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Harpyie – AURORA Bandvorstellung und Albumreview

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Harpyie ist eine Folk Metal Band aus Ostwestfalen, die ihre Fans nach fast jedem Album zwei Jahre auf das nächste warten lässt. So auch dieses Mal, 2017 kam das letzte neue Album ANIMA heraus. 2019 war es somit wieder Zeit für die neue Scheibe und so kam diese am 28. Juni heraus.

Chartplatzierung

Direkt nach Veröffentlichung stieg das Album auf Platz 62 der offiziellen deutschen Charts ein und übertraf somit die Erwartungen der Fans und auch der Band selbst. Sie sind überwältigt und bedankten sich vor wenigen Tagen bereits dafür bei ihren treuen Fans, ohne die dieser Meilenstein nicht möglich gewesen wäre.

Aber nun nochmal zum Anfang: Manch einer fragt sich vielleicht, wer diese Band namens Harpyie überhaupt ist und was der Name bedeutet. Dieses Unwissen muss schleunigst beseitigt werden und somit komme ich zu ein paar Fakten.

Bandvorstellung

Harpyie ist in der griechischen Mythologie ein geflügeltes Mischwesen aus einem Vogel und einer Frau. Die Thematik der Mythologie zieht sich auch durch die Lieder der neuen Platte, mit Titeln wie Ikarus oder Atlantis. Die Band hat eine eigene Musikrichtung, wie das von ihnen gewählte Genre schon vermuten lässt: Folk Metal. Es handelt sich dabei um eine gelungene Mischung aus harten Drumbeats und mittelalterlichen Instrumenten, wie z.B. Sackpfeife oder Flöten.

Bandmitglieder

Aello, die Windböe – Gesang

Mechthild Hexengeige – Geige, Gesang

Podargo, der Schnellfliegende – Gitarre

Jean – Bass

Kayran, der Geflügelte – Schlagzeug

Auftritte

Live zu sehen waren Harpyie zuerst auf dem Wave-Gotik-Treffen 2011 und im Jahr 2013 wurde sie auch 2.000 Bewerbern ausgewählt um auf dem Wacken Open Air zu spielen. Für diesen Auftritt verzichtete die Band sogar auf ihre Gage, womit klar wäre, dass es ihnen nicht vorranging ums Geld geht, sondern ums Musik machen. Auf dem Wacken Open Air 2017 trat Harpyie erneut auf, diesmal allerdings unter anderen Bedingungen.

AURORA

Ein Album bestehend aus 12 Titeln, die einem viel Material zum Abrocken bieten. Mit Morgenstern beginnt es bereits mit der vollen Ladung sowohl an Gefühlen als auch an Härte. Diese verliert es auch nicht, selbst wenn die Thematik zwischenzeitlich etwas weicher zu werden scheint in Titeln, wie Kompassrosen welken nicht. Während in „Morgenstern“ das Verlassenwerden durch den Vater thematisiert wird und sowohl in „Ikarus“ als auch in „Atlantis“ Themen der griechischen Mythologie besungen werden, geht es in „Seemann Ahoi“ um die letzte Fahrt eines alten Narren. Mit „Inferno“ und „Blut und Spiele“ erreicht das Album seinen düsteren Höhepunkt, wobei das erstere in einer erstaunlich fröhlichen Melodie gewählt ist, verglichen mit seinem Inhalt.

In „Inferno“ heißt es: „Komm mit ein kleines Stück, ins Inferno und zurück. Wir sind Sternenkinder auf einem Höllenritt.“, was weniger positiv klingt. Bei „Blut und Spiele“ wurde ich vom Titel her, sehr an „Brot und Spiele“ von Saltatio Mortis erinnert, musste zunächst noch einmal genau hinhören, um den Unterschied rauszuhören. Die Thematik ist allerdings ziemlich ähnlich, denn es ist sehr gesellschaftskritisch und geht darum, dass die Menschheit immer noch mehr möchte und in wilder Raserei selbst blutende Akteure nicht genug sind. „In ihren Augen brennt die Glut, kein Tod ist hier zu viel“ zeigt dabei sehr genau, was die Band aussagen möchte.

Fazit

Zusammenfassend ist zu dem Album zu sagen, dass ich es als eine erfrischende Abwechslung empfinde. Es thematisiert andere Bereiche und kombiniert so griechische Mythologie mit mittelalterlichen Instrumenten. Ist allerdings nicht für jeden was, denn alles in allem ist es ein ziemlich düsteres Werk, meiner Meinung nach. Es wird nicht unbedingt eins meiner Lieblingsalben werden, aber dennoch finde ich es definitiv hörenswert. Wer also keine Angst vor harten Beats und düsteren deutschen Texten hat, sollte sich das Album auf jeden Fall zu Gemüte führen. Von mir bekommt AURORA 3,5 Sterne.

Salome Blum
Salome Blum
Ich bin 23 Jahre alt und eine vertrauensvolle Zuhörerin mit leicht ironischen Tendenzen. Schon mit 4 Jahren habe ich Rockmusik total gefeiert und seit 2009 geh ich regelmäßig auf Festivals und Konzerte. Ich schreibe für mein Leben gern und spiele in meiner Freizeit verschiedene Instrumente (Drums, Gitarre, Keyboard). Hauptberuflich bin ich im pädagogischen Bereich tätig und mein Motto lautet: "Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!"
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