Vollgas – Rock & Realtalk: Das Business hat seine Regeln

Manche Gespräche starten ohne großes Konzept und genau darin liegt ihre Ehrlichkeit. Ivo sitzt da, entspannt, reflektiert, ein bisschen neugierig auf das, was aus seiner neuen Band 1000Teile werden kann. Keine riesige Marketingmaschine, kein durchgeplantes Rockstar-Konzept, sondern erstmal: Musik. Und Bock darauf. Achtung, wer diese Folge lieber hören möchte als nur die Zusammenfassung zu lesen, sollte direkt hier klicken: https://linktr.ee/VollgasPodcast

Neustart mit Erfahrung im Gepäck

Die Band gibt es offiziell erst seit Kurzem. Die Social Media Kanäle wurden Ende 2025 aktiviert, im Januar 2026 erschien mit „Herz“ die erste Single und inzwischen wurde auch schon mit „Asche“ nachgelegt. Doch wer denkt, hier stünden blutige Anfänger am Start, liegt daneben. Ivo bringt reichlich Szene-Erfahrung mit. Früher selbst in Bands wie beispielsweise Kopfecho aktiv, zuletzt viel als Fotograf unterwegs (unter anderem im Umfeld von Massendefekt). Zwei Jahre begleitete er die Band intensiv, sammelte Eindrücke vom Touralltag, von Produktionsabläufen, vom Business hinter der Bühne und konnte sich zu seinem eigenem Know How noch einiges darauf schaffen. Und genau das verändert den Blick. „Früher hätte ich bei Streamingzahlen sofort Panik bekommen. Heute weiß ich: Das baut sich auf.“

Die Songs entstehen in Zusammenarbeit mit Nico Jansen. Eigentlich war zunächst nur gemeinsames Songwriting geplant – ohne konkrete Bandpläne. Doch aus Ideen wurden Songs, aus Songs entstand eine neue Formation. Und irgendwann war klar, dass das mehr wird.

Spaß statt Business-Druck

Trotz aller Erfahrung – oder vielleicht gerade deswegen – verfolgt 1000Teile keinen klassischen Masterplan. Keine künstliche Besonderheit, kein kalkuliertes Image. „Ich versuche gar nicht, besonders zu sein. Das Besondere ist für mich, wie wir mit der Musik umgehen.“

Die Band probt seit rund einem Jahr zusammen. Gefunden hat sie sich ganz klassisch über eine Anzeige. Vier Typen, die Musik machen wollen, ohne sich direkt vom Markt unter Druck setzen zu lassen. Natürlich gibt es Ambitionen. Natürlich wäre es schön, davon leben zu können. Aber Ivo ist realistisch genug, um zu wissen, wie die Branche funktioniert. „Es verdienen immer alle – außer die, die auf der Bühne stehen.“

Single-Strategie statt Album-Romantik

Statt direkt ein Album zu veröffentlichen, setzt die Band auf regelmäßige Single-Releases im Abstand von fünf bis sechs Wochen. „Ein Song ist nur ein Vorgeschmack. Wir wollen erstmal einen Katalog aufbauen.“ Produziert wird effizient: viel Vorarbeit zu Hause, gezielte Studio-Sessions, klare Abläufe. Auch die Musikvideos entstehen größtenteils in Eigenregie. „Ich würde gerne wieder Videos machen, die mehr Inhalt haben. Aber aktuell funktioniert das Single-Game ziemlich gut.“

Haltung ohne Kalkül

Politische Themen? Sind wichtig, aber nicht als Pflichtprogramm. „Es gibt Bands, die das viel besser können. Wenn ich sowas mache, dann, weil es aus mir rauskommt.“ Die Bandmitglieder sind keine Zwanzig mehr. Einige sind Väter, haben Jobs, Verpflichtungen. Musik ist Leidenschaft aber kein naiver Traum mehr.

Aber eines ist jetzt schon klar, hier geht es nicht um ein schnelles Produkt, das durch Social Media gepresst wird. Sondern um Musik, die sich entwickeln darf. Wer die komplette Folge hören möchte, kann sich hier bedienen: https://linktr.ee/VollgasPodcast

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Mitglied im Bundesverband deutscher Pressefotografen (bdp)

Gründete 2017 das Magazin und begann eine ganz neue, "musikalische" Reise durch die rauen Landschaften von Musik, Veranstaltungen und Print- und Online-Medien.