich persönlich bin ein Mensch dem die Musik am Herzen liegt. Musik sollte verbinden und keine Fraktionen bilden. Sollten doch politische Statements über die Bühne posaunt werden dann gerne, aber im Backstage müsst ihr eurem Feind ja nicht mim Arsch angucken? – Dann enttäuschen wir lieber viele Fans die sich darauf gefreut haben indem diese Bands den Schwanz einziehen und das Festival komplett Kanzeln. Wenn man so will dürftet ihr ja nichtmehr in den Hallen spielen, in denen auch Bands die euch aufstoßen spielen. Schließlich passt das nicht in euer moralisches Konzept.

Ich sage: Spielt auf den Festivals auf die ihr Bock habt, teilt euch die Bühnen und hört auf den Schwanz einzuziehen. – So setzt man Statements und nicht indem man sich zurück zieht und dem “Feind” aus dem Weg geht! – Musik verbindet.

Marco Stahl
Marco Stahl
Über mich: Ich bin 24 Jahre jung und gehe seit 2010 mit wachsender Begeisterung auf Konzerte. Begonnen hat der Virus mit dem Broilers Konzert am 24.10.2010, im Rahmen der "Meine Sache"-Tour. Geprägt haben mich wie so viele andere auch, die Onkelz schon im Kindesalter und somit ahnte man schon wohin der Weg mich führt.Mein Motto: "Man lernt nicht zu sprechen, um dann das Maul zu halten". -Foiernacht
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