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Eierbemalen mit Knorkator – Mit dem Pinsel gegen den Krebs

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Normalerweise kennen wir Knorkator als 5 Jungs, die mit schrillen Outfits und grotesken, teils absurden Accessoires auf humoristischer, satirischer Art die Bühnen der Republik unsicher machen. Doch vergangenen Montag konnte das Thema nicht ernster und gegensätzlicher sein. Der Kampf gegen den Krebs wurde an diesem Tag groß auf die Fahne geschrieben und so ist es auch nicht verwunderlich, dass wir die 5 Berliner locker, leger gekleidet in der KiTa „Unser Haus“ in Berlin-Friedrichshafen antrafen. Zusammen mit den Kindern der KiTa hatte man sich eine Aufgabe für den heutigen Tag gestellt; Eier bemalen für den guten Zweck. Auch wenn der Hintergrund der Aktion alles andere als ein lustiger Anlass war, so war die Stimmung dennoch heiter und ausgelassen. Dies war nicht zuletzt den Animationskünsten der Meisten Band der Welt geschuldet. Und so wurden innerhalb einer Stunde über 60 Eier bemalt, bepinselt und beklebt. „Nach über 50 Jahren kann man das mal wieder machen“, scherzte Gitarrist Buzz Dee.
„Wir wollten nicht nur Promo für das neue Album machen, das ist irgendwie doof.  Wenn man dabei noch so etwas Gutes tun kann, ist das schon ein gutes Gefühl.“, so Sänger Stumpen. „Mein Sohn geht hier in die KiTa und ich habe hier einen Aushang von einem Kind gesehen, indem über seine Krebserkrankung informiert wurde. So kam das Ganze zustande“. Zusammen mit dem Verein „Kinderlaecheln e.V.“, an den auch die Spenden gehen, wurde dieses Projekt auf die Beine gestellt.

Knorkator kann auch Kinderlieder

Mit Unterstützung von Leiterin Sabine Rudolph und ihren Kolleginnen konnte nicht nur der unkomplizierte Ablauf gewährleistet werden, sondern wurde auch für die musikalische Untermalung während der kreativen Arbeit gesorgt. So wurde „Alle Vögel sind schon da“ angestimmt und auch die 5 Hauptstadtmusiker ließen es sich nicht nehmen in den Kanon einzustimmen. Auch wurde noch ein Knorkator-Klassiker zum Besten gegeben. Nach getaner Arbeit schmetterte Sänger Stumpen mit Unterstützung von Buzz Dee an der Gitarre „Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett“ durch den Raum, ganz zur Freude des erstaunlich textsicheren einsetzenden Kinderchors. Als kleines Extrabonbon erteilte Stumpen den Kindern die Freigabe, sich künstlerisch an seinem Gesicht auszulassen, was auch ohne zu zögern und mit Freude von den Gastgebern umgesetzt wurde.  Die kleinen Hauptakteure waren merklich erfreut über den Besuch der Fun-Pop-Musiker und dem etwas anderen Kindergartentag.

Das große Spendensammeln

Am Freitag, den 12.04., werden die gefertigten Eier in Dreiersets auf Ebay unter dem Anbieter „Knorkatorstereier“ versteigert, um einen möglichst hohen Erlös für „Kinderlaecheln e.V.“ zu erreichen. Punkt 12 Uhr beginnen die Auktionen. Insgesamt werden 20 Eiersets versteigert und manche enthalten noch besondere Überraschungen. Jede dritte Auktion enthält 2 Tickets für ein Knorkator-Konzert nach Wahl. Ebenfalls wurden von Hand signierte Autogrammeier unter die Nester geschmuggelt.

Wenn euch weder Ostern, noch die Sammlerunikate interessieren, ihr aber dennoch den „Kinderlaecheln-Förderverein für krebskranke Kinder Berlin e.V.“ mit einer Spende unterstützen wollt, so könnt ihr dies gern unter folgenden Kontodaten tun:

Kinderlaecheln-Förderverein für krebskranke Kinder Berlin e.V.

IBAN     DE05 1605 0000 3507 0020 00

BIC                         WELADED1PMB

Neues aus dem Hause Knorkator

Natürlich möchten wir euch nicht die neusten Infos über die nächste Zukunft der Meisten Band der Welt vorenthalten. Wir haben die Chance Vorort genutzt und ein paar Fragen zum neuen Album „Widerstand ist zwecklos“ an den Mann gebracht. Im September soll die neue Platte auf den Markt kommen, auf die im Oktober sogleich die Tour „Zweck ist widerstandslos“ folgt. „Der Ticketverkauf ist schon sehr gut angelaufen“, lässt Stumpen verlauten. Auf dem Album werden sie sich politischer präsentieren als in ihren bisherigen Werken. „Wir haben mittlerweile die Reichweite dafür. Also warum sollten wir das nicht nutzen, wenn wir was zu sagen haben?!“, so Songwriter und Mitbegründer Alf. „Wir behandeln Krieg und den Untergang der Menschheit. Aber es wird auch wieder sinnfreie Songs geben, die machen natürlich am meisten Spaß. Es werden aber alles reinrassige Knorkator-Texte sein.“

Neugierig wie wir sind, durften wir schon einmal exklusiv in die vorproduzierten Songs rein hören. Auch wenn Alf uns gegenüber meint, dass Knorkator noch immer auf der Suche nach einem eigenen Stil sei, ist dennoch bei der Hörprobe deutlich zu erkennen, aus welcher Feder die Songs stammen. Typische Knorkator-Umbrüche in den Songs („Wir lieben Brüche“), markanter Musikstil und unverwechselbare Stimmen. Highlights sind die verschiedenen Gastmusiker, die sich auf dem gesamten Album verstecken. Angefangen bei Stumpens Tochter, die schon mit ihren jungen 16 Jahren zeigt, dass sie das gesangliche Talent ihres Vaters geerbt hat, bis hin zu drei Schwergewichten der deutschen Musikszene, die wir allerdings bisher noch geheim halten müssen. Nur so viel sei gesagt; jeder dieser 3 ist eine Ikone der deutschsprachigen Musik.

Fazit

Die Meiste Band der Welt kann nicht nur Blödsinn und Klamauk. Hinter dem Namen Knorkator stehen 5 Männer mit Herz und Väter von teils noch recht jungen Kindern. Auch wenn viel an diesem Tag gelacht wurde, war jedem bewusst worum es eigentlich ging. Die Diagnose Krebs reißt große Wunden in das Familienleben. Vereine wie „Kinderlaecheln e.V.“ versuchen diese Wunden zu heilen oder zumindest für kurze Zeit vergessen zu machen. Helft mit, dass auch weiterhin die Augen kranker Kinder leuchten können und ihre Familien Hoffnung sehen. Mit diesem Projekt und der Unterstützung von euch Fans ist zumindest schon wieder ein kleiner Schritt zum nächsten Lächeln getan.

Link Verein „Kinderlaecheln

https://vollgas-richtung-rock.de/magazin/eierbemalen-mit-knorkator-galerie/

Jerome Böhme
Jerome Böhme
Über mich: 27 Jahre jung, wohnhaft im Herzen der Republik in Sachsen - Anhalt, begeisterter Deutschrocker und Festivalgänger mit einer Affinität zum Hause Rookies&Kings. Aber auch alle anderen gut rockenden Klänge des deutschsprachigen Raums sind in meinen Ohren herzlich willkommen. In meinem bürgerlichen Leben verdiene ich mir meine Brötchen als Kinderkrankenschwester in der Händelstadt Halle (Saale)
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