25 Lieder gegen Nazis – Teil 4
Teil 4 unserer Reihe 25 Lieder gegen Nazis macht keine Umwege mehr. Die Songs gehen dahin, wo es wehtut: in Strukturen, in Denkweisen und in die bequemen Ausreden, mit denen Hass sich immer wieder neu verpackt. Hier geht es nicht nur um klare Ansagen, sondern auch um Zusammenhalt, um Abgrenzung und um die Frage, wie viel Widerspruch eine Gesellschaft aushält oder eben braucht.
ZSK – „Alle meine Freunde“
Ein Song über Zusammenhalt, aber nicht über Beliebigkeit. Hier geht es um klare Kreise und Grenzen. ZSK drückt eines einfach ganz genau aus. Nämlich: Wer Hass mitbringt, gehört nicht dazu. Punkrock als gemeinsames Versprechen.
MandelKokainSchnaps – „Rassist“
Der Song macht keine Typenlehre, er zeigt ein gesellschaftliches Dauerproblem. Rassisten sitzen nicht nur am Tresen, sie stehen auch im Anzug da. MandelKokainSchnaps zerlegt die Opferpose, mit der sich Hass tarnt: erst Sorge, dann Angst, dann Hetze. Das ist kein differenziertes Porträt, sondern bewusste Ablehnung. Du bist kein besorgter Bürger, du bist das Problem. Der Refrain ist kein Wunsch, sondern eine Ansage. Wer andere ausgrenzt, fliegt selbst raus. Unbequem, direkt und genau deshalb wirksam.
Feine Sahne Fischfilet – „Grüße ins Neandertal“
Feine Sahne Fischfilet schickt ihre Grüße dahin, wo rechtes Denken hingehört: tief in die Vergangenheit. Der Song ist rotzig, spöttisch und maximal respektlos. Und gerade deswegen funktioniert er. Kein Dialogangebot für Menschen, die andere entmenschlichen.
Katerfahrt – „Keine Alternative“
Katerfahrt setzt nicht auf Frontalangriff, sondern auf Spott und der sitzt. Mit Wortspielen rund um „braun“ und „blau“ zerlegt sie rechte Symbolik und deren politische Tarnung genüsslich. Was nach Kneipenhumor klingt, ist in Wahrheit ziemlich präzise. Hinter dem Witz steckt die klare Absage an eine Ideologie, die sich wieder als vermeintliche Lösung verkauft. Am Ende bleibt keine große Analyse, sondern eine einfache, unmissverständliche Entscheidung. Ihr seid keine Alternative.
Existent – „Kein Paradies“
Keine Hoffnungsshow, keine falschen Versprechen. Existent beschreibt mit ihrem Song eine Welt, die kippt, wenn niemand eingreift. Es klingt düster, realistisch und unbequem. Einfach Punk ohne Schönfärberei.
Am Ende bleibt keine Grauzone. Wer schweigt, macht Platz. Wer widerspricht, macht den Unterschied
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Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.




