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Nullpunkt – Punkrock aus Rostock

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Nullpunkt tüfteln an neuen Songs, das verrieten sie bereits vergangenes Jahr auf Facebook. Mit einer Bilderaktion sorgten sie für spitze Ohren in unserer Redaktion. Für ein Musikvideo riefen sie ihre Fans dazu auf, Fotos mit sich und den eigenen Kindern an die Band zu schicken – Haustiere zählen übrigens auch als Kinder. Wann der dazugehörige Song veröffentlicht wird, bleibt noch eine spannende, aber offene Frage. Für alle, die Nullpunkt noch gar nicht kennen, werfen wir nochmal einen kleinen Rückblick auf die vergangenen zwei Alben.

5 Blickwinkel

Die ersten tapsigen Schritte setzten Nullpunkt mit ihrem Debütalbum 5 BLICKWINKEL. Nach ihrer Gründung 2007 dauerte es 5 Jahre bis zu ihrem ersten Release. Durch 9 Tracks und einer Spielzeit von 33 Minuten eher eines der schlankeren Werke. Mit ortstypischer Begrüßung und dem gleichnamigen Song „Moin Moin“ stellen sich die Rostocker stilecht in Deutschrockmanier vor. „Unhappy End“ erzählt von einer unerreichbaren Liebe, mit dramatischem Twist, doch wirklich schräg wird es mit dem 2-Minuten-Stück „Pinguin“. Klar, wer geht auch nicht mit seinem eigenen Pinguin in die Stadt? „Familienportrait“ trifft textlich heftig in die Magengegend und skizziert unter anderem das Thema sexuelle Übergriffe in der eigenen Familie. Man könnte das Album als ungeschliffenen Rohdiamanten bezeichnen, der sich noch halb im ungepressten Kohlezustand befindet.

Maritime Melodien

Der Gong schlägt zur nächsten Runde. Ihr zweites Album MARITIME MELODIEN kommt polierter um die Ecke, als noch ihr Erstlingswerk und mit 12 Songs haben Nullpunkt auch deutlich mehr Zeit zum Überzeugen. An verbalen Tiefschlägen sparen sie auch hier nicht. Kritisch und ungeschönt packen sie gesellschaftliche Missstände auf den Tisch, wobei die Heimatliebe mit „Kinder der Küste“ auf dem Album nicht zu kurz kommt. Ihre Prise schrägen Humor behalten sie auf MARITIME MELODIEN bei. „Krankenschein“ beschreibt bildlich, was sicher jeder von uns kennt: Der klassische gelbe Urlaub. Insgesamt ein buntes Potpourris, das Lust auf einen Nachschlag macht. Den erwarten wir natürlich sehnsüchtig!

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 27 Jahre alt, lebe, liebe und atme Musik - ganz egal ob Punk-, Deutschrock, Oi oder Metal. Wenn ich nicht gerade für Vollgas den Bürostuhl platt sitze, stolpert man mir regelmäßig auf diversen Konzerten und Festivals in ganz Deutschland über die Füße. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich.
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