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Krähe – Konzertbericht – Gräfenhainichen

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Eine alte Schlossruine und jung gebliebene Oldschool Rocker, das passt wie die Faust aufs Auge. Die 5 Jungs von Krähe um Frontmann Stefan Krähe kamen ins beschauliche Gräfenhainichen. Wer die Band und deren Geschichte kennt, weiß, dass diese nicht zum ersten Mal dort auftraten. Bereits zum zweiten Mal, in der Formation als Krähe, kamen sie und begeisterten ein knapp 50 Gäste starkes Publikum. Jedoch war das bei weitem nicht das zweite Konzert, mit ihrer ehemaligen Band Six traten die Musiker, damals noch in leicht anderer Formation, bereits mehrfach in dieser kleinen, feinen, aber atemberaubenden Kulisse der alten Schlossruine auf.

Vorband

Dies war kein Rockkonzert, wie wir es gewohnt sind, denn diese Band hat keine Vorband dabei und spielen so alleine volle 3 Stunden durch, mit lediglich einer kurzen Pause. Die 5 zeigen trotz ihres gesetzteren Alters immer wieder, wie viel Erfahrung in der Musikwelt doch wert ist.

Das Konzert

Das Konzert war eine geballte Mischung aus Six-Klassikern und dem aktuellen, gleichnamigen Album KRÄHE. So begann das Intro „Geliebt und Verletzt“ und sofort waren, vor allem ehemalige Six Fans, Feuer und Flamme. Wer glaubt, dass diese Band eher ruhigen Rock spielt sollte diese definitiv mal live erleben. Auch nach 25 Jahren als Musiker sind die Erfahrungen und Kenntnisse stark ausgeprägt.  Die 5 haben Power und auch die Fan-Nähe ist ihnen selbst während des Auftrittes noch wichtig. So passiert es, dass Sänger Stefan einem treuen, altbekannten Fan das Handy aus den Händen nimmt und einfach eine Runde auf der Bühne seine Kollegen filmt. Der Besitzer des Handys hätte sich, glaube ich, nichts Schöneres vorstellen können. Lieder wie „Ich brauche keinen Gott“, „Nie zu spät“ und „Mein Sohn“ ließen das aktuelle Album aufleben.

Das Publikum bekam jedoch auch einige neue Songs zu hören, sodass man da wohl schon ein neues Album in den Startlöchern vermuten kann. Jedenfalls kamen die Lieder gut an, so war die Antwort von Stefan – „Immerhin seid ihr alle noch hier und nicht weggelaufen.“. Definitiv haben die neuen Lieder etwas sehr Cooles und sind noch eine Spur rockiger als gewohnt. Nachdem man sich mit „Ehre, wem Ehre gebührt“ schon einmal auf eine EM 2020 einstimmte, wollte man sich eigentlich mit dem Hit „Geiler isses hier“ verabschieden. Das Publikum jedoch war heiß, wollte mehr und rief Zugabe, sodass man sich mit Klassikern wie „Gefallene Engel“ und „Narben und Souvenirs“ gebührend bei den Gästen verabschiedete.

Fazit

Am Ende kann man hierzu nur sagen, dieses Konzert war rockig, elegant und man fühlte, wie viel Blut, Schweiß und Tränen darin steckten. Diese Band ist vielleicht nicht mehr die Jüngste, aber sie sind definitiv auch noch weit von der Rockerrente entfernt. Es lohnt sich jedes Mal aufs Neue.

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