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Spreewald Rock Festival 2019 – Nachbericht

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Alljährlich zu Pfingsten finden sich Groß und Klein der deutschen Rockszene im brandenburgischen Drachhausen zusammen. Dieses Jahr trafen die großen Namen wie Krawallbrüder, Unantastbar und Subway to Sally auf ein wohl getaktetes Line-Up. Das SRF zeigte mit seinem Bandaufgebot zum wiederholten Male, dass das Date zum Kirchenfest im Osten der Republik Platz in jedem Festivalkalender haben sollte.

Kleine Bands auf dem Spreewald Rock Festivals ganz groß!

Während die breite Masse der Besucher noch mit Aufbauarbeiten im Camp oder der ersten Alkoholzufuhr beschäftigt war, klangen schon die ersten Töne von der Campstage. InForm eröffneten das Fest kurz nach 19 Uhr und heizten mit  Schlussakkord, Soifass und Aldi Armee den gut gefüllten Platz auf und boten einen klasse Auftakt für das, was uns die nächsten Tage noch erwarten sollte. Auch das Wetter enttäuschte dieses Jahr nicht. So zog es am Freitagmorgen eine reichliche Zahl von Ausnüchterungsbedürftigen an den nahegelegenen See, welcher auch die nächsten Tage ein beliebter Ort für die dringend benötigte Abkühlung blieb.

Für die, die dazu in der Lage waren, boten sich in den Morgenstunden die Kahnfahrten durch die Spreewälder Fließgewässer an. Auch Kultur darf man sich auf einer solchen Veranstaltung nicht entgehen lassen, zumal das All inclusive Paket auf den Kähnen keine trockenen Kehlen hinterließ. Kenner der deutschen Rockkultur kommen auch um die kleinen Bands nicht herum. So traf man schon kurz nach Mittag Feierwütige bei der Campstage. Eschengrund läuteten den Freitag ein und auch Formlos gaben sich die Ehre, die Meute zum Kochen zu bringen. Stetig besser wurde die Stimmung und so lieferten Artefuckt bei ihrem ersten Auftritt beim SRF, gleich auf der Hauptbühne, ebenfalls einen souveränen Auftritt ab.

Auch Schlager rockt mächtig und darauf folgt Krawall


Gefolgt von rotzigen Tönen durch Durstige Nachbarn und Enorm spitzte sich die Stimmung weiter zu. The Paddyhats und das Wolle-Petry-Cover sorgten für den restlichen Partyhype, bevor 9mm den lang ersehnten Hauptact ankündigte. Mit gewohnt harten Tönen rissen Krawallbrüder die Bühne ab, unterstützt von Pyrotechnik, sowohl auf als auch vor der Bühne. Zahlreiche Bengalos erleuchteten den Nachthimmel um Pascal und seine Jungs und über den Köpfen des Publikums. Ein Auftritt, der seines Gleichen sucht und für Unantastbar am nächsten Tag erst einmal zu toppen galt.

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Flammenmeer statt Händemeer

Bratwurst Salat und Lebens Laenglich waren Samstag die ersten und boten, genau wie Mainfeuer, solide Leistungen auf dem Zeltplatz. Mit Alles mit Stil und Verzus wurde die Hauptbühne aufgewärmt und Bands wie Zaunpfahl und Wilde Jungs bereiteten das Publikum auf Headliner Nummer Zwei vor. Nach einer guten Show von Rotz und Wasser konnten wir endlich Unantastbar auf der Bühne bejubeln. Beim bestens besuchten Auftritt der Fünf, war Platz vor der Bühne wie gewohnt Mangelware und der Pogo begann schon mit den ersten Tönen. Die Kombo um Sänger Joggl führten die Fans mit beständiger Souveränität durch ihr Programm bis hin zum großen Highlight. Die ersten Töne haben bei „Das Stadion brennt“ die Boxen kaum verlassen, da war der Platz schon in Blutrot getaucht. Unzählige Bengalos verwandelten das Gelände in ein Feuermeer, welches das gestrige Spektakel in den Schatten stellte. UATB können Show und können ebenso stolz auf ihre Fans sein.

Bengalos auf dem Spreewald Rock Festival bei Unantastbar

Während die ersten den Sonntagnachmittag nutzten, um Abfahrtsvorbereitungen zu treffen, gaben sich noch erstaunlich gut motivierte Deutschrocker an der Hauptbühne Local Bastards und BRDigung. Die Apokalyptischen Reiter und Subway to Sally machten den Sack für dieses Jahr zu und boten allen einen gelungenen Abschied vom SRF 2019.

Fazit:

Aufgrund der zahlreichen Angebote beider Bühnen, dem Kulturprogramm und dem vertrauten Beisammensein, wird es kaum jemandem möglich gewesen sein, alle Offerten des Aufgebots in Anspruch genommen zu haben. Das Spreewald Rock Festival 2019 war wie jedes Jahr ein gut durchgeplantes Festival, welches mit seiner familiären Art besticht wie kaum ein anderes. Sicherlich brüsten sich viele Veranstaltungen dieser Art mit ihrem familiären Flair, doch hat das SRF seinen ganz eigenen Charm. Hier sind nicht nur die großen Namen wie auf überproduzierten Festivals vertreten, für welche tief in die Brieftasche gegriffen werden muss. Das Team um Florian Wenzel und Christian Ulbricht bietet seit Jahren eine konstante Leistung, die alle Geschmäcker zufriedenstellt und immer
wieder aufs Neue noch vor Ort die Vorfreude auf das nächste Jahr weckt und steigert.

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Spreewald Rock Festival – Galerie 2019

Jerome Böhme
Jerome Böhme
Über mich: 27 Jahre jung, wohnhaft im Herzen der Republik in Sachsen - Anhalt, begeisterter Deutschrocker und Festivalgänger mit einer Affinität zum Hause Rookies&Kings. Aber auch alle anderen gut rockenden Klänge des deutschsprachigen Raums sind in meinen Ohren herzlich willkommen. In meinem bürgerlichen Leben verdiene ich mir meine Brötchen als Kinderkrankenschwester in der Händelstadt Halle (Saale)
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