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Herzlos Interview – Schwarz Weiß Neon

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Seit Führen des Interviews sind einige Augenblicke ins Land gezogen, dennoch möchten wir euch nun passend zur Schwarz-Weiß-Neon Tour Folgendes nicht vorenthalten. Herzlos über die Entstehung ihrer Songs, ihre Einflüsse, Hobbies und versteckte Botschaften in ihrem Album…

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VRR: Der Albumtitel „Schwarz Weiß Neon“ verrät nicht allzu viel. Wie seid ihr auf den Namen gekommen und was bedeutet er?

Marvin: Wir haben uns innerhalb des Songwritings für den Albumtitel entschieden. Bedeutet, dass wir bereits den Song „Schwarz Weiß Neon“ hatten, bevor der Albumname feststand. Wir hatten noch einen zweiten Albumtitel im petto, nämlich „Aus anderem Holz“. Wir haben uns aber dann für Ersteres entschieden, da wir in Zeiten von Schwarz-Weiß-Musik einfach der Farbtupfer sein möchten und etwas kreieren wollten, das etwas anderes ist, als man in dem Genre gewohnt ist. Dieser Gedanke hat sich schlussendlich durch die gesamte Albumproduktion gezogen und wir finden, dass es das Album am Ende zu dem gemacht hat, was es geworden ist.

VRR: Was ist euch bei der Albumaufnahme im Kopf geblieben?

Marvin: Vorab ganz liebe Grüße an Willi, der unser Album produziert hat. Mit dem Willi haben wir einfach jemanden gefunden, der menschlich und musikalisch perfekt zu uns passt. Danke für die geile Zeit! Er ist dafür bekannt, auf den Alben versteckte Botschaften zu hinterlassen. Auf dem Album einer befreundeten Band beispielsweise hat er einen Furz auf einer Snare-Drum platziert! (lacht) Eine solche versteckte Botschaft befindet sich auch auf unserer Platte, die wir aber nicht verraten werden. Auch die Entstehung der Songs haben stellenweise ganz verrückte Hintergründe. Einmal habe ich versehentlich auf Andrews Pedalboard gestanden, wodurch dann erst eine Idee zu einem passenden Effekt entstanden ist, den wir auch anschließend eingebaut haben. Darüber hinaus hatten wir das allererste Mal wirklich die Möglichkeit und die Zeit uns komplett während der Aufnahmen auszuleben und das hört man auch.

VRR: Inwiefern unterscheidet es sich vom Vorgängeralbum Zweifler und Gewinner?

Marvin: Grundsätzlich wollten wir auch mit „Schwarz Weiß Neon“ etwas modernere Musik machen, als das Genre momentan vorgibt. Obwohl wir gesanglich und musikalisch etwas ausgeschweift sind, wollten wir unserer Musik treu bleiben. Die Songs könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch sind wir trotz damaligem Wechsel an der Lead-Gitarre mit jeder Menge Energie in dieselbe Richtung gegangen. Jede Band kommt irgendwann zu dem Punkt, an dem sie sagt, dass sie erwachsener und reifer geworden ist, doch konnten wir „verspielte“ Einflüsse, wie man sie „Ohne Fehl und Tadel“ hört, mit einbauen und sind unserer Linie treu geblieben! Trotz allem passt „Schwarz Weiß Neon“ vielleicht nicht mehr ganz in das typische Deutschrock-Cliente und wir hoffen damit auch Zuhörer aus anderen Genres begeistert zu haben.

VRR: Was sind eure Lieblingssongs von der Platte und warum?

Marvin: Mein persönlicher Favorit ist „Ohne Fehl und Tadel“, weil ich mich darin am meisten wiedererkenne und an ein paar Arschgesichtern aus der alten Zeit einige Seitenhiebe ausgeteilt habe!

Christoph: Bei mir wäre es wahrscheinlich „Heiligenschein“. Dieser und „Platin“ halten sich etwas die Waage, aber „Heiligenschein“ ist musikalisch einfach etwas abwechslungsreicher und sagt etwas Sozialkritisches aus.

Andrew: „Saufen für den Regenwald“, eindeutig! (lacht) Ich glaube „Du bist das Gift“ ist so mein Baby. Das war der erste Song an dem ich mit geschrieben habe. Da liegt ein wenig mein Herz dran!

