PRO-PAIN – STONE COLD ANGER – Albumankündigung
Für die Metal Szene sind sie mehr Hardcore als Metal. Für die Hardcore Szene mehr Metal als Hardcore. Dieses Alleinstellungsmerkmal funktioniert seit 1992 so gut, dass zwar 16 Mitglieder verschlissen, dennoch 15 klassische Longplayer veröffentlicht wurden. PRO-PAIN Mastermind, Sänger, Bassist und einzig verbliebenes Gründungsmitglied, Gary Meskil, holt zum nächsten Paukenschlag aus.
Everybody´s Darling

Mit dem oben erwähnten Mix haben die New Yorker einen Crossover erschaffen, der den noch jungen klassischen Crossover Bands und den oldschool Hardcorepunks wohl den Boden unter den Füßen wegzog. Fans der harten Saiten hatten mit der Veröffentlichung des Debüt FOUL TASTE OF FREEDOM den heiligen Gral gefunden. Innovativ, straight, voller Energie, kompromisslos ehrlich und immer mit durchgedrücktem Gaspedal lief das Album 1992 in Dauerschleife.
Der Durchbruch

Bereits 1994 ging PRO-PAIN mit The Spudmonsters und Life Of Agony auf Headlinertour in Deutschland. Wir genossen ihren Auftritt im Marquee in Berlin. Im selben Jahr wurde der Silberling Nummer zwei THE TRUTH HURTS veröffentlicht und führte zum endgültigen Durchbruch in Europa. Der Keks war gegessen mit Album Nummer drei CONTENTS UNDER PRESSURE. Der vorläufige Höhepunkt war erreicht. Das Album hielt sich neun Wochen in deutschen Charts. In den Jahren 1997 bis 2000 wurden drei weitere fantastische Alben veröffentlicht. Wer rechnen kann merkt, da war PRO-PAIN ein Fleißbienchen.
Verschnaufpause

Die Füße wurden nicht wirklich hochgelegt. Auch Best of-Alben, Live-DVD und Live-Alben machen Arbeit. Innerhalb von knapp zwei Jahren gab es vier dieser Art. 2003 dann RUN FOR COVER. Die Band zollt Tribut an Bands, die sie jahrelang begleitet haben. Gecovert wurde unter anderem Slayer, Agnostic Front, Sepultura, Motörhead und Böhse Onkelz. Für die Frankfurter Jungs haben Gary und seine Band 1998 den Headliner Status abgelegt und heizten für ihre Viva Los Tioz-Tour ein.
Jubiläum
In regelmäßigen und fast schon exakt gleichmäßigen Intervallen, die einem Schweizer Uhrwerk gleichen, gingen acht weitere mehr oder weniger beachtete Longplayer über die Ladentheken. Plus 20 YEARS OF HARDCORE. Ein Album mit fast 80 Minuten Laufzeit und unfassbaren vier starken neuen und vier neu aufgelegten Songs. Inklusive einem neuen Cover von BO. „Keine Amnestie für MTV“ kommt dem Original verdammt nah, knallt aber mehr. 2015, mit VOICE OF REBELLION, kam ihre bisher letzte Platte auf den Markt. Danach folgten reichlich Live-Auftritte. Unter anderem auf der G.O.N.D. und dem Krawall´o´Rock.

STONE COLD ANGER
Im Februar hatte PRO-PAIN ein neues Album angekündigt. Die 16. Platte ist zeitgleich ein Label-Debüt. STONE COLD ANGER wird via Napalm Records veröffentlicht und versetzt uns seitdem in Dauererregung. Bis zum 15. Mai 2026 müssen wir uns dennoch gedulden. Die Hardcore-Legenden trumpfen mit zehn neuen Tracks auf. Im besten Fall fetzen die Tracks ins selbe Fahrwasser wie die erste Single „Oceans of Blood“. Mit dem Album und der ersten Single kehrt Gitarrist Eric Klinger zurück.

Derzeit sind die Formate CD und LP bekannt. Hoffen wir, dass noch etwas aufgestockt wird. Von Seiten Napalm Records heißt es: „STONE COLD ANGER ist ein fesselnd denkwürdiger Meilenstein für die New Yorker Szene-Pioniere. PRO-PAIN liefern mühelos eine beeindruckende Machtdemonstration – wir sehen uns im Pit!“
Wer sich schon mal etwas sichern möchte, klickt hier: https://napalmrecords.com/deutsch/pro-pain
Um der alten Zeiten Willen, hier noch ein weiterer Meilenstein der New Yorker aus den ersten Glanzzeiten:
Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Crew | Redakteur
Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen.
Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal à la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk, bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.






