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Bandvorstellung Jean.Luc

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Wenn ihr den Namen Jean.Luc hört – an wie viele Personen denkt ihr dann? Eine? Zwei? Richtig: Drei! Jean.Luc ist eine neue Alternative/Deutschrockband aus Köln, bestehend aus Sänger Hansi (aka Jean.Luc), Gitarrist Ronny und Bassist EddyWie es zu dem gemeinsamen neuen Projekt kam beschreibt Sänger Hansi so: 

Am Anfang war ich tatsächlich komplett alleine. Von den Drums über die Saiteninstrumente zu den Keys und dem Gesang habe ich alles selbst geschriebenkomponiertaufgenommen und organisiert. So entstanden die ersten zwei EPs („Chaos/Kopf“ und „Herz/Schrei“). Für die zweite Platte „Herz/Schrei“ wollte ich allerdings einmal mit meinen eigenen Songs auf eine Bühne, um diese dort zu präsentieren. Kurzerhand fragte ich Eddy und Ronny, ob sie mich für einen Abend an den Saiteninstrumenten begleiten würden. Beide brannten dafür und so begannen unsere ersten gemeinsamen Schritte als Jean.Luc auf dem Weg zu einer Bühne. Wie gesagt, das Konzert war eigentlich als einmalige Sache geplant… Ja… Eigentlich…. 

Ich hätte den Stil der Band automatisch dem Genre Deutschrock zugeschrieben. Die Jungs selbst sehen das nicht ganz so eindeutig. Aber lassen wir doch einfach Bassist Eddy seinen Senf dazu geben: 

Ich finde es schön, dass man heutzutage noch Musik entwickeln kann, die sich nirgendwo richtig einordnen lässt. Wir nehmen die unterschiedlichsten Elemente aus vielen verschiedene Genres und machen unser eigenes Ding daraus. Sei es Nu Metal, Pop/Punk oder sogar Schlager. Kein Song klingt gleich. Wenn ich es einordnen müsste, dann wäre es experimenteller Alternative/Deutschrock. 

Langeweile treibt seltsame Blüten  

Vor kurzem startete Hansi dann über Facebook einen Aufruf an seine Fans, ihm bei seinem Song „Isolation“ ein wenig unter die Arme zu greifen, was voller Begeisterung angenommen wurde. Wie es dazu kam, können Jean.Luc besser erklären: 

Hansi: Wir waren als Band musikalisch leider getrennt und keiner von uns wusste so richtig, was wir jetzt machen sollen und/oder wann wir uns wiedersehen werden. Ich saß abends in meiner kleinen Musik-Ecke und spielte etwas Keyboard. Dabei entstand ein etwas „seltsamer“ Sound. Ich musste beim Spielen die ganze Zeit lachen und dachte mir: „Hey, das klingt ja voll nach Schlager!“. Aus der Laune heraus, nahm ich einen kleinen Teil des Songs auf, trank dabei ein paar Gin Tonics zu viel und postete dann auf meiner privaten Facebookseite ein Video vom ersten Ergebnis – die Resonanz und das Feedback war gewaltigAlle hatten etwas zu lachen und feierten, in der Schwere der Zeit, diesen Song. 

Ronny und Eddy: Wir zwei distanzieren uns von diesem musikalischeUnfall. Aber wenn es sein muss, spielen wir ihn live. Denn der Song macht ja schon irgendwie Spaß und hat, dank der Community, einen Breakdown vom allerfeinsten! 

Partymusik zum Mitgröhlen 

Zusätzlich zu diesem „Unfall“ entstand auch noch ein Album mit Schlager-Coverversionen. Sänger Hansi hat uns über die Hintergründe aufgeklärt: 

Hansi: Ganz ehrlich, es war wegen der Langeweile in der Corona-Zeit. Ich bin mit Schlager groß geworden und finde nach wie vor, dass es in der alten Schlagermusik echte Perlen gibt. Das Witzige ist, dass alle „Hau ab mit Schlager!“ brüllen, aber dann so laut es geht die Texte von Wolle, Matthias Reim oder Helene mitgröhlen. Ich hatte einfach Lust ein paar Goldstücke umzugestalten und so entstand die erste „Jean.Luc Underground Vol. 1“ mit sechs Cover Songs und einem Bonustrack. 

Zukunftsplanung 

Trotz der momentanen Einschränkungen, unter denen alle Musiker leiden, lassen die drei sich nicht unterkriegen und arbeiten weiter an ihrem gemeinsamen Projekt. Das sagt die Band selbst dazu: 

Wir arbeiten unter Hochdruck an unserem ersten Album, welches Anfang nächsten Jahres erscheinen soll. Das Songwriting ist so gut wie abgeschlossen und in nächster Zeit sind wir dann im Studio. Allerdings warten wir mit dem Release so lange, bis eine kleine Tour bedenkenlos planbar ist. Die Gesundheit geht vor und die Konzerte sollen dann getreu dem Motto „Je mehr Leute desto mehr Party!“ und nicht „Bitte nur maximal 50 Leute ohne Headbanging, Pogo, Circle Pit und Bierverschütten!“ stattfinden. Wir nutzen die momentane Situation für das musikalische Feintuning und hoffen, dass das Debüt Album gut von unseren Fans angenommen wird. Wir haben nämlich stark experimentiert und den ein oder anderen Gast auf der Platte, den jeder von euch kennt. Versprochen. 

Fazit: 

Jean.Luc sind im positiven Sinn anders als andere Bands und immer für eine Überraschung gut. Ich bin jedenfalls sehr neugierig, was mit dieser Band noch alles auf uns zukommt und hoffe, ich habe euch jetzt auch neugierig gemacht. Übrigens findet ihr in unserer Juli-Printausgabe ein ausführliches Interview der Band mit noch mehr lustigen und überraschenden Antworten. Bestellen könnt ihr die kommende Ausgabe im Shop: www.vrr-shop.de. 

Katrin Albrecht
Katrin Albrecht
Über mich: Ich, 37 Jahre alt, bin wie die meisten hier mit der Musik von „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“ groß geworden. Mein erstes Rock-Konzert (von Unantastbar) besuchte ich dann aber trotzdem erst vor zwei Jahren. Da mich bei diesem Konzert das Fieber gepackt hat, trifft man mich seitdem immer wieder auf Konzerten an – ich hab ja so viel nachzuholen! Das ist mein Ausgleich zu meinem Alltag mit Studium (auch spät angefangen) und Seniorenbetreuung. Mein Motto: Besser spät, als nie!
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