Alex: Also ich finde „Ich bleibe hier“ sehr gut. Einfach weil es vielseitig ist und keinen Herzrhythmus hat.

Oliver: Das hängt davon ab, welchen Song ich gerne auf der Gitarre spiele. In dem Fall ist der „Heiligenschein“ ganz vorne! Ansonsten spiele ich neben vielen anderen auch „Platin“ besonders gern!

VRR: Wie darf man sich die Entstehung eines typischen Herzlos-Songs bei euch vorstellen?

Marvin: Meistens habe ich Text und Musik schon grob geschrieben. Im Proberaum wird es dann zusammen verfeinert. Ganz besonders hat unser Gitarrist Andrew zur Farbe des neuen Albums beigetragen. Bei „Schwarz Weiß Neon“ haben wirklich alle ihre Einflüsse mit einfließen lassen und deshalb klingt „Schwarz Weiß Neon“ auch 100% nach Herzlos.
Meine Freundin sagt, sie würde mich beim Texte schreiben nie sehen, aber das liegt daran, dass ich immer mal wieder etwas aufschnappe. Im Proberaum wird dann auch oft einfach etwas ausprobiert und plötzlich steht ein Song! Mit einem Mal passt es einfach, aber es gibt kein typisches Schema F.

VRR: Welche Interpreten haben eure Musik beeinflusst bzw. was hört ihr gerne privat?

Oliver: Ich war dieses Jahr bei Peter Maffay! Ich bin mit dem alten Scheiß aufgewachsen: Iron Maiden, Helloween, Running Wild haben wir vorhin im Bandbus gehört. Von denen habe ich sogar „irgendwo“ ein Tattoo! (lacht)

Alex: Die Toten Hosen! Beste Band der Welt und so!

Christoph: Aktuell habe ich Hollywood Undead für mich entdeckt. Ansonsten sind Billy Talent und Rise Against wahre Dauerbrenner bei mir!

Andrew: Bring me the horizon, Slipknot, Alter Bridge und Greed…

Marvin: Mit 16 Jahren habe ich HipHop gemacht… KIZ gehört zu meinen absoluten Favoriten. Ich habe aber auch mit Opa immer Creedence Clearwater Revival gehört. In sowas kann ich mich einfach total verlieren…

VRR: Erzählt mal etwas aus eurer Freizeit oder euren Hobbies.

Marvin: Ich versuche mir im Bike-Park mit meinem Mountainbike regelmäßig die Knochen zu brechen. Wenn ich das nicht tue mache ich Leute im Tischkicker nass!

Alex: Ich versuche verzweifelt irgendwie die Finanzen unserer Band zu verwalten! (lacht) Essen, Saufen und Atmen find ich noch ganz geil!

Christoph: Ich bin mittlerweile ein fanatischer Zocker. Ich war dieses Jahr einmal sechs Wochen krank und wenn meine Freundin mich gelassen hat, dann gab es immer Rainbow Six Siege!

Andrew: Ich spiel eigentlich nur Gitarre! Ach ja, folgt mir auf Instagram! (lacht)

Oliver: Ich spiele leidenschaftlich gerne Fußball. Passend dazu bin ich Trainer unserer Jugendmannschaft. In der A-Jugend war Alex mein Torwart und Marvin war auch dabei. Marvin hat aber meistens die Bank gehütet! (lacht)

Wir bedanken uns bei der Band Herzlos für ihre Zeit und freuen uns am 23. November im “Ponyhof” in Frankfurt zur Schwarz-Weiß-Neon Tour dabei zu sein! Bericht und Fotos werden in der ersten Ausgabe des Vollgas-Richtung-Rock Printmagazins ab dem 18. Januar 2019 erscheinen!

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Herzlos befindet sich aktuell auf Tour zum Album:

Christoph Steger
Christoph Steger
Über mich: Ich bin 23 Jahre jung und besuche seit 7 Jahren leidenschaftlich gerne Rockfestivals und Konzerte. Schnell konnte ich mich für die Abläufe hinter der Musik und dessen Drumherum begeistern, sodass ich mich bereits seit 6 Jahren intensiv in der Szene engagiere. Hauptberuflich bin in der kaufmännischen Branche zuzuordnen und befinde mich derzeit im Studium. Mein Motto: Wenn du Bock auf etwas hast, findest du auch Zeit dazu! (Gez: 15.01.2018 / Aktualisiert: 20.12.2018)
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