Metal Franconia Festival 2024 – Der Marathon geht weiter – Tag 2

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Am Morgen danach gab es ein deftiges Weißwurstfrühstück mit zünftiger fränkischer Blasmusik. Man merkte am Samstag, dass es für einige doch wohl bis in den Morgen ging, denn es war nicht so voll wie am Vortag. Das änderte sich dann erst so ab 20 Uhr.

Nur für Hartgesottene: 18 Bands in zwei Tagen!

Vision Denied

Power Prog Metal aus Süddeutschland von Vision Denied machen den müden Häuptern den Einstieg einfach. Mit chilligem, harmonischem und verhältnismäßig ruhigem Sound. Sie performen Songs von ihrem Album AGE OF THE MACHINE. Dieses Jahr steht noch das Hammerschlag Festival an.

The Romp

Foto: Ferdinand Lippert

Seit 25 Jahren sind The Romp eine feste Instanz in der fränkischen Hardcore Szene. Ihre Musik besticht energiestrotzend, mit brachialen Hardcore Riffs, fetten Metaleinschlägen und shout along Refrains. Auch wenn es scheinbar alles ältere Herrschaften sind, sie kommen sehr punkig und rockig herüber. New Metal wie er sein soll. Sänger Gunnar erinnert ein wenig an Limp Bizkit und ist voller Power auf der Bühne. Leider war dies nun heute der endgültig allerletzte Liveauftritt. Für den geforderten Moshpit waren die Metalheads im Publikum allerdings noch zu müde.

Sons of Eternity

We won´t live in silence – so ist das Motto der Melodic Power Metal von Sons of Eternity aus Franken. Präzise Rhythmen, kritische Texte und richtig geile Melodien sorgen für fliegende Haare und erhobene Fäuste. Sie zeigen einen schönen old-school/klassischen Rock, der solide gut gemacht ist und einen Hauch von Glamrock der 80er/90er besitzt. An den Gitarren überzeugten sehr junge Künstler. Matthias zeigt die breite Range seiner Stimme in allen Höhen und Facetten.

Undertow

Foto: Ferdinand Lippert

Undertow sind mit 29 Jahren Bandgeschichte eine der langlebigsten deutschen Metalbands. Sie lassen sich nicht in Schubladen stecken. Die Groovemetaler kommen aus Heidenheim. Sie sind klischeefrei, unverkrampft, energiegeladen, spielen aggressive Gitarren und haben einen melodischen Gesang – das macht Undertow aus. Schon weit über 500 Konzerte haben sie live absolviert, u. a. mit Danzig, Alice Cooper, Hypocrisy, Finntroll, Volbeat und Caliban. Dieses Jahr gibt es noch einige Festivals, auf denen man sie feiern kann, z. B. auf dem Pure fucking Metal Festival oder Herbst Metal Inferno Festival.

Die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften

Aus Fürth kommt die 1998 gegründete Spaßband Die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften, die die Musichall nicht nur aus Heimvorteil-Gründen zum Toben brachte. Man kennt sie hier und trifft sie auf vielen kleinen Festen, aber auch auf dem Moos Meadow Festival oder zu Weihnachten im Cult in Nürnberg. Selten hatte man so einen Spaß an punkigem Deutschrock. Er lädt einfach nur zum Mitsingen, Mittanzen und feiern ein.

Endseeker

Die Hamburger Death-Metal-Band Endseeker, die 2014 gegründet wurde, lieferte klassischen Death Metal im Stil schwedischer Bands wie Entrails, Demonical, Entombed und Dismember. Knallharter Metal vom Feinsten, sie powern ohne Pause in einer kraftaufreibenden, imposanten und monströs anmutenden Performance. Die Vocals sind voll und stimmig und das Zusammenspiel von Bass/Gitarren ist bestechend synchron.

Eisregen

Eisregen ist eine 1995 gegründete deutsche Dark-Metal-Band aus Thüringen, die dieses Jahr noch auf Grenzgang-Tour geht. Ihr neues Album ABART wird am 16.08.2024 das kalte Licht der Welt erblicken.

Das Publikum lauschte fast still, gebannt und andachtsvoll der unverwechselbaren Stimme von Michael Roth, der schon allein durch seine imposante Erscheinung ohne viel Schnickschnack und Effekte einfach überzeugte.

Equilibrium

Foto: Ferdinand Lippert

Nachdem sich Equilibrium im letzten Sommer von Ex-Vocalist Robse getrennt hatte, war man neugierig auf den neuen Sänger Fabian Getto. Es gab unterschiedlichste Erwartungen und Meinungen im Publikum dazu. Er jagte dann mit einer Wahnsinnshow über die Bühne und lieferte ohne Pause ab. Equilibriums Weg vom anfänglichen paganen Folkmetal hin zu symphonischem Powermetal war erfolgreich. Sie waren und sind immer präsent. Wenn jemand auf das Metal Franconia Festival gehört, dann Equilibrium!

J.B.O.

Die pinke Alt-Herren Spaßtruppe J.B.O. sorgt seit 1989 für gute Laune auf allen Rock- und Metalpartys und auch dieses Mal blieb keiner im Saal ruhig stehen. Alle feierten gebührlich das Ende des Festivals. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf 2025.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

Obwohl ich schon über 60 bin, bin ich tief im Herzen ein verrücktes und junggebliebenes Wesen. In den 60ern im Osten geboren, seit 1980 in Tschechien gelebt, bin ich dort in den 80ern zum Metal gekommen. Irgendwann in den 90ern habe ich eine Dekade Gothic und Mittelalter durchlebt, um dann doch wieder voll auf Metal umzusteigen.

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